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Klitschko siegt durch schweren Knockout

Reiskirchen | Die Sympathien unter den 43.000 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena waren klar verteilt. Während Boris Becker trotz seiner wertschätzenden Worte für die Mainmetropole mit Buhrufen und Pfiffen begrüßt wurde, erntete der Schlagersänger Heino seitens der Massen lautstarken Applaus.

Beide Interviews gehörten zum Rahmenprogramm des Boxkampfes, der am vergangenen Samstag Abend viele Sportbegeisterte in das Stadion im Frankfurter Stadtwald lockte, in dem sonst die Fußballer der Frankfurter Eintracht ihre Heimspiele austragen. Eigens für das Event wurde die Rasenfläche komlett abgedeckt, das Cabriodach geschlossen, ein Boxring inmitten des sonstigen Spielfeldes installiert und der Innenraum mit Stühlen, VIP-Stehtischen und Cateringstationen ausgestattet.

Die spätsommerlichen Temperaturen trugen zur sehr ausgelassenen Stimmung bei. Lange bevor der Hauptkampf begann zeigten vereinzelte "Eintracht Frankfurt" - Fangesänge wer sonst die Hoheit in der kaum wiederzuerkennenden Arena inne hat.

Nach einer Reihe von Vorkämpfen wurden die Gäste zu ihren Plätzen gebeten und der unmittelbar bevorstehende
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Hauptkampf über die Lautsprecheranlage angekündigt. Zunächst heizte die Rockgruppe"Reamonn", begleitet von einer imposanten Pyroshow, die Stimmung weiter an. Über den Videowürfel und zwei zusätzlich installierte Großbildschirme liefen anschließend noch Einspielfilme der beiden Kontrahenten. Und dann war es soweit: Michael Buffer, der wohl bekannteste Ringsprecher der Welt, kündigte in seiner unnachahmlichen Art die beiden Schwergewichtler an.

Zuerst betrat der nigerianische Herausforderer Samuel Peter den Ring, und nach einem weiteren Einspielfilm folgte - von einem großen Betreuerstab begleitet - der Titelverteidiger Wladimir Klitschko. Nach dem Abspielen der Nationalhymnen sollte es dann auch endlich losgehen. "Let´s get ready to rumble" in der Commerzbank-Arena.

Nach letzten Anweisungen des Ringrichters, stets seine Befehle zu befolgen und einen sauberen Kampf zu liefern, läutete die Glocke zur ersten Runde. Und schon sehr schnell wurde den Zuschauern klar, dass Klitschko sich gut auf den Kampf vorbereitet hatte. Den stürmischen Angriffsversuchen des Herausforderers begegnete er früh mit eigenen, wirkungsvollen Angriffen. Dies schien den Gegner zu beeindrucken, denn in den folgenden Runden wusste dieser sich oft nicht
anders zu behelfen als sich permanent an Klitschko zu klammern. So wollte auch kein rechter Kampffluss entstehen, was das Publikum mit zunehmender Kampfdauer zu vereinzelten Buhrufen veranlasste. Diese galten jedoch weniger dem ukrainischen Titelverteidiger als seinem Herausforderer sowie dem Ringrichter, der die Umklammerungen nicht zu sanktionieren wusste und auch sonst nicht immer souverän wirkte.

So lag dann auch die eigentliche Spannung des Kampfes in der Frage, ob es Klitschko gelingen würde sich den Umklammerungen seines Gegners entziehen und ihn entscheidend treffen zu können. Genau dies sollte ihm dann in Runde 10 auch gelingen. Nach einer Schlagkombination ging der zuvor bereits von vielen Treffern gezeichnete Samuel Peter zu Boden und der Kampf damit zu Ende. Es war Klitschko´s 55. Sieg im 58. Profikampf, der 49. den er vorzeitig durch Knockout gewinnen konnte.

Alles in allem bot sich dem Publikum an dem Abend kein boxerisches Highlight, was in erster Linie der Schwäche des Gegners zuzuschreiben war. Überhaupt wird es für die Klitschko-Brüder immer schwieriger, attraktive Gegner zu finden, die für einen spannenden und ausgeglichenen Kampf sorgen können. Samuel Peter gehörte definitiv nicht dazu.

Die Zuschauer gingen letzten Endes dennoch zufrieden nach Hause. Wissend, einen der besten Boxer der Welt einmal "in echt" gesehen zu haben, und bei diesem Mega-Event live dabei gewesen zu sein.

 
 
 
 

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von:  Christian Hautumm

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Christian Hautumm
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