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100 Jahre Wasserleitung Allendorf/Lahn

von Horst Klaumam 20.03.20111286 mal gelesen1 Kommentar
Horst Klaum
Horst Klaum
Pohlheim | 100 Jahre Wasserleitung in Allendorf/Lahn


Obwohl Horst Klaum schon
fast 10 Jahre in Pohlheim/Holzheim
lebt, hat er noch viele Erinnerungen
an das kühle Nass, welches aus den
Quellen in der Obergasse in Allendorf
fließt.

Im Jahre 1911 floss in den Häusern von Allendorf/Lahn das erste Mal Wasser aus dem Wasserhahn.
Es waren in den meisten Fällen drei Wasserhähne installiert: einer in der Küche, einer in der Waschküche und, wer es sich leisten konnte, bekam noch einen Wasserhahn im Hof montiert.
Bis ins Jahr 1911 wurde die Bevölkerung von Allendorf aus Brunnen versorgt. Die Brunnen waren im ganzen Ort verteilt und es war eine Selbstverständlichkeit, dass die Nachbarsleute bei ihren Nachbarn, die einen Brunnen auf ihrem Grundstück hatten, dort zu jeder Tages- bzw. Nachtzeit ihr Wasser aus dem Brunnen ziehen durften.
An das Wasser aus dem Wasserhahn hatten sich die Leute sehr schnell gewöhnt, sodass die mühsame Wassergewinnung aus Brunnen sehr bald in Vergessenheit geraten ist.
Die Brunnen sind leider in der nachfolgenden Zeit bis auf ganz wenige zugeschüttet worden und somit für die Nachwelt verloren gegangen.
Mehr über...
Allendorf/Lahn (6)100 Jahre Wasserleitung (1)
Brunnen, die noch vorhanden aber teilweise abgedeckt sind, befinden sich in der Hüttenbergstraße vor der Roten Schule und auf der Hofreite (Reinhart´s), heutiges Anwesen Hels (bei Kappesch), wo heute eine Maschinenhalle steht. Der Brunnen bei Rolf Kreiling, früher in Honams beim Aotsdennesch Ernst, ist noch in Betrieb und die alte Schwengelpumpe ist noch vorhanden. In der Obergasse 15 bei Roland Schulz, ehemaliges Haus Henkel, befindet sich noch ein funktionsfähiger Brunnen, der aber zurzeit auch verschlossen ist. Auch in der oberen Triebstraße existieren noch Wasserentnahmestellen, die in Funktion sind.
In dieser Zeit war den Leuten noch nicht klar, um welch wichtiges Lebensmittel es sich bei dem Wasser handelt und dass es in einer absehbaren Zeit nur noch in begrenzten Mengen zur Verfügung stehen wird. Es war ja so einfach den Wasserhahn aufzudrehen, das kostbare Nass zu genießen ohne dass man sich Gedanken machen musste, woher das kostbare Trinkwasser kam.

