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Starke Einzelresultate - Aufstieg der Mannschaft fraglich

Pohlheim | Letzes Kapitel der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen 2008 war der Durchgang der Schwimmbezirke des Hessischen Schwimmverbandes am vergangenen Wochende. Der Bezirk West veranstaltete seinen Wettkampf im Hallenbad in Stadtallendorf. Auch hier ist das Verfahren wie in den anderen Ligen: Jeder Verein muß jede Strecke zweimal besetzen, die erzielten Zeiten werden in Punkte umgerechnet und diese addiert. Die jeweils zwei punktbesten Mannschaften aus allen vier hessischen Schwimmbezirken steigen dann in die hessische Landesliga auf, evtl sogar mehr, wenn aus anderen Gründen Mannschaften aus der Landesliga zurückgezogen haben bzw. zwangsabsteigen mussten. Daher wird die Aufstiegsfrage auch erst im Laufe der Woche beantwortet werden können.
Die SG Mittelhessen um Trainer Andreas Borchert hatte in Stadtallendorf ihre erste und zweite Männermannschaft, sowie eine zweite Damenmannschaft mit insgesamt 30 Schwimmern gemeldet.

1. Männermannschaft
Im vergangenen Jahr hatte die Mannschaft den Aufstieg in die Landesliga deutlich verpasst. Mit 15669 Punkten wurden diesmal knapp zweihundert Punkte mehr, als
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vorher aufgrund der Saisonbestzeiten berechnet, die Mannschaft lag damit im Endergebnis aber knapp 1000 Punkte hinter der sehr stark auftretenden 2. Mannschaft des TV Wetzlar. Aus den bereits erwähnten Gründen bleibt abzuwarten, ob diese Punktzahl für den Aufstieg ausreichen wird. Entsprechend zurückhaltend äußerte sich auch Trainer Andreas Borchert nach Abschluß der Wettkämpfen: "Mit den Einzelergebnissen können wir sehr zufrieden sein, das Mannschaftsergebnis hätten wir uns allerdings im Hinblick auf den Aufstieg noch etwas besser erhofft."
Im letzten Jahr wurde er wegen seines USA-Aufenthaltes noch schmerzlich vermisst, in diesem Jahr konnte er dafür umso mehr auftrumpfen. Mit über 2600 Punkten war Tjard Neumann (Jg 91) der eifrigste Punktesammler der Mannschaft. Herrausragend dabei seine Vereinsrekorde über die beiden Freistilsprintstrecken für die er jeweils über 650 Punkte erhielt. Über 50m Freistil durchbrach er mit 0:24,92 die 25 Sekunde-Grenze und ist damit nur noch knapp 3/10 Sekunden vom Uralt.Vereinsrekord des Gießener SV auf dieser Strecke entfernt. Auf der 100m Strecke blieb die Uhr für ihn bei 0:55,07 stehen. Auch die 100m Schmetterlingszeit von 1:08,13 lag noch unter der alten Vereinsrekordzeit.
Zweitbester Punktesammler war der 27jährige Student Fabian Quirmbach, der zum erstenmal für das SGMH Team bei der DMS antrat und viermal die bestehenden Vereinsrekorde verbessern konnte. Über 100m Brust erhielt er für 1:12,34 mit 550 Punkten seine höchste Punktzahl. Den 200m Brust-Rekord steigerte er auf 2:45,44. Seine Vielseitigkeit stellte er mit neuen Bestmarken von 1:06,76 über 100m Lagen bzw. 2:45,44 über 200m Lagen unter Beweisl
Falko Remmert (Jg 88) steuerte vier Ergebnisse jenseits der 500 Punkte-Marke zum Mannschaftsergebnis bei. Über 50m Freistil stellte er mit 0:26,45 einen neuen persönlichen Rekord auf. Im abschließenden Rennen über 100m Freistil schlug er nach guten 0:58,43 an und verbesserte sich außerdem noch über 100m Lagen auf 1:06,98.
Mehr als überraschend auch die Leistungen des Frankenbergers Thorsten Althaus (Jg 80). Ihm gelang das Kunststück sich über 100m Schmetterling um 3,5 Sekunden auf die neue Vereinsrekordzeit von 1:06,39 zu verbessern. Mit seiner 400m Lagen-Zeit von 5:30,02 übertraf er auch auf dieser Strecke um knapp 3 Sekunden.
Der Biebertaler Dennis Golchert (Jg 87) gewann sicher sein Rennen über 50m Rücken mit guten 0:31,24. Über 200m Freistil, die er sonst eher selten schwimmt, steigerte er sich um 11 Sekunden auf 2:20,32.
Auf die Minute topfit präsentierte sich auch Chris Hartmann (Jg 93) von der KSG Bieber. Über 200m Brust stellte er zwischenzeitlich mit 2:51,45 einen neuen Vereinsrekord auf, ehe Fabian Quirmbach ihm diesen wieder entriss, Mit 0;35,29 war er auch über 50m Brust so schnell wie noch nie und brachte zudem mit 5:38,10 über 400m Lagen wichtige Punkte auf das Konto des Teams.
Mit einem neuen Vereinsrekord meldete sich der 30 jährige Gießener Rafael Kurzawski wieder in der Mannschaft zurück. Mit 0:33,56 auf seiner Lieblingsstrecke 50m Brust zeigte er dem Nachwuchs wieder einmal seine Grenzen auf. Auch die 100m Zeit von 1:15,45 gehörte zu den besten dieses Wettkampfes.
Henning Pidde (Jg 94) löste die immer undankbare Aufgabe, die 200m Schmetterling zu schwimmen, bravourös. Um über 11 Sekunden steigerte er seine alte alte Bestmarke auf 2:47,54 uns setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen hinter die guten Leistungen der SG Mittelhessen Männer.
Danyal Komac (Jg 95), Medaillenhoffnung über die Sprintstrecken bei den noch anstehenden Hessischen Jahrgangsmeisterschaften musste sich in den Dienst der Mannschaft stellen und diesmal über die von ihm überhaupt nicht geliebten 400m Freistil und 1500m Freistil ran. Über beide Strecken erledigte er mit 5:01,47 bzw. 20:04,76 seinen Job jedoch ausgezeichnet.
Weiterhin schwammen in der 1. Mannschaft: Stefan Alt, Andreas Borchert

