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Spendenübergabe für die Holzheimer Kirchenrenovierung

Pohlheim | Holzheim (ul) „Unsere Kirche-mitten im Dorf......für die hab` ich was übrig!!!“ schreibt das um Kirchenvorsteher Herbert Jung neu gebildete Förderkreisteam zur Renovierung der Holzheimer evangelischen Kirche in dem jüngsten Gemeindebrief „Die Brücke“ (Ausgabe April-Juli 2012). Im Gemeindebrief werden neben zahlreichen anderen Themen die Kosten für die anstehende Renovierung der Holzheimer Kirche erläutert. Auf 475.000 Euro belaufen sich die Renovierungskosten, die vom Kirchenvorstand beschlossen und beantragt wurden. Davon bezahlt die EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) als erwartete Zuweisung 405.000 Euro und der Eigenmittelanteil der Kirchengemeinde beträgt 70.000 Euro (30.000 Euro Entnahme aus Rücklagen und 40.000 Euro durch Darlehnsaufnahme). Damit weder ein Darlehn aufgenommen werden muss, noch die Rücklagen angegriffen werden, bittet das „Förderkreisteam“ durch Spenden und/oder Aktionen den Eigenmittelanteil aufzubringen. Das Team hat im Gemeindebrief zwölf Vorschläge, wie zum Beispiel Kirchencafé, Sponsorenlauf, Flohmarkt oder auch Patenschaft für Kirchenfenster genannt und bittet um weitere
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Ideen und Vorschläge. „Wir lassen uns überraschen“, schreibt das Team. Ulrich Sann aus Holzheim las den Gemeindebrief und überlegte, „wie kann ich das Team überraschen und wie viel Geld habe ich für die Kirchenrenovierung übrig?". Ungefähr den Gegenwert einer Zigarette, etwas mehr als 25 Cent pro Tag, könne man sich doch leisten, ohne sich finanziell zu verbiegen. Die Renovierungsphase wird etwa ein Jahr, rund 365 Tage dauern. Also entschloss sich Sann, für diesen Zeitraum jeden Tag 30 Cent zu spenden. In der Summe sind das dann 109,50 Euro. Um einen glatten Betrag von 110 Euro zu erzielen, legte Sann noch "plus" 50 Cent "Weihnachtsgeld" dazu. Von seiner Spendenidee "365 plus" erzählte Sann Nachbarn und Bekannten, die seine Idee spontan gut fanden und ihre Teilnahme zusagten. So konnten am Samstag schon die ersten 12 Spenden an Kirchenvorsteher Herbert Jung überreicht werden. Da der Designer Cornelis Stoffer das von Daniel Zeiss als "Spendensparbüchse" gebaute Kirchenmodell fertig bemalt hatte, freuten sich die Spender ihre 110 Euro direkt durch die Schlitze im Dach des Modells zu spenden. Kirchenvorsteher Herbert Jung war von der Idee begeistert und spendete selber auch "365 plus", sodass von den dreizehn Spenderinnen und Spendern 1430 Euro zusammenkamen. Das „Förderkreisteam“ lädt zu einem Gemeindeinformationsabend am Mittwoch, 18. April 2012 um 19.30 Uhr in die evangelische Kirche ein. Dort berichtet eine Vertreterin des Architekturbüros Seidel und Muskau über den Stand der festgestellten Schäden und den Umfang der Sanierungsarbeiten. Die Besucher dürfen Fragen stellen und sich mit eigenen Ideen einbringen. Weitere Spenden, besonders unter dem Motto "365 plus", können an diesem Abend übergeben werden oder auch an die Volksbank Mittelhessen (Konto 97183929, BLZ 51390000) oder Sparkasse Gießen ( Konto 205026320, BLZ 51350025) überwiesen werden. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

Bild: Designer Cornelis Stoffer (Fünfter von links stehend ) hat das von Daniel Zeiss gebaute Kirchenmodell bemalt und am Samstag zur Spendenübergabe "365 plus" vorgestellt. Ulrich Sann (Bildmitte) hatte die Spendenidee "365 plus" und füllt das Kirchenmodell mit den Geldspenden durch die Schlitze im Dach der "Spendensparbüchse". Vorne sitzend von links: Brigitte Woldrich, Sigrid Klotz, Helga Sann. Hinten stehend von links: Helmut Tappe, Karl-Ludwig Jung, Jürgen Oelschläger, Helmut Jung, Cornelis Stoffer, Erich Klotz, Martin Gromes, Ulrich Sann, Volker Meckel, Matthias Jung und Kirchvorsteher Herbert Jung

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Kommentare zum Beitrag

Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 09.04.2012 um 18:31 Uhr
Ich finde Kirchengebäude auch wunderschön. Sind sie doch von unseren fleißigen Volkskameraden erbaut worden. Auch ihre Frauen haben indirekt mitgeholfen diese schönen Bauwerke zu errichten, in dem sie ihre Männer mit Essen versorgten, um diese körperliche anstrengende Arbeit zu tun.

Meine Idee ist es: Viele Jugendzentren wurden geschlossen aus Kostengründen oder ähnlichem. Man könnte doch die Kirchen nutzen für Zusammenkünfte der verschiedensten Art. Ich denke da an Feste mit Tanzen oder Spielen, was auch immer.
Im Grunde genommen wird der große Platz oder Raum in der Kirche so selten genutzt. Woanders wird da viel Miete verlangt, bei diesen vielen Quadratmetern.
Auch wenn sich der Chef des Hauses, der Priester oder Pfarrer dran stört. Seine Klientene hat nichts dazu beigetragen, ich denke nicht, dass diese auch nur einen Handschlag an der praktischen Arbeit dieser Gebäude mitgewirkt haben.
Somit ist es eigentlich Volksgut, gehört in dessen Hände und in deren Entscheidung, wie sie diese nutzen.
Klar, man wird mich nicht ernst nehmen, doch ich denke an all die Jugendlichen, die aus Langeweile zuhause am Onlinezocken oder Playstation spielen sind.
Es würde auch wieder mehr den Gemeinschaftssinn stärken und den Zusammenhalt unter dem Volk.

Zur technischen Umsetzung, wegen Kirchenbänken und anderem Praktischem: Im Zeitalter der Technik lässt sich auch dieses bewerkstelligen.

Zum Schluss: Das Gebäude ist kein "heiliger" Raum. Es gibt absolut nichts "Heiliges" auf der Erde. Wir sind Kinder der Erde und sind Naturwesen.
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von:  Christel Hölscher

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