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Inseln am Rande der Welt

Skellig Inseln
Skellig Inseln
Reiskirchen | Zumindest in der Zeit um das Jahr 600 waren diese Inseln der am weitesten vorgeschobene Außenposten Europas etwa 12km vor Irlands Westküste.

Im Jahr 588 wurde auf der größeren der beiden Inseln, Skellig Michael, ein winziges Kloster errichtet, das mit 12 Mönchen und einem Abt besetzt war. Es bedurfte viel harter Arbeit, um auf der steilen Insel ohne Beton, Mörtel und Baustahl Terrassen anzulegen, die sich alleine über ihr Gewicht und die Reibung am Felsen hielten. Auf diesen Terrassen errichtete die Glaubensgemeinschaft Hütten aus Trockenmauerwerk, die wie Bienenkörbe aussahen und die so stabil sind, dass sie bis heute zu bewundern sind.

Die Mönche lebten überwiegend von den auf der Insel lebenden und brütenden Seevögeln sowie deren Eiern. Auch einen kleinen Gemüse- und Kräutergarten betrieben sie auf ihren Terassen.

Auch wenn die Mönche in der Einsamkeit die Nähe zu ihrem Gott suchten, so ist doch bekannt, dass von dort Kontakte bis in den Vatikan bestanden und dass der Informationsfluss dank der schon damals europaweit betriebenen Küstenschiffahrt nicht so spärlich war wie man das aus heutiger Sicht vielleicht annehmen könnte.

Mehr über...
Kloster (23)Irland (32)
Das Leben war trotz der abgelegenen Lage der Insel gefährlich und das Kloster überstand im 9. Jh. einige Wikingerüberfälle. Trotz der Überfälle bestand es bis ins 12. Jahrhundert, als die Mönchsgemeinschaft in ein Kloster auf dem Festland bei Ballinskelligs übersiedelte.

Eine Legende besagt, dass auf einem kleinen Felsen in der Nähe der Inseln die Kleidung der Mönche von einer Frau vom Festland gewaschen wurde und es wurde streng darauf geachtet, dass sich Mönche und Waschfrau nie gleichzeitig auf dem Felsen aufhielten.

Im Jahr 2008 wurde Skellig Michael zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Die Nachbarinsel Little Skellig ist schon seit vielen Jahren ein Naturschutzgebiet. Auf ihr brüten tausende von Basstölpeln in einer der größten europäischen Brutkolonien.

Heute werden in kleinen Booten jeden Tag ungefähr 600 Touristen nach Skellig Michael gekarrt und die Insel hat unter diesem Ansturm sehr zu leiden. Die Terrassen mussten in den vergangenen Jahren massiv mit Stahl und Beton am Fels befestigt werden um ihr Abrutschen zu verhindern.

Trotz allem ist es ein lohnendes Besucherziel, besonders wenn man bei schönem Wetter übersetzen kann. Man sollte sich dann allerdings auch auf einen Anstieg über etliche hundert Stufen und auf starken Besucherandrang gefasst machen.

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Kloster Schiffenberg
Blick auf den Schiffenberg

Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
18.886
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 15.07.2011 um 17:25 Uhr
Mein Foto von einer PKW-Reise durch Irland 1995 ist ganz ähnlich. Wir haben die Insel selbst allerdings nicht besucht.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 23.07.2011 um 23:29 Uhr
Interessanter Bericht, danke.
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von:  Ulrike J. Schepp

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Interessensgebiet: Reiskirchen
Ulrike J. Schepp
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