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Igel oder Pilz? Kunst aus blauem Dunst

Pilzbefall: Die Grenze zwischen Genuß, Sucht und Laster ist oft fließend
Pilzbefall: Die Grenze zwischen Genuß, Sucht und Laster ist oft fließend
Pohlheim | Während ihre entfernten Namensvettern, also jene, die man/frau mit einem „S“ in der Mitte schreibt, eigentlich das ganze Jahr über Saison haben, kommen sie, je nach Witterung, erst im Zeitraum zwischen Ende August an und Anfang Oktober so richtig auf Touren: die Pilze mit „Z“. Die feucht-warme Witterung der vergangenen Wochen hat Maronen, Pfifferlinge, Steinpilze, Champignons und wie sie alle heißen auch hier zulande wieder üppig sprießen lassen Ihre Artenvielfalt ist mindestens genau so groß, wie die der „Pilse“ der Hopfen- und Malzfraktion. Beiden gemein ist: Nicht alle sind genießbar.
In diesen Tagen bekommen die Sammler wieder glänzende Augen und fahren reiche Ernte ein. Man muss halt nur wissen, wo man zu suchen hat. Es gibt Gewächse, die gedeihen nur an ganz bestimmten Stellen, in geschützten Biotopen und schwer zugänglichen Reservaten. So wie dieser Pilz auf dem Werksgelände eines heimischen Unternehmens. Zu Rate gezogene Botaniker sind sich allerdings nicht ganz einig sind, ob der nicht doch vielleicht in die Zuständigkeit der zoologischen Fakultät fällt, sofern es sich um einen Igel handelt.
Die schönsten Kunstwerke schafft zwar die Natur, aber in diesem Fall scheint der Mensch (etwas) nachgeholfen zu haben. Eine Installation, bei der erst und einzig der blaue Dunst die Kreativität des bzw. der Urheber beflügelt haben mag. Titel des außergewöhnlichen,von Philip Morris und BAT gesponserten Exponates: „Durchatmen“. Ein einzigartiges Zeugnis der expressionistischen Variante des postmodernen, gegenständlichen Nikotinismus.
Es zeugt in der Summe seiner Teile von Vielfalt, veranschaulicht aber auch die Vergänglichkeit jeglichen Seins, da sich ja alles irgendwie, wenn schon nicht in Schall, so aber allemal in Rauch auflöst.

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
10.065
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.09.2010 um 08:50 Uhr
Lieber Jürgen, hier irrst du aber gewaltig, es ist weder Igel noch Pilz, es ist ein junger Krebs !!!
Mathias Engelhart
5.319
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 06.09.2010 um 08:52 Uhr
Ene schöne Ausführung wobei ich noch kritischer mit der Frage, was Kunst ist, anmerke: Wie viele haben sich daran beteiligt? Nur bis zu einer Maximalgrenze von teilnehmenden Künstlern würde ich von ihnen behaupten, sich richtig ins Zeug gelegt zu haben ;)
Jürgen Heimann
2.591
Jürgen Heimann aus Gießen schrieb am 06.09.2010 um 09:35 Uhr
Nee, lieber Bernd, der (Lungen-)Krebs kommt erst später :-)

Zu den Ausführungen von Mathias: Kunst ist das schon - egal, wieviele daran beteiligt waren. Man beachte die Filigranität in Ausführung und Linienschwung, die Auflösung alles Syncronen in einer fast schon brutalen kompakten Parallelität. Diese Reduktion lenkt den Blick vom Wesentlichen hin oder trübt ihn zumindest sichtbar hell. Und das definiert auch die poetische Funktion als Projektion des Aquivalenzprinzips auf der Achse der Kombination. Oder so ähnlich :-))
Bernd Zeun
10.065
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 06.09.2010 um 09:44 Uhr
Zum Kunstaspekt füge ich noch an, Kunst hat halt ihren Preis ;-))
Mathias Engelhart
5.319
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 06.09.2010 um 22:01 Uhr
Ich schätze, dieses Kunstwerk hat einen (jetzt auch teilweise weggerauchten) Materialwert von 300,- oder sogar mehr. Nicht schlecht.
Jürgen Heimann
2.591
Jürgen Heimann aus Gießen schrieb am 06.09.2010 um 22:16 Uhr
Es ist halt alles Schall und (vor allem) Rauch. Wie inhaliert, der schmiert - die Staatsfinanzen. Insofern leisten die Nikotin-Junkies einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Stabilität von Schäubles Haushalt. Dehsalb sollte man sie nicht noch mehr diskriminieren. Die Bajuwaren werden sich noch umgucken....
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Jürgen Heimann
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