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Giftiger "Riesenbärenklau" steht am Lückebach

Herkulesstaude mit Blütendolden
Herkulesstaude mit Blütendolden
Pohlheim | Da steht ja die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum, Apiaceae) unmittelbar vor meinem alten/neuen Zuhause. Das bemerkte dieser Tage der Alt-Watzenborn-Steinberger Bürger, Jochen Happel, der nach Jahren der beruflichen Tätigkeit im Siegerland nun wieder in sein Elternhaus in der Liebigstraße zurückgezogen ist. Denn im Siegerland, so berichtete er, ist die Herkulesstaude auch „Riesenbärenklau“ genannt, mancher Orts bereits zu einer Plage geworden. Da es sich hierbei zwar um eine imposante aber doch sehr gefährliche und giftige Pflanzenart handelt, informierte er umgehend Stadtverwaltung und Presse. Befasst man sich etwas näher mit dieser Pflanze, so ist zu erfahren, dass besonders in den jetzt anstehenden Monaten Juli und August die Vermehrung beziehungsweise Verbreitung durch die Samen am größten ist. Es besteht aber auch jetzt die größte Chance dieses rechtzeitig zu verhindern und einzudämmen.
Aber zurzeit stehen an drei Stellen entlang am Lückebach in Watzenborn-Steinberg zwischen Kindergarten-Germaniastraße und dem Sportplatz an der Neumühle die zwei Meter hohen Stauden und treiben ihre Dolden aus.
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Seit Jahren taucht diese "schöne" Pflanze mit ihrer imposanten Doldenblühte in unseren Landschaften immer wieder auf. Bevor nun in den Monaten Juli und August die großen Samenmengen die Dolden mit dem Wind bzw. über den Bachlauf verlassen, sollten die Dolden fachgerecht entfernt und auch die Pflanzen ausgegraben werden. Das entfernen/ausgraben der Pflanzen muss i.d.R. von den Forstbetrieben bzw. städtischen Fachabteilungen vorgenommen werden. Denn nur eine Verhinderung der Samenreife und das Ausgraben/Ausstechen ist eine effektive Bekämpfung der Herkulesstaude. Es muss so lange kontrolliert und nachgearbeitet werden, bis keine neuen Keimlinge mehr auflaufen.

Und was tun wir Bürger?
Die Bürger sollten die Augen offen halten und Einzelpflanzen bzw. Gruppenaufkommen an ihre Wohnortverwaltungen melden. Sie selbst sollten sich aber von den Pflanzen weit fern halten! Denn kommen wir Menschen mit dieser Pflanze in Berührung, verursacht dies schwere "Verbrennungen" auf unserer Haut und die Heilungsprozesse verlaufen äußerst schwierig und langwierig.
Bereits im 19. Jahrhundert soll die Pflanze aus dem Kaukasus eingeführt und in Botanischen Gärten als Zierpflanze kultiviert worden sein. Von dort soll sie aus allen möglichen Gründen in der Natur ausgewildert sein. Mittlerweile ist die Herkulesstaude jedoch zu einer Bedrohung geworden. Sie ist nicht nur eine Gefahr für uns Menschen, sondern unterdrückt auch andere Pflanzenarten in ihrer Umgebung.
Hier einige Links: www.jaegervereinigung-oberhessen.de, www.herkulesstaudenbekaempfung.de, www.uni-muenster.de/Chemie.pb/garten/herkulesstaude.html

Herkulesstaude mit Blütendolden 1
Herkulesstaude mit... 
Oben die weißen Dolden, unten die gezackten Blätter
Oben die weißen Dolden,... 

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Kommentare zum Beitrag

Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 26.06.2013 um 19:00 Uhr
Böse Plage - im Wetzbachtal, wo auch ein riesiges Vorkommen war, ist sie erfolgreich bekämpft worden.
Günther Dickel
2.310
Günther Dickel aus Pohlheim schrieb am 26.06.2013 um 20:35 Uhr
Danke für diese Rückmeldung!
Können Sie mir die Adresse der Firma nennen, die diese Bekämpfung durchgeführt hat?
Jutta Skroch
12.614
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 27.06.2013 um 00:09 Uhr
Warum muss so eine imposante Pflanze so gefährlich sein, schade. Man sieht sie ja oft auch an den Rändern der Autobahn.
Ulrike J. Schepp
1.180
Ulrike J. Schepp aus Reiskirchen schrieb am 27.06.2013 um 00:11 Uhr
Keine Ahnung wer das gemacht hat. Ist schon länger her. Vielleicht mal bei der Gemeinde Schöffengrund oder der Stadt Wetzlar nachfragen...
Birgit Hofmann-Scharf
9.994
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 27.06.2013 um 08:08 Uhr
Schutzanzug, Handschuhe und großen Spaten,
dann großzügig ausgraben !!!!
Nur, wie entsorgen ?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Günther Dickel

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Günther Dickel
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