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Modellbauer aus Lollar präsentieren Londorfer Bahnhof

von Karl Wagneram 26.10.20101376 mal gelesen5 Kommentare
Lokschuppen mit Wohnhaus in Londorf
Lokschuppen mit Wohnhaus in Londorf
Rabenau | Eine besondere Präsentation erfuhr der ehemalige Bahnhof in Londorf bei der Modellbahnausstellung der Modellbahnfreunde Lollar am vergangenen Wochenende. Im Maßstab 1:87 wurde die „Rabenauer Villa“ (so wurden die Bahnhöfe in Presseberichten von 1896 benannt) nachgebaut. Ein Fahrradständer mit Wellblechdach gibt
die Bahnhofsatmosphäre der 50er Jahre wieder. Ein Wasserkran für Dampflokomotiven rundet
dieses 50er Jahre Bild ab. Das Londorf auch einen funktionierenden Lokschuppen sein eigen nennen
konnte, zeigten die Modellbauer um Jörg REINSBERG aus Lollar-Ruttershausen
sehr eindrucksvoll. In westlicher Richtung der Bahnanlage Londorf stand ein solcher Lokschuppen. Ein Wohnhaus gliederte sich diesem Schuppen an. Der Eisenbahnhistoriker Wolfgang RICHTER aus Beuern stellte den Modellbauern Unterlagen zur Verfügung. Ebenso wurde ein Bild von Günter Wißner (+) aus den 30er Jahren genutzt, um die Darstellung des Gebäudes so echt wie möglich erscheinen zu lassen. Der anwesende Lokführer a. D. Klaus Fritze aus Londorf fühlte sich beim Anblick der Anlage in frühere Zeiten versetzt. Eindrucksvoll schilderte er die Fahrten als Dampflokpersonal durch das Lumdatal. So gab er auch zu verstehen, dass er den Streckenabschnitt
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Modellbauer Lollar (1)Londorf (49)Lokschuppen (4)Bahnhof (84)
Geilshausen bis Lumda nicht schnelller als 10 km/h befahren durfte. Der Untergrund der Bodens war sehr feucht. So konnte er als zuständiges Lokpersonal die Wellenbewegungen der Lokomotive sehr deutlich wahrnehmen. Der zuletzt genannte Streckenabschnitt wurde bereits am 25. Mai 1963 stillgelegt. Nur 67 Jahre diente die Lumdatalbahn auf diesem Streckenabschnitt den Menschen als Beförderungsmittel. Die Nutzer der Eisenbahnen nannte man damals noch „Beförderungsfall“. Das Wort „Kunde“ wurde erst später in den Sprachgebrauch der DB eingeführt. Der ab 1. Juni 1902 betriebene Streckenabschnitt Londorf – Lollar stellte seine Personenbeförderung am 30. Mai 1981 ein.

Die Frage, wer in der angegliederten Wohnung des Lokschuppens seinen Wohnsitz hatte, konnte während der Modellbauausstellung leider nicht beantwortet werden. Infos zu dem Lokschuppen
mit angegliedertem Wohnhaus können an Wolfgang RICHTER, Tel.: 06408/63608, abgegeben werden.

Karl Wagner

Lokschuppen mit Wohnhaus in Londorf
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Bahnhof Londorf mit ET 60 510 (Bw Gießen)
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Kommentare zum Beitrag

Mathias Engelhart
5.319
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 27.10.2010 um 19:51 Uhr
Schön, das auch die kleinen und ländlichen Bahnhöfe so viele eigene Geschichten haben.
Bernd Zeun
9.536
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 30.10.2010 um 04:32 Uhr
Schöner Bericht mit interessanten Details.
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 30.10.2010 um 18:15 Uhr
Danke für den Bericht.
Lumdatal Bahn
366
Lumdatal Bahn aus Allendorf (Lumda) schrieb am 05.11.2010 um 15:50 Uhr
weil es so ein nachvollziehbarer und schöner Bericht ist, wurde dieser Beitrag zwei mal verlinkt. Hier die "Kontrolllinks":

a) http://forum.rail-server.de/viewtopic.php?f=38&t=32521

b) http://www.wer-kennt-wen.de/forum/showThread/1vbjrg5y2812
Heimat- und Verkehrsverein Allendorf (Lumda)
1.111
Heimat- und Verkehrsverein Allendorf (Lumda) aus Allendorf (Lumda) schrieb am 21.11.2010 um 19:59 Uhr
Hallo Karl,

ich gratuliere Dir zu Deinem schönen Bericht und die Fotos von der Ausstellung in Lollar.
Oft schon wollte ich den Allendorfer Bahnhof nachbauen - er war ja auch vorhanden - habe mich aber nicht getraut, er ist nicht einfach zu bauen. Deshalb alle Achtung für den Erbauer der auf der Lumdatalstrecke ähnlichen Bahnhöfe. Zur Zeit versuche ich eine "Limburger Zigarre" ETA 176 von Kato zu ergattern - mals sehen obs klappt.

Viele Grüße

Reinhold
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