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"Betreten Verboten!" -das hat seinen Grund!

Reiskirchen | Jedes Jahr wieder haben wir und viele andere Tierhalter das gleiche Problem: Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene übergehen einfach die Verbotsschilder und betreten die Weiden der Tiere. In unserem Fall sind es Pferde.
Die Tiere stehen zwar recht ruhig da und kauen genüsslich ihr Gras, können aber von einen auf den anderen Moment lossprinten und gefährlich werden. Man muss sich immer vor Augen halten, dass es sich hier um Tiere mit mehreren hundert Kilo Lebendgewicht handelt und sie 4 kräftige Beine haben, die äußerst gefährlich werden können.
In den letzten Wochen, die die Tiere nun schon draußen auf den Weiden verbringen, haben wir schon viele Menschen erwischt, die sich zu den Pferden gesellen, scheinbar frei von Angst, oder sollte man sagen frei von Verstand???
Am vergangenen Samstag waren wohl wieder unvernünftige Menschen am Werk, denn als wir zu einer Kontrolle der Weide kamen (welche wir mehrere male am Tag machen), war ein Weidepfosten abgebrochen und der Leckstein der Pferde auf der angrenzenden geteerten Starsse zerschlagen worden. Der Zaun lag "um" aber die Pferde waren zum Glück noch friedlich grasend auf der Weide.
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Zaun (19)Weide (26)Pferde (119)Gefahr (9)
Ein Scherz? Ich denke nicht.
Vor 2 Wochen trafen wir angelnde Kinder auf der Weide an (die Weide umfasst einen Teich). Sie saßen auf einer Decke direkt bei den Pferden. Mal ganz davon abgesehen, dass Angeln an diesem Teich verboten ist und mit einer Anzeige geahndet wird, bringen sich die Kinder / Jugendlichen / Erwachsenen in große Gefahr, wenn sie denken, dass es sicher wäre sich zwischen 2 Pferde auf den Boden zu setzen. Auch wir werden in Zukunft jeden Verstoß der Polizei melden und Anzeige erstatten. Eltern haften für Ihre Kinder, wenn diese noch zu jung für eine Anzeige wären.
Wir haben die Weide gut mit einem Elektrozaun eingezäunt, Schilder, zunächst mit Bitten, nun mit Verboten aufgehängt, und fahren dauernd mit mehreren Personen Kontrollen. Was sollen wir denn noch machen??

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Kommentare zum Beitrag

Dr. Tim Mattern
629
Dr. Tim Mattern aus Wettenberg schrieb am 15.06.2009 um 18:28 Uhr
Das Betreten von Weiden, das Bewerfen der Tiere mit Steinen oder das Öffnen der Zäune oder Stromausschalten ist eine leider viel zu weit verbreitete Unsitte. Auch das Füttern von Tieren gehört dazu - man meint es ja gut. Aber dass falsches oder gar giftiges Futter mehr schadet als nutzt, und was alles giftig oder gefährlich sien kann ist vielen nicht bewußt.

Insbesondere wenn die Zäune beschädigt werden können trotz aller Sorgfalt des Tierhalters gefährliche Momente entstehen, wenn Pferde oder andere auf eine Straße laufen. Ganz abgesehen von Spaziergängern, die angegriffen werden könnten oder sich vielleicht auch einfach nur vor dem Tier fürchten, was da frei herumläuft.
Nicole Obermann
327
Nicole Obermann aus Reiskirchen schrieb am 15.06.2009 um 21:54 Uhr
Richtig. Da kann ich nur recht geben.
Was passiert, wenn die Pferde auf die Nahe A5 laufen?
Oder wenn die Pferde sich erschrecken, wenn ein Kind seine Decke aufschüttelt, um sich bei den Pferden nieder zu lassen???
Wir haben einen jungen Hengst. Das sollte schon alles sagen. Er hat nun mal Hummeln im Hintern. Und das geht auch keinen etwas an, wenn sie sich an die Regel halten würden, dass man fremdes Eigentum in Ruhe lässt.
Diana Müller
87
Diana Müller aus Rabenau schrieb am 07.07.2009 um 13:08 Uhr
Hallo nach Reiskirchen,
natürlich bin ich absolut Deiner Meinung, dass keiner - Mensch wie Tier - eingezäunte Weiden mit oder ohne Pferde, Rinder o.ä. ohne Erlaubnis betreten sollte. Nur ist unser Tierwissen und Verständnis für Eigentum nicht bei anderen Menschen selbstverständlich.

Ich sehe auch immer wieder, das angebrachte Schilder, wie "Bitte nicht füttern" oder "Bitte nicht betreten" auf unsere Mitmenschen eher auffordernd wirken und nicht auf Verständnis stoßen. Dies ist traurig aber wahr. Leider führen solche Schilder immer wieder zu Protestreaktionen, wie - nun machen wir das erst erst Recht.

Ich würde in diesem Falle die Verursacher lieber persönlich ansprechen. Und wenn das nicht klappt, einfach die Weide mal abmähen und eine Zeit andere Weiden benutzen. Die Situation kann sich dann wieder beruhigen.
Natürlich ist eine Anzeige auch sinnvoll, was aber die angespannte Situation nicht unbedingt verbessern wird. Ich würde meine Pferde nach einer Anzeige jedenfalls wo anders hinstellen.

Jeder Tierbesitzer kann froh sein, wenn er mit solchen Situationen oder sogar Misshandlung an Tieren nie konfrontiert wird.
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