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Endstation Sehsucht - Theater für Fortgeschrittene?

Pohlheim | Welchen Sinn erfüllt ein Theaterstück? Diese Frage stelle ich mir nach dem Besuch der Premiere von "Endstation Sehnsucht" im Giessener Stadttheater.
Es sollte nach längerer Zeit mal wieder ein Abend im Theater werden mit einem bekannten Stück (da kann ja nichts schief gehen...) und entsprechender Unterhaltung. Gesehen haben wir ein Stück, welches sich dem Besucher nur selten erschloss und im ersten Teil träge dahinfloss, einem Bühnenbild in schlichtem Weiss (sieht man vom Hintergrund in kpl. Schwarz ab) und Szenen, die teilweise die Geduld der Zuschauer extrem strapazierten (bei der "Interpretation" des Pokerspiels fehlte nur noch, dass einer Schach ruft und der andere wild gestikulierend Abseits reklamiert).
Auch wenn Theater keine seichte Unterhaltung darstellt (warum eigentlich nicht?), kann man doch sichlich ein Mindestmaß erwarten. Der erfahrene Theaterbesucher mag uns mangelndes Verständnis für die künstlerische Umsetzung des Stückes vorwerfen - trotzdem oder gerade deswegen war der Abend eine Enttäuschung. Ich hoffe, anderen Besuchern hat das Stück gefallen und sie werden weiterhin regelmäßig die Vorstellungen im Stadttheater besuchen. Wir müssen uns erst einmal erholen und werden sicherlich bis zum nächsten Besuch einige Zeit verstreichen lassen.
Ich würde mich freuen, wenn andere Besucher der Vorstellung mir ihre Eindrücke auf diesem Wege mitteilen - Kunst ist ja nunmal subjektiv...

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Kommentare zum Beitrag

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BM_2011 Hungen aus Hungen schrieb am 07.03.2011 um 14:03 Uhr
Irgendwie muss ich immer wieder feststellen, dass Gießen doch noch Provinz ist. Kommt einmal etwas anderes außer im Kleid eines Weihnachtsmärchens oder bekannten Klassikers daher scheint man überfordert. Kunst ist Kreativität und kein Fließbandprodukt. Daher zolle ich Regisseur und Schauspielern hohen Respekt zu dieser Aufführung, die beste Werbung für das Stadttheater Gießen war. Vom Vorbild des verfilmten Klassikers hat man sich dementsprechend bestens abgesetzt. Künstlerisch eben...
Gunther Haschker
130
Gunther Haschker aus Pohlheim schrieb am 07.03.2011 um 17:11 Uhr
... wie ich bereits erwähnte: Kunst ist subjektiv - sollte aber dem Betrachter zugänglich sein.
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von:  Gunther Haschker

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Gunther Haschker
130
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