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Atelierausstellung „Im Feuer geboren“

Rabenau | Zu ihrer diesjährigen Atelierausstellung laden der Keramiker und Zeichner Karl-Heinz Till und
Ule Ewelt zur gemeinschaftlichen Ausstellung im Hofgut Appenborn ein.

So unterschiedlich die Arbeiten der beiden Künstler auch sind, so ist ihnen ein wesentliches Merkmal gemeinsam: Sowohl die Arbeiten von Ule Ewelt wie auch von Karl-Heinz Till sind „ im Feuer geboren“ Der Charakter der Arbeiten beider Künstler wird ganz wesentlich vom Feuer geprägt.

Ule Ewelt
Eine Herde Gnus auf ihrer Wanderung durch die afrikanische Savanne, eine Gruppe Bergziegen, die oberhalb eines griechischen Berghanges rastet, raufende Jungpferde oder sich zankende Kolkraben: Die figürlichen Arbeiten von Ule Ewelt beschäftigen sich ausnahmslos mit Tieren, wobei es ihr weniger auf die naturgetreue Abbildung ankommt, als auf das Einfangen ihres inneren Wesens.
„Mir geht es um die enge Verbindung zwischen Mensch und Tier. Abbildungen von Tieren lösen in jedem Menschen in intensiver Weise Bilder, Erinnerungen, Gefühle und Assoziationen aus.
Tiere sind greifbar und sinnlich erfahrbar, und sie haben einen starken Symbolcharakter. Sie sind in jeder Mythologie reich vertreten. Im besten Fall möchte ich, dass der Betrachter, wenn er
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meine Tiere anschaut, emotional berührt wird.“ Charakteristisch für ihre Tierfiguren ist ihre Bewegtheit. „Den winzigen, schnell vergänglichen Moment in der Bewegung eines Tieres einzufan-
gen ist mein Ziel. Eine Ziege, die sich verklettert hat, denkt über den nächsten Schritt nach, zögert kurz und trifft eine Entscheidung. Ein ruhendes Pferd hat etwas gehört und wird gleich aufstehen. Zwei Raben rangeln um den besten Platz auf der Mauer.“
Durch die grob strukturierte raue Oberfläche, im Rauchbrand mit dunklen, rostigen Farben versehen, erinnern die Tiere an die Höhlenmalereien längst vergangener Zeiten. Genau wie in diesen uralten Zeichnungen sind ihre Tiere in einer inneren Bewegung, einer dynamischen Momentaufnahme eingefangen, so, als wollten sie gleich losspringen, auffliegen oder weiterziehen.

Karl-Heinz Till zeigt neue Arbeiten – Gefäße und Objekte – aus dem Holzbrennofen, sowie neue Zeichnungen.
Alle Arbeiten werden frei aufgebaut und bei einer Temperatur von annähernd 1300 Grad im Holzbrandofen gebrannt. Aschanflugglasuren und Salz – das zum Brandende in den Ofen gegeben wird – prägen die Oberfläche der Arbeiten. So wird jedes Stück zum Unikat. So wird der Vorgang des Brennens zum originären Bestandteil der Arbeiten von Karl-Heinz Till.
Die Brandführung, das Plazieren der Gefäße im Ofen und die Dauer des Brandes sowie die Auswahl der zum Brennen benutzten Holzarten bestimmen ganz wesentlich den Charakter der Arbeiten.
Sind die Gefäße durchaus zum Gebrauch bestimmt, so entstehen die an Architektur erinnernden Objekte bedingungslos, keiner Funktion gehorchend.

Die Ausstellung im Hofgut Appenborn ist geöffnet Sa. u. So. von 13 –18 Uhr vom 05.11.-20.11.2016.
Zur Eröffnung am Sa. 05.11. 15.00 Uhr werden beide Künstler anwesend sein.
Nähere Informationen: Tel. 06407 1293 www.rauchbrand-keramikwerkstatt.de

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Herzlichst, Ihr(e) Sandra Rinker

von:  Sandra Rinker

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Interessensgebiet: Rabenau
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