Die Kinder lernten es schon in der Schule, dass aus den Meeren, Flüssen und Seen das Wasser durch die Sonne verdampft, in die Atmosphäre aufsteigt, wo sich Wolken bilden, die dann als Regen wieder zur Erde kommen.
Auf der Erde angekommen versickert
Pumpe mit Brunnen
Pumpe mit Brunnen
der Niederschlag im Erdreich und durchfließt das Gestein unseres Planeten bis es gereinigt und mit Mineralstoffen angereichert wieder durch Quellen an das Tageslicht kommt. Dadurch schließt sich der Kreislauf und den Menschen steht wieder das lebensnotwendige Trinkwasser zu Verfügung.
Leider gibt es auf unserer schönen Welt Regionen, in denen dieser Kreislauf nicht funktioniert und die dort lebenden Menschen mit schmutzigem Wasser
ihr Dasein fristen müssen.
Heute, nach einhundert Jahren, hat diesbezüglich ein gewaltiges Umdenken bei den Menschen stattgefunden und man weiß, welch kostbares und lebensnotwendiges Gut das Wasser für die Menschen ist. Es ist bekannt, dass man damit sparsam umgehen muss und dass wir die Pflicht haben, dieses wertvolle Element zu schützen.
Erst in den letzten fünfzig Jahren ist man wieder dazu übergegangen, auf den einzelnen Grundstücken nach Wasser zu suchen und Brunnen zu bohren. Dies geschieht jedoch nicht aus purem Tatendrang oder Langeweile. Die Menschen haben erkannt, dass das Wasser nicht nur ein gut schmeckendes Lebensmittel und für den täglichen Gebrauch unverzichtbar ist, sie haben auch erkannt, dass jeder Tropfen, der durch den Wasserzähler läuft, sehr teuer bezahlt werden muss. Die Einführung von Wasserzähler hatte also nicht nur einen wirtschaftlichen Nutzen, sondern führte dazu, dass die Menschen mit dem kostbaren Nass auch sparsamer umgehen.
Sammelbehälter
Sammelbehälter
Die Zeit war vorbei, in der man mit sogenannten Injektorpumpen das Grundwasser aus dem Keller gepumpt hat. Hierbei wurde ein Injektor in die Wasserleitung eingebaut, die durch einen Pumpenschacht führte. Durch die Strömung des fließenden Wassers wurde das Schmutzwasser in den Abfluss gespült. Das Verhältnis hierbei war 1/3 zu 2/3, was bedeutet, dass man für das Entfernen von einem qm Schmutzwasser zwei qm Frischwasser benötigte.
In früheren Jahren wurde Regenwasser in Wannen und Fässern aufgefangen, um damit die Wäsche zu waschen oder das Vieh zu tränken. Die Nutzung von Regenwasser hatte zu dieser Zeit noch nicht all zu viel mit einem sparsamen Wasserhaushalt zu tun, aber man hatte erkannt, dass das Regenwasser sehr weich war und die Frauen damit ein gutes Waschergebnis erzielen konnten.
In der sogenannten Wirtschaftswunderzeit wurden die Haushalte mit viel versprechenden Waschmittelprodukten der Industrie überschüttet und das gute weiche Regenwasser geriet in Vergessenheit.
Im einundzwanzigsten Jahrhundert hat das Regenwasser in den Haushalten wieder an Bedeutung gewonnen. Es wird in Zisternen gesammelt und mit entsprechenden Filteranlagen für Waschmaschinen, Toilettenanlagen, Autopflege usw. aufbereitet und verwendet.
Altes Pumpenhaus
Altes Pumpenhaus
Das Wasser aus den Allendörfer Brunnen oder Leitungen war ein Trinkwasser von hoher Qualität. Es hatte alle Eigenschaften, die an ein wohlschmeckendes Wasser gestellt werden und hätte eigentlich den Namen „Mineralwasser“ verdient.
Leider hat es als Gebrauchswasser nicht ganz die Ansprüche erfüllt und war mit bis zu 15dH Graden ein sehr hartes und kalkhaltiges Wasser.

Warmes Wasser wurde früher in der Regel mit dem Kohlenherd hergestellt. Für den täglichen Gebrauch stand rund um die Uhr ein Wasserkessel, meist mit einer Druckpfeife versehen, auf dem Herd und auf der Seite im Herd war ein sogenanntes Wasserschiff eingebaut.
Durch diese beiden Behälter war sichergestellt, dass bei regelmäßigem Nachfüllen immer heißes Wasser zur Verfügung stand. Die Temperatur in dem Kessel wurde durch hin und herschieben auf der Herdplatte geregelt. Brauchte man sehr heißes Wasser, wurde der Kessel in die Mitte der Herdplatte geschoben und wenn die Druckpfeife ihr Signal abgab, war das Wasser am Kochen und konnte zum Kaffeebrühen verwendet werden.
Durch die ständige Bereithaltung des warmen Wassers in den Behältern kam es zu starker Ablagerung von Kalk innerhalb der Behälter und so konnte es vorkommen, dass in verhältnismäßig kurzer Zeit die Innenwände mit einer zentimeterdicken Kalkschicht überzogen waren.
Hochbehälter
Hochbehälter
Gesundheitlich war das kein Problem, aber durch die dicke Schicht der Ablagerungen ging immer weniger Wasser in die Behälter. Da zu dieser Zeit die Chemie nicht jedem zur Verfügung stand, wurden die Behälter meistens mechanisch vom Kalkansatz befreit, was oft zur Folge hatte, dass die Behälter beschädigt wurden und ersetzt werden mussten.

