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"Feiern und Eis" Mit HR3 nach Island (Teil 2)

von Mario Panzam 13.03.20091189 mal gelesenkein Kommentar
In der Perle
In der Perle
Pohlheim | Nach einem gigantischen Frühstücksbuffet mit zahlreichen Fischspezialitäten ging es dann am Morgen des zweiten Tages in die isländische Hauptstadt Reykjavik. Bereits im Umland Reykjaviks waren die Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sichtbar, die Island in heftigstem Maße getroffen hat. Zahlreiche Baustellen liegen brach, die Arbeiten dort sind eingestellt. Unzählige neu errichtete Wohnungen und Büroräume stehen leer.
Im Rahmen einer von einem isländischen Touristenführer, der die HR3-Truppe während des gesamten Islandaufenthaltes begleitete, geleiteten Stadtführung erkundete die Gruppe insbesondere die Altstadt Reykjaviks. Dabei besichtigte man auch zahlreiche historische Plätze und Gebäude, so z. B. das isländische Parlament, auf dessen Vorplatz vor wenigen Wochen die sogenannte „Pfannen- und Töpfe“-Revolution stattfand. Bei dieser Revolution trafen sich täglich tausende Isländer vor dem Parlament und machten durch das Schlagen auf Töpfe und Pfannen einen solchen Lärm, dass das Parlament nicht tagen konnte. Auf diese Art und Weise erzwang man dann tatsächlich auf friedlichem Wege den Rücktritt der Regierung, die neben den Bankmanagern für die Pleite des isländischen Staates verantwortlich gemacht wurde.
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Nach einem Bummel durch die Altstadt ging es dann zu einem Wahrzeichen Reykjaviks, der Perle (Perlan). Perlan ist ein Warmwasserspeicher in Islands Hauptstadt Reykjavík. Von hier aus wird die Stadt mit Warmwasser versorgt, auch die im Winter beheizten Gehwege und Straßen. Die Warmwassertanks - fünf der sechs sind noch in Betrieb - fassen jeweils bis zu vier Millionen Liter Warmwasser mit einer Temperatur von etwa 85°C. Durch seine erhöhte Lage auf einem Hügel kann Perlan alle Gebäude in Reykjavík ohne zusätzliche Pumpen mit Wasser versorgen. Einer der Tanks wurde trocken gelegt und beherbergt ein Saga-Museum. Am Dach der Tanks befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen Blick über Reykjavík und weit in das Land hinein erlaubt. Im obersten Stockwerk befindet sich ein Drehrestaurant, so dass man beim Essen ebenfalls den Rundblick genießen kann.
Danach hieß es für die Gruppe im neuen Hotel in Reykjavik einchecken und bereit machen für das Highlight des Tages: Des Besuch der Blauen Lagune! Die Blaue Lagune (Bláa Lonið) ist ein Thermalfreibad bei Grindavík auf der Reykjanes-Halbinsel auf Island. Sie liegt
Ein blauer Traum in der Blauen Lagune
Ein blauer Traum in der Blauen Lagune
nahe der Hauptstadt Reykjavík und des internationalen Flughafens in Keflavík und ist eine bekannte Touristenattraktion in Südwest-Island. Der See entstand als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi, das die Energie des gleichnamigen Vulkansystems nützt. Dort wird ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser aus einer Tiefe von etwa 2 km, das in dieser Tiefe bis zu 240 °C heiß wird, zur Oberfläche gepumpt, wo es zur Stromerzeugung genutzt wird. Anschließend fließt es in das umliegende Lavafeld. So bildete sich dort ein Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe. Zuerst kam der lokalen Bevölkerung der Gedanke, darin zu baden, bis schließlich das Thermalbad errichtet wurde. Dieses pumpt mittlerweile auch eigenes Thermalwasser aus der Erde. Einen besonderen Reiz hat das Baden in der Winterzeit. Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von etwa 37–42 °C und enthält Mineralsalze, Kieselerde und Algen. Der See hat eine Fläche von 5000 m². Kieselsäure erzeugt die blaue Farbe: Sie reflektiert v.a. blaue Strahlen bei Sonnenschein. Baden in diesem Wasser lindert nachweislich Psoriasis (Schuppenflechte) und andere Hautkrankheiten. Neben den Thermalbädern werden auch Saunen, Massagen und Dampfbäder angeboten sowie eine Reihe von Schönheitsprodukten aus den im Wasser enthaltenen Salzen und Algen hergestellt. Bei äußeren Temperaturen um den Gefrierpunkt war der Besuch der Blauen Lagune für HR3-Gruppe ein unvergessliches Erlebnis.
Der zweite Tag klang dann nach einem reichhaltigen Abendbuffet für meisten Teilnehmer mit einer Disco-Party mit HR3-DJ Roland Boros in einem altehrwürdigen Lokal in Reykjavik aus. Diejenigen, die noch nicht müde waren, erkundeten noch die Kneipen- und Clubszene in Reykjaviks Altstadt, wo bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wird.
(Fortsetzung folgt)

In der Perle
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Ein blauer Traum in der Blauen Lagune
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Die Blaue Lagune
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Links der Dom Reykjavis, recht das Parlamentsgebäude
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