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Abschied auf leisen Sohlen.....

Pohlheim | Möglicherweise ist es ein wenig seltsam, wenn sich der 1. Artikel einer "frisch gebackenen" Bürgerreporterin gleich mit einem sehr traurigen Thema befasst, dennoch will ich es tun!

Kürzlich musste ich mich von meinem geliebten Kater "Flecki" verabschieden. Er starb im stolzen Alter von 18 Jahren an Nierenversagen. Er war immer ein Kämpfer, verschmust und ganz Katze.

Es war unsagbar schwer für mich, die Entscheidung zu treffen, ihn von der Tierärztin einschläfern zu lassen, aber es musste sein, denn er hatte sich in den letzten Tagen aufgegeben, zog sich zurück und verweigerte schließlich die Nahrung.

Im Garten fand er jetzt seine letzte Ruhestätte.

Ein Freund von mir verlor seinen Hund auf ähnliche Weise. Er begrub ihn unter lautem Weinen in seinem Garten. Der Boden war gefroren. Das Radio spielte laute Musik.

Er fehlt mir. Es fehlt die abendliche Begrüßung, wenn ich nach einem langen und anstrengenden Tag von der Arbeit nach Hause komme, es fehlt das zufriedene Schnurren, wenn er sich seine Streicheleinheiten abgeholt hatte, es fehlt das Umsorgen, er fehlt einfach...!!

Alles steht noch an seinem Platz. Sein Kissen liegt auf dem Sofa, seine Näpfchen stehen noch an der alten Stelle.

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Er fehlt und dieses Gefühl ist sehr mächtig.

Kennen Sie das "Testament einer Katze" von Margaret Trowton??

"Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.

Ich würde auch solch`ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse ist alles, was ich geben kann."

Ich habe mich entschlossen, dem Testament Folge zu leisten, und einer armen, ungeliebten Katze seinen Platz zu geben.

Ich bin sicher, richtig zu handeln. Ich werde ihn nie vergessen, ein anderes Tier kann nicht seinen Platz einnehmen und ersetzen kann er ihn auch nicht, aber ich möchte, dass das neue Geschöpf in ihm weiterlebt.

Kommentare zum Beitrag

Hans Lind
1.680
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 18.11.2011 um 17:16 Uhr
Liebe Astrid,dieser Beitrag ist sehr traurig,aber sehr schön formuliert. Wenn man ein Tier veliert dann ist es immer schwer dies zu verkraften.Aber ich bin froh,daß es noch sollche Menschen wie Du gibt.
KREATIVE KA:OS
3.191
KREATIVE KA:OS aus Gießen schrieb am 18.11.2011 um 20:16 Uhr
Es ist schrecklich traurig, wenn ein geliebtes Tier von uns geht. Beinahe schlimmer, als wenn ein Mensch geht.
Ich habe vor kurzem einen Beitrag gesehen, der dieses "Mysterium" aufzuklären versuchte. Seine einfache Erklärung: Mit einem Tier erlebt man viel mehr positive Dinge.
Nicht verzweifeln und die gute Erinnerung wahren. Unser Kater hat auch ein schweres Erbe antreten müssen.
Und ich bin sicher, das ein Teil der Katzenseele auch in Ihrer neuen Katze weiterlebt.
Jenny Burger
1.588
Jenny Burger aus Buseck schrieb am 18.11.2011 um 22:42 Uhr
Leihe mir ein Tier


"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen",
hat Gott gesagt.
"Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?

Es wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen,
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.

Willst du ihm alle deine Liebe geben
und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?"

Mein Herz antwortete:
Mein Herr, dies soll geschehen!
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.

Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.

Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr Leben lang zu lieben."

(Verfasser unbekannt)
Andrea Mey
9.464
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 08.12.2011 um 22:05 Uhr
Ich bin erst jetzt durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und kann sehr gut mit Ihnen fühlen.
Jeder, der sein geliebtes Tier über die Regenbogenbrücke gehen lassen muß, verliert etwas sehr wertvolles: einen 4-beinigen Kameraden, der uns sein ganzes Leben lang begleitet hat - viel zu kurz erscheinen uns die schönen Jahre und es heißt irgendwann: Abschied nehmen.
Der letzte Gang ist immer der schwerste, aber das sind wir unserem Tier schuldig, es in seinen letzten Minuten nicht im Stich zu lassen.
Die Entscheidung, einem anderen Tier ein schönes zu Hause zu schenken war genau richtig: nun ist Kater Mogli bei Ihnen eingezogen und wird Ihnen sicher viel Freude bereiten.
Das ist Flecki´s Erbe...
Andrea Mey
9.464
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 08.12.2011 um 22:11 Uhr
Der Beitrag von Frau Burger ist sehr schön und es sind tröstende Worte, die über den Verlust sicher ein wenig hinweg helfen.
Ich möchte Ihnen anschließend auch noch ein kleines Gedicht für Ihren Flecki schicken:

Kleines Seelchen

Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.

Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.

Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.

Wenn wir uns dann wieder sehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.

Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
denn gemeinsam wollen wir,
doch die Ewigkeit verbringen.
Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freude gemacht,

Dank, sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.
Geh nach Haus zu all den Lieben,
sieh sie warten auf Dich drüben,
mach Dir keine Sorg` um mich,

Seelchen, ich vergesse` Dich nicht!

(Verfasser unbekannt)
Astrid Wetzel
122
Astrid Wetzel aus Pohlheim schrieb am 16.12.2011 um 09:26 Uhr
vielen Dank für dieses wunderschöne Gedicht.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Astrid Wetzel

von:  Astrid Wetzel

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Interessensgebiet: Pohlheim
Astrid Wetzel
122
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