Das gute Trinkwasser kam aus einer Brunnenanlage in der Obergasse und wurde in dem Sammelbehälter, der sich in unmittelbarer Nähe der Brunnen befindet und heute noch in Funktion ist, gesammelt.
Der Sammelbehälter befindet sich gegenüber dem Anwesen Obergasse 19 und wird von den ortsansässigen Landwirten genutzt, die mit dem frischen Quellwasser ihre Tiere tränken.



Von dem Sammelbehälter führte eine gusseiserne Wasserleitung durch die Obergasse und die Untergasse zum Pumpenhaus, welches auf dem Grünflächendreieck zwischen Triebstraße, Bergstraße und Klein-Lindener-Straße stand. Das Pumpenhaus ist leider der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Von hier wurde das Wasser mit einem Elektromotor über eine Transmission mit flach liegenden Kolbenpumpen in den Hochbehälter „Am Ehrsamer“ Weg gepumpt.

Von diesem Hochbehälter wurden die einzelnen Häuser mir Wasser versorgt.
Der Hochbehälter befand sich zur Bauzeit der Wasserleitung an höchster Stelle
der Bebauung von Allendorf. Durch die Standortwahl war sicher gestellt, dass die am höchsten gelegenen Häuser, also die Friedhofstraße, Triebstraße, Bergstraße, die verlängerte Untergasse Richtung Klein-Linden und die Obergasse durch das natürliche Gefälle mit Wasser versorgt wurden. Bedingt durch den geringen Höhenunterschied, der sich bei der Ortserweiterung in den Jahren 1950/1960 zwischen dem Hochbehälter und den Neubaugebieten Weinbergstraße, Kahlweg, Hochstraße und dem unteren Teil vom Ehrsamer Weg ergab, waren die Druckverhältnisse in diesen Baugebieten sehr niedrig und die Wasserversorgung sehr schlecht. Zu dieser Zeit wurden schon in jedes Haus Toiletten mit Wasserspülung eingebaut, die aber nur mit hoch hängenden offenen Spülkästen funktionierten. Für die Druckspüler fehlte der erforderliche Druck und die modernen Spülelemente, wie wir sie heute kennen, standen noch nicht zur Verfügung.

Das Leitungsnetz und Pumpenhaus wurde von der Gemeinde betreut und verwaltet. Der letzte ehrenamtliche Wassermeister war Otto Hildebrand (Deise Otto).
Er hatte die Aufgabe dafür zu sorgen, dass immer genügend Wasser im Hochbehälter war. Er stellte fest, ob der Sammelbehälter in der Obergasse gefüllt war, schaltete dann die Pumpen im Pumpenhaus an und pumpte das Wasser in den Hochbehälter. Vom Hochbehälter floss das Wasser über Rohre ins Dorf beziehungsweise in die einzelnen Häuser. Der Höhenunterschied
zwischen Hochbehälter und den niedrigsten Zapfstellen im Unterdorf betrug ca. 40,0 m wodurch im günstigsten Fall immerhin ein Druck von ca.4 bar zur Verfügung stand. Die Wartung und Pflege der Pumpanlage gehörte ebenfalls zu seinen Aufgaben. Seine Arbeitszeit unterlag keiner festen Regelung, sondern richtete sich immer nach dem Zulauf von den Quellen bzw. dem Wasserverbrauch durch die Bevölkerung.
In den Anfangszeiten der neuen Wasserleitung war die Quellenleistung für die Bevölkerungszahl von Allendorf ausreichend, aber es musste in trockenen und heißen Sommermonaten doch schon recht sparsam mit dem Wasser umgegangen werden. Es gab Zeiten, in denen das Wasser nur in begrenztem Maße zur Verfügung stand, so im Jahre 1947, wo es einen besonders heißen Sommer gab und die Quellen nur noch wenig Wasser abgaben. In dieser Zeit lief das Wasser nur zeitweise aus dem Wasserhahn. Dies veranlasste die Gemeindeväter dazu, im Jahre 1949 einen zusätzlichen Brunnen bauen zu lassen.
Als am 20.12.1949 am Vormittag plötzlich die Feuersirene heulte und die Kirchenglocken läuteten wurde bekannt, dass der im Bau befindliche Brunnen eingestürzt war und ein Arbeiter verschüttet worden sei. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen durch die Arbeitskollegen, die Bevölkerung und durch Einsatzkräfte der amerikanischen Streitkräfte, die mit Bergungsgerät zur Hilfe geeilt waren, konnte der Arbeiter am Abend leider nur tot geborgen werden.

