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Manfred Blechschmidt nach 37 Jahren ehrenamtlicher Arbeit verabschiedet: „es war eine herrliche Zeit“

Karl-Heinz Schäfer, Bürgermeister von Pohlheim, überreichte Manfred Blechschmidt einen „Limes-Trunk“ als Dank für die Verdienste Blechschmidts in der Archäologie, dazu zählt unter anderem die Abstimmung der Wanderwege am Welterbe Limes.
Karl-Heinz Schäfer, Bürgermeister von Pohlheim, überreichte Manfred Blechschmidt einen „Limes-Trunk“ als Dank für die Verdienste Blechschmidts in der Archäologie, dazu zählt unter anderem die Abstimmung der Wanderwege am Welterbe Limes.
Pohlheim | Mit Musik und Grußworten ist am Samstag der ehrenamtliche Kreisarchäologe Manfred Blechschmidt nach 37 Jahren unermüdlicher Arbeit in der Archäologischen Denkmalpflege verabschiedet worden. In der Aula der Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim hatten sich knapp 50 Gäste versammelt, darunter Archäologen, ehrenamtliche Mitarbeiter sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Siegfried Fricke und Karl-Heinz Schäfer, Bürgermeister der Stadt Pohlheim. In seinem Rückblick in Form einer Präsentation erzählte Blechschmidt, wie er seine Leidenschaft für Archäologie entdeckte, als er unter der Leitung von Dr. Herbert Krüger helfen durfte, Scherben auszulesen. Durch Grabungen und theoretische Unterweisung, auf Seminaren und Tagungen lernte er dann das archäologische Handwerk. Als sein „Gesellenstück“ bezeichnete Blechschmidt die Freilegung eines Kindergrabes in Holzheim. Später war er als Leiter der Archäologischen Denkmalpflege in der Stadt und im Landkreis Gießen unter anderem bei Ausgrabungen auf dem Schiffenberg und bei Restaurierungen der Burg Grüningen, des römischen Kleinkastells Holzheimer Unterwald sowie des Nordtores
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des Römerkastells Arnsburg tätig. „Spürnase, Beharrlichkeit und fachliches Können“ haben viele der Grabungen realisiert, sagte der ehrenamtliche Mitarbeiter Dr. Philipp Bockenheimer aus Linden in seinem Grußwort. Während dieser Zeit hat er „unermüdliches Engagement, rastlosen Arbeitseinsatz für die Archäologie und Heimatgeschichte“ sowie „stetige Bereitschaft, selbst mit anzupacken“ gezeigt, wie Kreisbeigeordneter Siegfried Fricke in seiner Rede betonte. Die archäologische Denkmalpflege werde sehr stark von den Personen geprägt, die sie ausüben, sagte Fricke weiter. Manfred Blechschmidt habe diese Position in seinen Augen „sehr positiv beeinflusst und auf hohem Niveau ehrenamtlich geleitet“. Auch die anderen Redner zeigten sich von der Arbeit Blechschmidts beeindruckt. Dr. Vera Rupp, stellvertretende Landesarchäologin von Hessen, erzählte, dass er eines ihrer Vorbilder sei und auch immer als Vorzeigebeispiel und Vorreiter für die ehrenamtliche Arbeit in ganz Hessen gelte. Im Verlauf seiner Arbeit hat Manfred Blechschmidt ein Netzwerk aus über 70 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Vereinen aufgebaut.
Dr. Fritz-Rudolf Herrmann, ehemaliger Landesarchäologe von Hessen, sieht den Grund in Blechschmidts „Gabe zu
In seinem Rückblick erzählte Kreisarchäologe Manfred Blechschmidt über seine „herrliche Zeit“, die er bei Ausgrabungen vor Ort verbrachte.
In seinem Rückblick erzählte Kreisarchäologe Manfred Blechschmidt über seine „herrliche Zeit“, die er bei Ausgrabungen vor Ort verbrachte.
überzeugen“ und der „Fähigkeit zu begeistern“. Auch in seinem Hauptberuf als Lehrer hat Blechschmidt seine Leidenschaft für Archäologie in Vorträge und Projekte einfließen lassen, indem er mit Schülern Informationstafeln gestaltet hat oder ihnen erklärt hat, wie Grabungen funktionieren. „Immer wieder hochinteressant“ seien für ihn auch Führungen, erzählte Blechschmidt in seinem Rückblick, da sie „immer wieder den Kontakt mit Menschen ermöglichten“. Seine Verabschiedung hätte er dagegen ganz anders geplant, sie sollte eigentlich still und leise sein. Aber gefallen hat sie ihm trotzdem. „Sie sehen mich ein bisschen bewegt“ begann er seinen Vortrag.
Aber auch, wenn er sich als Leiter der Archäologischen Denkmalpflege verabschiedet, wird er der archäologischen Gemeinschaft weiter zur Verfügung stehen. Das würde auch seiner Nachfolgerin, Barbara Steuernagel, gefallen, die hofft, dass Manfred Blechschmidt auch weiterhin seine „zahlreichen und interessanten Vorträge und Führungen am Limes anbietet“ und sein Engagement und Wissen über die Archäologie in und um Gießen einbringt.

Karl-Heinz Schäfer, Bürgermeister von Pohlheim, überreichte Manfred Blechschmidt einen „Limes-Trunk“ als Dank für die Verdienste Blechschmidts in der Archäologie, dazu zählt unter anderem die Abstimmung der Wanderwege am Welterbe Limes.
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In seinem Rückblick erzählte Kreisarchäologe Manfred Blechschmidt über seine „herrliche Zeit“, die er bei Ausgrabungen vor Ort verbrachte.
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Kreisarchäologe Manfred Blechschmidt rüstet seine Nachfolgerin, Barbara Steuernagel, mit dem nötigen Werkzeug für Grabungen aus.
Kreisarchäologe Manfred... 
Manfred Blechschmidt wurde nach 37 Jahren ehrenamtlicher Kreisarchäologie verabschiedet. Erste Reihe (von links): die zukünftige Kreisarchäologin Barbara Steuernagel, Hannelore Blechschmidt, Manfred Blechschmidt, Kreisbeigeordneter Siegfried Fricke.
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