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Backflash in vergangene Zeiten: "Classic Rock Nacht" begeistert in Pohlheim

von Sabine Glinkeam 16.05.20104588 mal gelesen1 Kommentar
Ziemlich funky: Greg Bannis von "Hot Chocolate".
Ziemlich funky: Greg Bannis von "Hot Chocolate".
Pohlheim | Ein echtes Kontrastprogramm zur Wiesnhitnacht mit Jürgen Drews und Mickie Krause sowie dem Gastspiel von DJ Ötzi am Freitagabend bildete die "Classic Rock Nacht" am Samstag, die vornehmlich Zuschauer älteren Semesters ins Festzelt auf der Mockswiese in Watzenborn-Steinberg gelockt hatte. Gesitteter und weniger hysterisch als am Mittwoch ging es zu, als zunächst die schottische 70er-Jahre-Popformation "Middle of the Road" die Bühne betrat. Sängerin Sally Carr und ihre Mannen zeigten dann auch sogleich, dass sie es noch richtig drauf haben und brachten die Zuschauer mit ihren poppig-eingängigen Hits wie "Chirpy Chirpy Cheep Cheep" und "Sacramento" zum Tanzen. Auch auch Hits anderer Interpreten aus der 70er-Disco-Ära gab die Combo zum Besten - so auch "Abbas" Titel "Gimme Gimme Gimme".
Weiter ging es mit "The Rubettes featuring Alan Williams", die - fast in Orginalbesetzung - mit ihrer 60er-Jahre-Beatmusik und dem markanten Look mit weißen Käppis bei Titeln wie "Sugar Baby Love" oder "Juke Box Jive" auch Standardtänzer auf den Plan riefen. Besonders Schmankerln bildete neben einem A-Capella-Block eine Trommeleinlage, in der die vier Musiker
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sich in bester "Stomp"-Manier präsentierten. Besonders die Frauenherzen schlugen höher, als Williams und seine Kollegen im Anschluss an den Auftritt noch bereitwillig Autogramme gaben und am Merchandise-Stand für Gespräche zur Verfügung standen.
Danach kamen die Hardrock-Fans auf ihre Kosten, als "T-Rex" die Bühne enterten - da zog es so manchen Musikfan zum Tanzen auch schon mal auf die Bierzeltgarnitur. Alle Hits der Combo wie "Hot Love", "Get it on", "Children of the Revolution" und "20th Century Boy" wurden zu Gehör gebracht. Die Aufmerksamkeit erregte vor allem Frontmann Danny McCoy, der mit seinem diabolischen Blick und seinem theatralischen Gebaren stark an Schockrocker Alice Cooper erinnert - fast könnte man meinen, hier stehe der kleine Bruder Coopers auf der Bühne. Auch Graham Oliver weiß an der Gitarre mit ausladenden Soli zu überzeugen. Kommt die Gruppe musikalisch zwar ungemein stimmig daher - bei "T-Rex" ist nichts mehr original. Denn nicht nur Mastermind und Gründer Marc Bolan ist früh verstorben, auch zahlreiche andere Mitglieder hat es zeitnah dahingerafft. Von der einstigen "Schreckensechse" ist daher nicht mehr viel übrig. Enstanden ist die neue Formation für ein Erinnerungskonzert an Marc Bolan. Aufgrund des Erfolges entschied, weiter als "T-Rex" zu spielen - sehr überzeugend und mitreißend, wenn auch nicht mehr das Original.
A-Capella-Einlage bei den "Rubettes": Mick Clarke, Alan Williams und John Richardson.
A-Capella-Einlage bei den "Rubettes": Mick Clarke, Alan Williams und John Richardson.
Zum Abschluss gab es noch eine Menge Funk für die Fans der 80er-Discozeit. Auch hier nicht mehr in Originalbesetzung, aber dennoch wissen "Hot Chocolate" mit dem extrovertierten Frontmann Greg Bannis auch heute noch die Massen zu motivieren. Gold und Glitzer stehen im Miittelpunkt von Bannis' Look - da kann niemand mehr stillsitzen und es wurde getanzt, was das Zeug hielt.
Der recht happige Eintrittspreis für die "Classic Rock Night" hat sich ausgezahlt für die Gäste - denn geboten wurden mehrere Stunden handgemachter und absolut professioneller Musik. Die alten Hasen haben es einfach drauf - da kann sich manche Nachwuchsband eine Scheibe Musikalität abschneiden.

Ziemlich funky: Greg Bannis von "Hot Chocolate".
A-Capella-Einlage bei den "Rubettes": Mick Clarke, Alan Williams und John Richardson.
Powerfrau: Sally Carr von "Middle of the Road".
Alice-Cooper-mäßig: T-Rex-Frontmann Danny McCoy.
Trommeleinlage a la "Stomp" bei den "Rubettes": Mick Clarke und Alan Willams.
Auch John Richardson und Mark Haley trommeln.
Typisch mit Käppi: Alan Williams.
Das Publikum geht begeistert mit.
Tony Allday gibt am Bass alles.
Graham Oliver und Tony Allday.


Kommentare zum Beitrag

Sabine Glinke
5.280
Sabine Glinke aus Wettenberg schrieb am 17.05.2010 um 12:03 Uhr
Wirklich erstaunlich, mit welcher Power diese "alten" Bands zu Gewerke gehen. Da sollte sich so mancher Veranstalter mal ein Beispiel nehmen, und ggf. für seine Veranstaltung auch so eine Band mit einem solchen Kaliber buchen. Den "Golden Oldies" in Wettenberg etwa täten ein bis zwei echte Hochkaräter als Headliner auch gut, anstatt nur zweit- und drittklassige Coverbands.
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