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Schülerteam aus Reiskirchen-Ettinghausen beim Bundesfinale „Jugend gründet“ auf Platz sieben

Reiskirchen | Mit seiner überzeugenden Geschäftsidee setzte sich das Schülerteam „CarboField“ aus Reiskirchen-Ettinghausen auf Platz sieben in dem bundesweiten Onlinewettbewerb „Jugend gründet“ durch. „CarboField“, das sind David Penner und Jakob Penner von der Herderschu-le Gießen und der Friedrich Magnus Gesamtschule Laubach. Mit CarboField kam zudem eine Premiere auf die „Jugend gründet-Bühne: Seit diesem Wettbewerbsjahr können nicht nur Produktionsunternehmen sondern erstmals auch Handels- und Dienstleistungsideen bei „Jugend gründet“ eingereicht werden. „CarboField“ ist das erste (virtuelle) Handelsunter-nehmen, dass es ein „Jugend gründet“-Finale geschafft hat. Die beiden Schüler, ein „Famili-enunternehmen“ der beiden Brüder, präsentierten eine Geschäftsidee, die zugleich ein Bei-trag zum Klimaschutz ist. Ihre Idee ist es, Kohlendioxyd aus Kohlekraftwerken in verflüssigter Form an Landwirte zu verkaufen. Damit schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Co²-Emissionen aus Kohlekraftwerken werden als wirkungsvoller Dünger eingesetzt. Die Kraft-werkbetreiber bezahlen für die Entsorgung des CO² und die Landwirte kaufen das CO² als Dünger.
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Zehn Schülerteams aus sechs Bundesländern reisten am Dienstag bereits als Sieger nach Wolfsburg zum „Jugend gründet“-Bundesfinale an. Alle zehn Siegerteams haben im Laufe des „Jugend gründet“-Wettbewerbsjahres bewiesen, dass sie trotz ihres jugendlichen Alters Macher sind. Sie haben eine tolle Geschäftsidee ausgearbeitet und in einer Wirtschaftssimu-lation belegt, dass sie ein Unternehmen entwickeln und die Höhen und Tiefen der Konjunktur mit nachhaltigen unternehmerischen Entscheidungen bewältigen können. Die zehn Sieger-teams haben sich gegen eine starke Konkurrenz von über 3.500 Teilnehmern durchgesetzt. Am Mittwoch bewiesen sie auf einer virtuellen Investorenmesse in der Phaeno Experimen-tierlandschaft, dass sie darüber hinaus mit viel Engagement ihre Geschäftsidee, sich und ihr virtuelles Unternehmen auch überzeugend präsentieren können.
„Wir brauchen mehr junge Menschen, die mit Mut und Entschlossenheit neue Ideen und innovative Produkte selbständig vorantreiben. Der Erfolg von Jugend gründet zeigt: Dieser Wettbewerb bietet Jugendlichen eine hervorragende Plattform, um innovative Ideen zu ent-wickeln, umzusetzen und sich mit unternehmerischem Denken und Handeln vertraut zu ma-chen. So fördern wir die Gründer und Gründerinnen von morgen,“ konstatierte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Als einen „ganz besonders tollen Wettbewerb“ bezeichnete Oberbürgermeister Rolf Schnell-ecke „Jugend gründet“. Wieder einmal zeigte er sich „im höchsten Maße beeindruckt und erstaunt über die Kreativität und das Engagement der Finalisten. Auch Ralph Linde, Spre-cher und Mitglied der Geschäftsführung Volkswagen Coaching GmbH, war „schwer begeis-tert“, von dem, was er auf der virtuellen Investorenmesse gesehen hat.
Auf den ersten Platz wählte die dreizehnköpfige Präsenzjury, mit Experten aus Wirtschaft, Hochschule, Medien und Banken in der Rolle potentieller Investoren das Team „en2go GmbH“, das einzige Team im Finale, das sich aus Mitgliedern verschiedener Bundesländer (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein) zusammen setzt. Sie sind mit der Idee von einem neuartigen Schuh, der beim Gehen und Laufen durch Induktion klimaneutral Strom für Mobiltelefone oder MP3 Player erzeugt, ins Rennen gestartet. „En2go“ das sind Patrick Freund (Besigheim, Baden-Württemberg), Michael Pollmann (Ratingen, Nordrhein-Westfalen), Felix Weber (Hornberg, Baden-Württemberg), Nico Schindler (Renchen, Baden-Württemberg), Yannick S. Wünkhaus (Kuddewörde, Schleswig-Holstein) und Roland Rataj (Gärtringen-Rohrau, Baden-Württemberg).
Auf den zweiten Platz wählte die Jury das Schülerteam „DiscorsMed“ aus Viersen vom Albert Magnus Gymnasium. „DiscorsMed“, das sind Tobias Tilgner, Magnus Schückes und Frederik Verlinden. Sie präsentierten die Idee, Menschen mit Laktoseintoleranz das Leben durch ein handliches Analysegerät zu erleichtern. Das Gerät zeigt den Betroffenen in kurzer Zeit an, ob das Essen für sie verträglich ist oder nicht. Für den zweiten Platz konnte jedes Teammitglied einen Lenovo-PC mit nach Hause nehmen. Auf dem dritten Platz landete das Team „OP-Tidrive“ aus Neuburg. „OPTidrive“ das sind Andreas Stadlmeier, Matthias Weidacher, Nicole Stadlmeier, Alexander Boxdörfer, Anna-Sophie Braun und Dennis Nagl. Sie entwickelten die Idee eines im Autoreifen integrierten Systems, das die Form des Reifens „einfach, unabhän-gig, raffiniert“ über die Regulierung des Drucks stets optimal an die Fahrbedingungen an-passt. Ihr Preis war ein Mobiltelefon.
Die Top Ten-Teams, die sich in Wolfsburg präsentierten, reisten am Vortag aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein an. Sie wurden am Nachmittag von Axel Kommander (Berater des InnovationsCampus der Wolfs-burg AG) in die „Gesprächsführung mit Investoren“ eingeweiht. Anschließend machten sie sich auf zu einer Tram-Tour durch das VW-Werk, bevor sie von Prof. Rolf Schnellecke (Oberbürgermeister Wolfsburg) zu einem Empfang in das Rathaus eingeladen wurden.
„Jugend gründet“ steht auf der Liste der staatlich geförderten Wettbewerbe der Kultusminis-terkonferenz (KMK), wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Steinbeis-Innovationszentrum für Unternehmensentwicklung der Hochschule Pforzheim durchgeführt. Hauptsponsor des Wettbewerbs ist die Volkswagen AG. Unterstützt wird „Jugend gründet“ durch die Steinbeis Stiftung, Lenovo, Vodafone, DB Bahn, Deutsche Zentral-bibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Phaeno, schülerVZ, SPIESSER – die Jugendzeitschrift, TATA Interactive Systems GmbH, Titus, Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung, Ver-lagsgruppe Westermann und Wolfsburg AG.
Eine Übersicht über die Platzierung aller zehn Teams, ihre Ideen und weitere Informationen sind auf der Webseite www.jugend-gruendet.de zu finden. Das neue, achte Wettbewerbsjahr von „Jugend gründet“ startet am 4. Oktober.

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