2. Männermannschaft
Um dem Nachwuchs auch das Erlebnis einer Mannschaftsmeisterschaft zu geben, hatte die Startgemeinschaft eine zweite Männermannschaft gemeldet.
Im Rückblick hätte man ihn eigentlich in der ersten Mannschaft melden müssen: Christian Happel (Jg 80), schon immer ein begnadeter Sprinter, stellte diese Fähigkeit auch in Stadtallendorf wieder unter Beweis. Besonders mit seiner Zeit von 0:29,73 über 50m Schmetterling hätte er der ersten Mannschaft noch ein paar Punkte mehr eingebracht. Die 50m Freistilzeit von 0:26,49 brachte zudem noch eine Punktzahl weit jenseits der 500m Punkte-Marke.
Tom Noll (Jg 93), vor wenigen Wochen noch sehr erfolgreich bei den deutschen Sprintmeisterschaften der Gehörlosen-Schwimmer, zeigte auch in Stadtallendorf wieder sehr gute Leistungen. Sene qualitativ besten Zeiten erzielte er mit 1:15,32 über 100m Schmetterling und 2:44,87 über 200m Lagen.
Ebenfalls recht achtbar aus der Affäre zog sich der mit 12 Jahren Jüngste der Mannschaft, Jonathan Heil (Jg 96), der sich mit 3:55,00 bravourös über die 200m Schmetterling kämpfte.
Weitere Mitglieder der 2. Mannschaft: Daniel Fodor, Felix Leon Sandmüller, Marcel Reichel, Robin Schleenbäcker, Simon Marauhn, Wilko Frenzel

2. Damenmannschaft
Der weibliche Nachwuchs der SGMH brachte es mit 10018 Punkten auf ein sehr beachtliches Ergebnis. Zahlreiche gute Einzelergebnisse rundeten das erfreuliche Bild ab.
Die mit 10 Jahren jüngste im Team, Paula Wirth (Jg 98), überzeugte mit 13:01,39 über 800m Freistil und 3;15,93 über 200m Rücken.
Die Biebertalerin Joanna Wagner (Jg 94) brachte es bei vier Starts auf vier neue Bestmarken. Den größten Sprung machte sie auf der 200m Schmetterlings-Distanz, auf der sie sich um 18 Sekunden auf 3:29,07 verbesserte. Auf der halben Strecke schlug sie nach starkem Rennen in 1:34,49 an.
Lea Seibert (Jg 96) zeigte sich ebenfalls in guter Form. Mit 6:13,82 über 400m Lagen und 1:14,98 über 100m Freistil erschwamm sie sich ihre besten Punktzahlen.
Knapp schneller auf dieser Strecke und damit schnellste Freistil-Schwimmerin des Teams war Jessica Marn (Jg 93) in 1:13,07.
Weitere Mitglieder der 2. Damenmannschaft: Anna Lena Rupp, Geraldine Becker, Rhea Lampien, Sima Theresa Adams, Tabea Barz.

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von:  Ulrich Ringleb

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