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Giessener Enten nach Aufzucht wieder frei!

Unsere Entchen heute
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Reiskirchen | Vor einigen Wochen waren 5 kleine Entchen auf der Marburgerstrasse in Giessen "fünfspurig" unterwegs. Damals sind sie bei heißen Temperaturen den Mitarbeitern des Amtsgerichts Giessen aufgefallen, die sie dann auch einfingen.
Als die erste Versorgung mit Wasser in einem Pappkarton erfolgte, stellte sich die Frage, wohin mit den Entchen, die auch nach längerer Suche offensichtlich ohne Mutter unterwegs waren.
So kamen die 5 nach Reiskirchen, wo sie mit Wärmelampe und Entenaufzuchtfutter, einer Planschwanne und dem nötigsten versorgt wurden. Hier werden sie nun die "Gerichtsenten" genannt.
Nach intensiver Recherche im Internet fand man heraus, dass die Kleinen wohl keine gewöhnlichen Stockenten sind, sondern eher den noch seltenen Reiherenten angehören.
Da man um eine naturnahe Aufzucht bemüht war, und nun wusste, dass es Tauchenten und Insenktenfresser sind, wurde das Futter dahingehend optimiert um eine gelungene Aufzucht zu garantieren. Kosten und Mühen wurden nicht gescheut, so kaufte man Insektenlaven, die als Proteinzusatz ins Futter gegeben wurden und man fuhr beinahe täglich zu einem nahegelegenen Tümpel um die "Entengrütze" ab zu schröpfen, die den Enten sehr gut schmeckte.
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Die Schwimmwanne wurde von Woche zu Woche größer und die Entchen wuchsen hervorragend heran. Das Gefieder bildete sich und als es vollständig ausgebildet war, fasste man den Entschluss, dass die kleinen Enten nun auf einen naturnahen Teich in Reiskirchen ziehen söllten, um richtig tief tauchen und endlich auch die Möglichkeit zu haben, fliegen zu lernen. Auf diesem Teich in Reiskirchen, dem Biotop der ehemaligen Mülldeponie, leben sie nun seit über 4 Wochen. Die Reiherenten entwickeln sich großartig, suchen sich selbst Ihr Futter, tauchen bis auf den Grund und quer durch den Teich durch. Sie können sehr lange und ausdauernd tauchen. Und wenn sie satt sind, schwimmen sie in Seiten-/ Rückelange und putzen sich Ihr Gefieder. Fliegen haben sie auch schon gelernt. Und so drehen sie Ihre Runden über den Feldern, kommen aber immer wieder an den Teich zurück.
Da so viel Mühe, Zeit und auch Geld in die Aufzucht der Enten gesteckt wurde, wird gebeten, davon ab zu sehen, die Enten zu füttern, denn sie sollen selbständig leben. Außerdem soll man bitte dem Teich fernbleiben , damit die Enten die menschliche Gesellschaft nicht suchen.
Jetzt heißt es für die Kurzen: Gerichtsenten wieder auf freiem Fuß!

Unsere Entchen heute
Unsere Entchen heute 
in freier Natur
in freier Natur 
Entchen bei Ihrere Ankunft, noch im Notquartier
Entchen bei Ihrere... 

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von:  Nicole Obermann

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Interessensgebiet: Reiskirchen
Nicole Obermann
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