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Kostenlose Bildbearbeitung in Profi-Qualität

Die GIMP-Arbeitsumgebung. Hier wird das „Schärfen“-Werkzeug auf einen kreisrund selektierten Bildbereich angewendet.
Die GIMP-Arbeitsumgebung. Hier wird das „Schärfen“-Werkzeug auf einen kreisrund selektierten Bildbereich angewendet.
Pohlheim | Fast ganz ohne Werbekampagnen und spektakuläre Ankündigungen in den Medien ist sie in den letzten Jahren zu einer festen Größe in der Welt der Bits und Bytes geworden: Freie Software. Das ist Software, bei der die Freiheit nicht damit endet, daß sie kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden darf, sondern die über diesen reinen Kostenvorteil hinaus viele weitere Vorzüge hat.

Diese Artikelserie möchte Ihnen einen kleinen Einblick in die Welt der freien Software ermöglichen.

Das freie Bildbearbeitungsprogramm des GNU-Projekts, „GIMP“, ist bei alten Hasen aus der Linux-Welt bereits ein guter alter Bekannter. Seit einigen Jahren ist es aber auch unter Windows verfügbar. Dort glänzt es wie unter Linux mit seiner großen Werkzeugpalette, seinem großen Funktionsumfang und einer umfassenden Kompatibilität zu zahlreichen Dateiformaten.

Standardmäßig steht eine große Menge von Pinselformen zur Verfügung, die von weiteren Malwerkzeugen, wie z.B. dem Airbrush ergänzt wird. Alle Pinsel und Malwerkzeuge unterstützen auch die Verwendung von druckempfindlichen Grafiktabletts (z.B. von Wacom, http://www.wacom.de).

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Wie bei allen fortgeschrittenen Bildbearbeitungsprogrammen werden die Bilder mit Hilfe eines Ebenenmodells bearbeitet. Dabei kann die Bilddatei aus einer großen Anzahl von Ebenen aufgebaut werden, die virtuall „übereinandergelegt“ werden. Alle Ebenen können unterschiedlich transparent sein und mit verschiedenen Verfahren mit den davor- und dahinterliegenden Ebenen gemischt werden.

Wenn der Horizont bei der Urlaubsaufnahme mal wieder etwas schräg ausgefallen ist und das Meer an einer Seite aus dem Bild herauszulaufen droht, helfen die Transformationswerkzeuge. Drehungen können im Korrekturmodus erfolgen, der die Wahl des Drehwinkels vereinfacht. Die berüchtigten „stürzenden Linien“ bei Fotos von Gebäuden und Kirchtürmen können mittels des Perspektive-Werkzeugs ebenfalls im Korrekturmodus begradigt werden.

Zahlreiche Auswahlwerkzeuge in verschiedenen geometrischen Formen, Freihand oder, wie der sogenannte „Zauberstab“ basierend auf automatischer Erkennung der Kontraste im Bild, können verwendet werden, um Personen und Objekte freizustellen.

Neu in aktuellen GIMP-Versionen ist die „Heilen“-Funktion, mit der z.B. Staub in Macroaufnahmen oder auch Hautunreinheiten retuschiert werden können.

Der Werkzeugkasten ist das zentrale Bedienelement für GIMP. Hier werden die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen mit einem Mausklick ausgewählt.
Der Werkzeugkasten ist das zentrale Bedienelement für GIMP. Hier werden die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen mit einem Mausklick ausgewählt.
Auch die beliebten Filterfunktionen kommen bei GIMP natürlich nicht zu kurz. Neben den Klassikern wie Schärfe- und Unschärfefunktionen finden sich auch zahlreiche künstlerische Filter, mit denen z.B. Fotos in Cartoons umgewandelt oder auf „antik“ getrimmt werden können.

Selbstverständlich unterstützt GIMP fast jede im Fotobereich verbreitete Hardware. Rohdaten von digitalen Spiegelreflexkameras können mittels des UFRAW-Plugin (Link: http://ufraw.sf.net) importiert werden. Die Unterstützung von Scannern ist über die TWAIN und WIA-Schnittstellen gegeben.

Das Windows-Installationsprogramm für GIMP und die GIMP-Online-Hilfe (separater Download) können unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://gimp-win.sf.net/stable.html

(Dieser Artikel darf zu den Bedingungen der Creative-Commons-BY-Lizenz unter Namensnennung des Autors Martin Schmitt von Ihnen weiterverwendet werden: http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de)

Die GIMP-Arbeitsumgebung. Hier wird das „Schärfen“-Werkzeug auf einen kreisrund selektierten Bildbereich angewendet.
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Der Werkzeugkasten ist das zentrale Bedienelement für GIMP. Hier werden die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen mit einem Mausklick ausgewählt.
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Kommentare zum Beitrag

Susanne Hermans
803
Susanne Hermans aus Lollar schrieb am 08.12.2008 um 08:34 Uhr
Sehr interessant und sehr informativ. Ganz herzlichen Dank.
Ich bin nun überhaupt kein "alter Hase" was Bildbearbeitung betrifft, sondern absoluter newcomer. - Welches Programm würden Sie mir denn da empfehlen ?

LG
Susanne Steinrück-Krauß
Martin Schmitt
128
Martin Schmitt aus Pohlheim schrieb am 08.12.2008 um 20:49 Uhr
Hallo Frau Steinrück-Krauß!

Das kommt in erster Linie darauf an, was Sie vorhaben. Für die "einfachste" Bildverarbeitung (rote Augen, Rahmen oder gar Sprechblasen) ist GIMP sicher nicht die erste Wahl. Allerdings kann ich hier mangels Erfahrung auch keine Alternative empfehlen. Für den Einstieg in die Bildbearbeitung spricht ansonsten nichts gegen GIMP. Bei Interesse gibt es auch mehrere Bücher zum Thema. Hierbei empfiehlt es sich, darauf zu achten, daß die aktuelle Version 2.6 behandelt wird.

-ms / Martin Schmitt
Susanne Hermans
803
Susanne Hermans aus Lollar schrieb am 10.12.2008 um 11:21 Uhr
Hallo Herr Schmitt,

ganz herzlichen Dank für Ihre Info !! Werde mir GIMP mal anschauen, habe ja Gott sei Dank eine 18 jährige Tochter :-)

Alles Liebe
Susanne Steinrück-Krauß
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martin Schmitt

von:  Martin Schmitt

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Martin Schmitt
128
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