Durch den neuen Brunnen war die Wasserversorgung für die Bevölkerung von Allendorf sicher gestellt. Für die Instandsetzung des Rohrnetzes innerhalb der Gemeinde waren der Schmiedemeister Ernst Volk und sein Bruder Albert Volk (die zwie Aotsdennesch) verantwortlich. Sie wurden unterstützt vom Herrn Dietrich (Rudiese Opa) und Herrn Göttlicher. Die beiden Herren waren Heimatvertriebene und verdienten sich in der Gemeinde etwas Geld. Sie wurden bei Bedarf vom Bürgermeister Volk eingesetzt und legten mit Hacke und Schaufel schadhafte Stellen an der Wasserleitung (Rohrbruch) frei.
Nachdem die Leitung freigelegt war, mussten der Ernst und der Albert die Leitung wieder in Ordnung bringen. Hierzu wurde die Schadstelle begutachtet und das benötigte Material aus dem „Magazin“ besorgt werden. Das Magazin war ein Keller im alten Gemeindehaus bei der Kirche und von der Hintergasse zugänglich. Es war der Keller in dem nach dem Krieg von Frau Lina Heep (Botterlina) die Milch mit einem Litermaß gemessen und Salzheringe stückweise aus Holzfässern ausgegeben wurden.
Das Vorhalten von einigen Rohren und Formstücken war notwendig, weil keine Fahrgelegenheit vorhanden war, mit der man mal schnell nach Gießen fahren konnte, um solche Reparaturteile zu holen. Es bestand ein gewisser Vorrat der im Laufe des Jahres immer wieder ergänzt und nach Bestellung durch den Bürgermeister von einer Gießener Firma angeliefert wurde.
Die Arbeiten wurden stets mit äußerster Schnelligkeit, Präzision und Zuverlässigkeit ausgeführt, sodass das Abstellen der Wasserleitung so kurz wie möglich gehalten wurde. Die Straßen waren noch nicht befestigt und man brauchte keine Teerdecke zu öffnen, dennoch war das Freilegen der Leitung eine schwere körperliche Arbeit. Nachdem die „Zwie“, der Ernst und der Albert Volk, die Reparatur vollendet hatten, waren wieder die Herrn Dietrich und Göttlicher an der Reihe, um das Loch zu verfüllen. Auch dies war Schwerstarbeit, musste doch der Aushub wieder in das Loch geschaufelt und mit einem Stampfer von Hand verdichtet werden.
So ein Rohrbruch war in der Regel in einem, höchsten zwei Tagen komplett repariert. Es brauchte auf keinen Bagger und kein Material gewartet zu werden, es kam kein Meister zum Begutachten, es ging kein Rüttler kaputt. Der Bürgermeister war der Chef, er ordnete an, was die Arbeiter zu tun hatten, er überprüfte die Arbeiten und am Abend war in der Regel von dem Rohrbruch nichts mehr zu sehen. Wochenlange Baustellen, wie wir sie heute kennen, gab es damals nicht.

Horst Klaum ist mit der Wasserleitung in Allendorf in mehrfacher Hinsicht eng verbunden. Er hat den Beruf des Wasserinstallateurs erlernt. In den Neubaugebieten am Weinberg und in der Hochstraße hat er als Lehrling in einigen Häusern mitgearbeitet, um die Verbindung vom Hausanschluss zu den Wasserleitungen in den Neubauten herzustellen.
Als Feuerwehrmann war er immer bei der Hydrantenpflege dabei und hat mit dazu beigetragen, dass die Hydranten gespült, auf Gangbarkeit überprüft und im Herbst die Deckel eingefettet wurden. Das war notwendig, damit sie im Winter nicht zufrieren konnten und immer einsatzbereit waren.
Über mehrere Jahre hat er für die Stadtwerke Gießen, denen nach der Eingemeindung von Allendorf zu der Stadt Gießen das gesamte Wassernetz von Allendorf übergeben wurde, die Wasserzähler abgelesen. Bei dieser Arbeit kam er in jedes Haus und wusste nach mehrmaligem Ablesen genau, in welchem Keller der Wasserzähler zu finden war.

