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Den Menschen in schwierigen Zeiten beistehen

Christoph Nachtigall im Gespräch mit der ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin Sandra Röhrig
Christoph Nachtigall im Gespräch mit der ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin Sandra Röhrig
Rabenau | Bürgermeisterkandidat Christoph Nachtigall informiert sich über die ehrenamtliche Arbeit in der Notfallseelsorge – Ehrenamt mit seinen vielen Gesichtern wichtigste Stütze der Gesellschaft

Ehrenamtliche Arbeit ist für den Bürgermeisterkandidaten Christoph Nachtigall die wichtigste Stütze der Gesellschaft. Wer sich ehren-amtlich engagiert ist meist für andere Menschen da, und das manchmal auch in schwierigen Zeiten. Mit Sandra Röhrig, aus Geilshausen, einer von vielen Menschen aus der Rabenau, die sich ehrenamtlich engagieren, hatte sich Nachtigall über ehrenamtliches Engagement ausgetauscht. Unter dem Spitznamen „Dana“ ist die 36jährige Erzieherin vielen Menschen im ganzen Kreisgebiet, unter anderem auch durch ihr Engagement als Gruppenleiterin beim DRK, bekannt. Damit endet ihr ehrenamtliches Engagement jedoch nicht. Sie ist auch als ehrenamtliche Notfallseelsorgerin im ganzen Kreis Gießen tätig. Hier wird Sie Tags wie auch Nachts zu Feuerwehr- und Polizeieinsätzen oder auch zu Einsätzen des Technischen Hilfswerks gerufen und steht Menschen, die Schicksale und Verluste zum Beispiel durch einen Todesfall bei einem Unfall erlitten haben, bei. Kein einfaches Unterfangen, aber „Ich bin gerne für andere Menschen da, und möchte diesen in schwierigen Situationen beistehen und helfen“ sagt Röhrig.
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Röhrig übt diese wichtige Funktion bereits seit 4 Jahren aus und hat die Ausbildung für „Erste Hilfe für die Seele“ erfahren. Eine einjährige Ausbildung mit 80 Ausbildungsstunden ist für dieses Ehrenamt notwendig und führt nach erfolgreicher Ausbildung zur kirchlichen Beauftragung in den ehrenamtlichen Nofallseelsorge-Dienst. Diese beginnt mit einer theoretischen Ausbildung, gefolgt von einem Praktikum im Rettungsdienst. „Natürlich wird man von den Kollegen unterstützt. Insbesondere in der ersten Zeit hospitiert man auch bei erfahrenen Kollegen“, so Röhrig. Wie bei anderen Ehrenämtern werden auch hier immer weitere Mitstreiter gesucht. Belastbar sollte man sein, und über Gesprächs- und Lebenserfahrung verfügen. „Es gehört viel Fingerspitzengefühl dazu, im Einsatzfall zu erspüren, was die Betroffenen brauchen. Es geht dabei gerade in diesen ersten Minuten und Stunden nicht darum, Antworten auf die Frage nach dem Warum zu finden. Wir möchten Halt und Orientierung geben und halten dabei Wut, Trauer und alle Fragen der Betroffenen ebenso aus wie auch Schweigen“, so Sandra Röhrig.
„Ehrenamt hat viele Gesichter. Ehrenamt spielt sich nicht immer in der Öffentlichkeit ab und wird auch nicht immer von allen Menschen wahrgenommen. Unsere Gesellschaft würde jedoch ohne diese Menschen zusammenbrechen. Menschen wie Sandra Röhrig leisten viel für die Allgemeinheit, und dafür bin ich sehr dankbar. Den vielen ehrenamtlichen Helfern in der Rabenau möchte ich in Zukunft mit einem "Tag des Ehrenamts" ein Gesicht geben. Dabei soll den Ehrenamtlichen eine Würdigung entgegenge- bracht werden und gleichzeitig für die vielen Ehrenämter geworben werden. Auch der Landkreis hat die Wichtigkeit des Ehrenamts erkannt. Hier wird kreisweit an einer Vernetzung der Ehrenamtlichen mit dem Freiwilligenzentrum von Stadt und Landkreis gearbeitet. Dies begrüße ich und werde ich ebenfalls unterstützen. Auch die Initiative des Landkreises zur Ehrenamtscard unterstütze ich und möchte, dass unsere Ehrenamtlichen die Vorteile der Ehrenamtscard nutzen. Und natürlich werde ich die gut funktionierenden Ehrenamtsstrukturen in unserer Gemeinde beibehalten und in Gesprächen mit den engagierten ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln“ so Nachtigall.
Neue Unterstützer für die wichtige Arbeit der Notfallseelsorge werden immer gesucht. Und im März 2018 startet wieder das neue Ausbildungsjahr zum Notfallseelsorger. Weitere Informationen zur Notfallseelsorge gibt es auf der Internetseite www.notfallseelsorge-giessen.de. Hierüber kann sich bei Interesse auch für die Ausbildung angemeldet werden.

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von:  Karl Heinz Kaltenschnee

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