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Kindergeburtstag mal anders: Kleine Recken auf der Ronneburg

von Anja Kleinam 09.05.20181225 mal gelesenkein Kommentar
Rabenau | Wie in jedem Jahr standen mein Sohn, inzwischen 9 Jahre alt, und ich mal wieder vor der Frage: was machen wir in diesem Jahr an seinem Kindergeburtstag? Im April kann man Glück, aber auch Pech haben mit dem Wetter. Diese Erfahrung haben wir in den letzten Jahren gemacht. Und bei schlechtem Wetter zuhause feiern, kommt aus Platzgründen leider nicht in Frage. Es sollte aber auch nicht immer wieder das gleiche „Programm“ sein.

Also haben wir ein bisschen im Internet recherchiert und herausgefunden, dass die Ronneburg, zwischen Büdingen und Langenselbold, drei verschiedene Angebote für Kindergeburtstage hat. Die Dauer beträgt zwischen 2 bzw. 4 Stunden. Nach einem Telefonat mit einer sehr netten Mitarbeiterin haben wir uns dann für das 4-stündige Programm entschlossen.

Am Samstag, dem 21. April, sind wir bei strahlend schönem Wetter gegen 10:30 Uhr mit 10 Kindern, 6 Erwachsenen und jede Menge Essen und Getränken, sowie 2 Bollerwagen zum Transport der Sachen, Richtung Ronneburg aufgebrochen. Die Fahrzeit beträgt ca. 45 Minuten über die A5 und A45 bis zur Ausfahrt Hammersbach. Ab da ist die Ronneburg ausgeschildert.

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Unser Lager durften wir im Ritterkeller aufschlagen, der trotz der warmen Außentemperatur sehr kühl war, so dass wir die Heizlüfter anmachen mussten. Wir konnten dort unser mitgebrachtes Essen und die Getränke aufbauen. Die Kinder, überwiegend Jungs im Alter von 9 Jahren, nutzten in der Zwischenzeit schon mal die Gelegenheit, die Burg zu erkunden.

Ein Highlight war natürlich der Pranger im Hof, der von allen „getestet“ wurde. Auch der Blasebalg der Schmiede und der Kessel der Blaufärber fand reges Interesse bei den Kindern.

Gegen 13 Uhr ging dann unser Programm mit David los. Die Kinder durften sich als erstes im Wappen malen probieren. Im Anschluss gab es eine einstündige Führung durch die unteren Räumlichkeiten der Burg. David gestaltete die Führung sehr kurzweilig und unterhaltsam und vermittelte den Kindern einiges an Wissen aus dem Mittelalter. So konnten die Kinder und auch die Erwachsenen erfahren, wo viele Redewendungen, die wir heute noch benutzen, ihren Ursprung haben, wie z.B. „alles Gute kommt von oben“, „ einen Zahn zulegen“ oder „blau machen“.

Beeindruckend für alle war auch das Brunnenhaus. Der Brunnen der Ronneburg zählt mit seinen 96 m zu den 5 tiefsten in Europa.

Nach einer kurzen Kaffeepause
durften sich die Kinder im Ritterkeller im Bogenschießen üben. Dabei mussten einige feststellen, dass das Spannen des Bogens nicht so einfach ist und eine gewisse Konzentration und vor allem Ruhe erfordert. Der Gewinner des Bogenturniers und das Geburtstagskind durften zum Schluss noch das Schießen mit der Armbrust ausprobieren.

Den Abschluss bildete das Mittelalter-Quiz. Hier stellte David den Kindern Fragen zu der Burgerkundung. Für die richtige Antwort gab es einen Halbedelstein. Mein Sohn hat zudem noch ein kleines Präsent aus dem Museumsladen bekommen.

Gegen 17:30 Uhr haben wir dann wieder unsere Sachen gepackt und sind nach Hause gefahren. Die Rückmeldung der mitgefahrenen Erwachsenen und auch der Eltern der eingeladenen Kinder war durchaus positiv. Vor allem ist die Burgerkundung bei den Kindern richtig gut angekommen und das will in diesem Alter schon etwas heißen.. Dies verdanken wir vor allem auch unserem Museumsführer David, der die Kinder während der Führung immer wieder aktiv beteiligt hat.

Wir können die Geburtstagsfeier auf der Ronneburg jedenfalls empfehlen. Aber auch unabhängig davon bietet das Museum Ronneburg an den Wochenenden immer wieder interessante Veranstaltungen, wie z.B. Burgbelebung, Vorführungen des Bonbonmachers, Leder punzieren, Bogenschießen usw. an.
Zudem gibt es noch eine Falknerei und ein vielfältiges Angebot an Seminaren, wie z.B. Kochkurse, Schwertkampf usw.


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