Die Trinkwasserversorgungsanlage, wie sie im Jahre 1911 erbaut und genutzt wurde, hat den Bürgern von Allendorf Jahrzehnte lang gute Dienste geleistet und in all den Jahren stets ein Lebensmittel von hervorragender Qualität geliefert.
Mit der Auflage der Neubaugebiete Klein-Lindener-Straße, Am Zehntfrei, Kahlweg, Ehrsamer Weg, Am Gallichten und Am Kasimir im Jahre 1969 war den Verantwortlichen klar geworden, dass die Wasserversorgung dieser Baugebiete nicht funktionieren würde.
Die Druckverhältnisse sowie die von den Quellen kommende Wassermenge waren nicht ausreichend. Die vorhandene Versorgungsanlage hätte mit einem erheblichen Kostenaufwand erweitert und saniert werden müssen.

Daher wurde beschlossen, (ca.1970) die örtliche Brunnenanlage außer Betrieb zu setzen und das Wassernetz mit dem Wasser der an Allendorf vorbei laufenden Fernwasserleitung, die von der Brunnenanlage in Stadtallendorf bei Marburg kam, zu speisen. Der Vertrag hierzu wurde schon im Jahr 1956 geschlossen. Jetzt hatten die Bürger von Allendorf/Lahn wieder genügend Wasser und Druck auf der Leitung und zwar aus Stadtallendorf bei Marburg.
Allendorf bezog im Jahr 2010 exakt 83044 qm Frischwasser aus Stadtallendorf.

Die gute Zeit war vorbei, in der man nach getaner Feldarbeit durstig nach Hause kam, sich als erstes den Wasserschepper nahm und einen herzhaften Schluck von dem wohlschmeckenden Wasser einverleiben konnte. Manchmal reichte die Zeit nicht mal bis in die Küche und es ging direkt im Hof an den Wasserhahn. Die Aussage „Ich habe Durst“ wurde oft mit „Dann henk de Kopp inner de Wasserkrune“ beantwortet. In der guten „alten Zeit“ wurde der Durst fast nur mit Wasser aus der Leitung gestillt, wogegen heute das Wasser überwiegend im Getränkemarkt in Plastikflaschen besorgt wird. Ob sich der Geschmack der Menschen geändert hat, darf im vorliegenden Fall zu Recht bezweifelt werden.

Die Wasserversorgung durch die Fernleitung, die ja von Stadtallendorf/Marburg bis nach Wetzlar/Schöffengrund reicht, funktioniert einwandfrei und zuverlässig. An der Wasserqualität ist ebenfalls nichts auszusetzen. Sie ist eine wichtige und empfindliche Lebensader in der Region.
In der heutigen Zeit, in der Terroristen und sonstige Idioten ihr Unwesen treiben, sollte der Gedanke über die Sicherheit der Wasserversorgung schon erlaubt sein.
Und hier stellt sich die Frage, ob die Brunnenanlage, der Sammelbehälter und der Hochbehälter in Allendorf nicht erhaltenswert sind, damit im Notfall auf diese Anlage zurückgegriffen werden kann. Mindestens sollte eine Minimalerhaltung dieser Anlagen angestrebt werden und ein totales Stilllegen oder gar ein Abriss unbedingt verhindert werden.
Mit Sicherheit sind einhundert Jahre fließendes Wasser in Allendorf ein klassisches Jubiläum, und bestimmt ein Grund zum Feiern.
Ein Brunnen oder Wasserfest, egal wie man es nennen mag, wäre bestimmt geeignet, diese 100 Jahre würdevoll in Erinnerung zu rufen.


Horst Klaum

Horst Klaum
Horst Klaum 
Pumpe mit Brunnen
Pumpe mit Brunnen 
Sammelbehälter
Sammelbehälter 
Altes Pumpenhaus
Altes Pumpenhaus 
Hochbehälter
Hochbehälter 

Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
9.296
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 20.03.2011 um 15:27 Uhr
Interessanter Artikel, man merkt, da schrieb jemand mit Orts- und Sachkenntnis.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Horst Klaum

von:  Horst Klaum

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Interessensgebiet: Pohlheim
Horst Klaum
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