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Konkurrenz für „Ratzi“: Wir sind Päpstin! Ein bildschönes Schwarzwaldmädel auf dem Stuhl des Pontifex

Vorschusslorbeeren: „Eine Bessere hätten wir für diese Rolle nicht finden können“ sagt Produzent Peter Scholz. Sabrina Wecklerin freut sich auf ihren  neuen Job als „Päpstin“.
Vorschusslorbeeren: „Eine Bessere hätten wir für diese Rolle nicht finden können“ sagt Produzent Peter Scholz. Sabrina Wecklerin freut sich auf ihren neuen Job als „Päpstin“.
Pohlheim | Konkurrenz für Benedikt XVI. Und die sieht allemal besser aus, kann deutlich besser singen und ist auch in anderen Bereichen wesentlich entspannter als „Ratz-Fatz“. Wir sind Päpstin! Eine Frau als Pontifex? Undenkbar! Noch! Soll aber alles schon mal dagewesen sein. Behauptet zumindest Donna W. Cross in ihrem gleichnamigen fiktiven Historien-Thriller. Die Schwarte der US-amerikanischen Bestsellerautorin zählt laut ZDF zu den zehn beliebstesten Büchern der Deutschen. Nachdem Soenke Wortmann den spannenden Stoff verfilmt hat (wird Ende des Jahres als Mehrteiler im Fernsehen ausgestrahlt) scheint es nun an der Zeit, ihn auch auf die (Musical-)Bühne zu bringen. Und so soll und wird es geschehen.
Die kleine, unabhängige -Produktionsfirma „spotlight“ schickt sich an, damit der Bischofsstadt Fulda, gleichzeitig Sitz des Unternehmens, zum zweiten Male eine Welturaufführung zu bescheren. Und das wäre dann schon die dritte aus diesem Hause in Folge. Nach „Bonifatius“ in 2004 hatten die Nordhessen drei Jahre später im Landestheater in Eisenach mit „Elisabeth – Die Legende einer Heiligen“ ein zweites Meiserstück mit Weltpremierencharakter hingelegt. Und jetzt „Die Päpstin“. Premiere wird am 3. Juni 2011 im hiesigen Schlosstheater sein. Der Vorverkauf hat bereits am 1. September begonnen.
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De facto kaufen die Ticket-Interessenten damit die Katze im Sack, doch wer die beiden Vorgängerproduktionen erlebt hat, darf sicher sein, hier keine Fehlinvestition zu tätigen. Zumal Dennis Martin als Komponist und Librettist wieder hinter dem Ganzen steckt. Und der Mann hat ja bereits mit „Boni“ und „Eli“ (beide Produktionen wurden mit dem Da Capo Award ausgezeichnet) bewiesen, welch Potential in ihm schlummert. Seine Melodien sind mitreißend und eingängig, die Texte (in der Vergangenheit teils in Zusammenarbeit mit Produzent Peter Scholz entstanden) sind intelligent und haben Witz und Niveau.
Der Schleier, auf was sich das Publikum einstellen darf, etwas gelüftet haben die Verantwortlichen inzwischen auch schon. Zum offiziellen Ticketverkaufsstart präsentierten sie im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses zwei Live-Hörproben, die großen Appetit auf mehr machen. Und die Gelegenheit war günstig, an Ort und Stelle gleich auch die Hauptdarstellerin und „Titelheldin“ zu präsentieren. Und das wird niemand Geringeres als Sabrina Weckerlin sein. Nicht zuletzt nach seinem überzeugenden Job als „Heilige Elisabeth“ war das Schwarzwaldmädel erste Wahl.

Lächeln für die Fotografen: „Päpstin“ Sabrina Weckerlin (links) mit Bestseller-Autorin Donna W. Cross, die eigens für Präsentation aus New York angereist war.
Lächeln für die Fotografen: „Päpstin“ Sabrina Weckerlin (links) mit Bestseller-Autorin Donna W. Cross, die eigens für Präsentation aus New York angereist war.
„Bonifatius“ und „Lisbeth“, die Heilige, litten etwas an ihrer regionalen-lokalen Fixierung auf Fulda, Marburg bzw. Eisenach und hatten es somit schwer, sich Publikumskreise jenseits davon zu erschließen. Das wird bei der „Päpstin“ garantiert anders sein, auch wenn es auch hier Wurzeln in die nordhessische Stadt gibt, wo die anno 814 geborene Tochter eines Dorfpfaffen und einer sächsischen Heidin als Novize getarnt ins dortige Kloster eintrat und damit den Grundstein für ihre steilen Kirchenkarriere legte.
Gut, das meiste an der weiteren Geschichte ist Fiktion und kann geschichtlich nicht belegt werden. Das ändert aber nichts an ihrer Faszination. Aber es ist auch ein ehrgeiziges und schwieriges Unterfangen, den umfangreichen Stoff bühnentauglich zu verdichten. Die Autorin selbst glaubt, dass dies gelingen wird. Sie war eigens aus New York angereist, um den Start in die „heiße“ Vorbereitungsphase mit erleben zu können. Lange Schlangen von Autogrammjägern, die um ein von Cross signiertes Exemplar anstanden, beweisen, wie ungebrochen populär die Schriftstellerin und ihr spannender Roman nach wie vor sind. Der Kinostreifen, der Ende des Jahres als Mehrteiler im Fernsehen gezeigt wird, lockte über zwei Millionen Zuschauer vor die Leinwände, das Buch selbst verkaufte sich hier zu Lande mehr als vier Millionen Mal. Das ist ein immenser Fundus, von dem auch die Musicalmacher profitieren und der sich in den Besucherzahlen niederschlagen könnte.
Die Inszenierung wird vom 3. Juni bis 14. August in Fulda zu sehen sein.

Vorschusslorbeeren: „Eine Bessere hätten wir für diese Rolle nicht finden können“ sagt Produzent Peter Scholz. Sabrina Wecklerin freut sich auf ihren  neuen Job als „Päpstin“.
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Lächeln für die Fotografen: „Päpstin“ Sabrina Weckerlin (links) mit Bestseller-Autorin Donna W. Cross, die eigens für Präsentation aus New York angereist war.
Lächeln für die... 
 
Ihr neuester Coup: Komponist Dennis Scholz (links) hat gut Lachen. Für „Die Päpstin“ sind ihm wieder ein ganzer Sack voller herrlicher Melodien eingefallen. Auch Buchautorin Donna W. Cross (Mitte) und Produzent Peter Scholz sind von dem Erfolg
Ihr neuester Coup:... 
Appetitanreger: Mathias Edenborn, Dietmar Ziegler, Christian Schöne und Sabrina Weckerlin stellten zwei Songs aus dem neuen Musical vor.
Appetitanreger: Mathias... 

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Kommentare zum Beitrag

Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 10.09.2010 um 12:12 Uhr
Ich habe "damals" das Buch mit großer Begeisterung gelesen und das Musical Elisabeth habe ich gesehen und war sehr gefangen von der Musik und der gesamten Darstellung. Da verspricht auch die Päpstin viel Spannung.
Ingrid Wittich
18.898
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 10.09.2010 um 12:39 Uhr
Ich habe das Buch auf Empfehlung auch gelesen. Erst wollte ich nicht, aber dann war es doch, wie man so schön auf neudeutsch sagt, ein "Pageturner", ein Roman, bei dem man nicht aufhören konnte zu lesen. Als Musical ist das bestimmt gut.
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Jürgen Heimann
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