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Flugangst - Eine Erfahrung als Außenstehender

Reiskirchen | Neulich vegetierte ein etwa 35 jähriger Mann am Gate, wartend auf den Einstieg in das Flugzeug, vor sich hin. Sein bleiches Gesicht, völlig übermüdete Augen und so eine unglaublich amüsante aggressive Grundhaltung seiner Freundin gegenüber zog die Aufmerksamkeit auf ihn.

Sie: „Schau mal Dirk, da unten auf dem Wagen kann ich einen unserer Koffer erkennen.“
Er: „Scheiß auf die Klamotten, falls wir nicht völlig verkohlt sein werden, geschweige denn man findet uns im Wrack, werden wir beide nur noch ein Leichentuch tragen.“
Sie: „Sag mal, willst Du nicht doch lieber eine Valium nehmen?
Er: „Nee, im völligen Delirium kann ich mir wohl schlecht die Sauerstoffmaske aufziehen und die Schwimmweste aufblasen.“

Nach etwa 15 Minuten wurden die Passagiere an Bord gelassen. Dirk und Sandra betraten relativ am Schluss die Maschine. Und wie es der Zufall wollte, genau in der Reihe neben mir nahmen sie Platz. Herrlich! Von nun an wusste ich, dass dieser Flug von 2,5 Stunden nur gefühlte 30 Minuten dauern würde. Ich glaube sogar, dass man nach dem Start Dirks Fingernagelabdrücke im Leder der Armlehnen erkennen konnte.

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Flugbegleiterin: „Darf ich ihnen etwas zu trinken reichen? Vielleicht Cola oder Cola light?“
Dirk: „Es ist mir scheiß egal ob das Cola oder Cola light ist... und ich will auch keine Eiswürfel...!!!“

Dann kam das Essen. Ich freute mich schon darauf. Dennoch muss ich zugeben, dass meine Freude weniger im Essen begründet war, sondern eher meinem persönlichen Entertainmentprogramm Dirk galt.

Flugbegleiterin: „Fleisch oder Vegetarisch?
Dirk: „MIR VÖLLIG WURSCHT... ICH WILL MEINE RUHE.. BITTE NICHT ANSPRECHEN UND NICHT FÜTTERN!“
Flugbegleiterin: „Wollen sie denn wenigstens ein Kopfhörer zum Kinoprogramm?“
Dirk: „NEIN!!!! ICH WILL HÖREN WENN WIR ABSTÜRZEN...“

Man kann sich vorstellen, wie der Flug weiter verlief. Es geht doch nichts über eine gesunde Portion an Schadenfreude!

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von:  Christina A. Schreiner

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