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Jo van Nelsen lässt die Hesselbachs lebendig werden

Jo van Nelsen liest "die Hesselbachs" mit viel Mimik und Gestik.
Jo van Nelsen liest "die Hesselbachs" mit viel Mimik und Gestik.
Pohlheim | In der Firma Hesselbach herrscht Verwirrung. Seit kurzem verschwinden Bürogegenstände. Ein Glas Leim, Bleistifte oder Heftklammern sind nicht mehr aufzufinden. Ist einer der Angestellten etwa ein Dieb? Oder, noch schlimmer, ist es vielleicht Mamma Hesselbach selbst, die die Gegenstände mitgehen lässt? Immerhin hat „Babba“ Hesselbach gerade erst eine Packung Bleistifte aus der Firma bei seiner Frau gefunden. Wie soll er jetzt bloß damit umgehen?
Die Jagd nach dem Dieb gestaltet sich schwieriger, als Hesselbach denkt. Auch die Zuhörer der Lesung „Jo Babba – aus den Hesselbachs“, von Jo van Nelsen am Sonntag in der Klosterwaldhalle in Dorf-Güll vorgetragen, folgen gespannt der Tätersuche.
„Die Hesselbachs“ ist eine hessische Hörfunk- und Fernsehserie, die von Autor und Hauptdarsteller Wolf Schmidt entwickelt wurde. Die Geschichten handeln von Alltagserlebnissen und Krisen in der Familie Hesselbach und ihrem mittelständischen Druckereibetrieb. Während die Hörfunkreihe 1949 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, stammt die Fernsehserie aus den 60er Jahren. Den meisten gebürtigen Hessen sind die Hesselbachs ein Begriff
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und auch die Geschichte „Der Kriminalfall“, die am Sonntag vorgelesen wurde, kannten die meisten schon. Jo van Nelsen, der in Bad Homburg geboren ist und heute in Frankfurt am Main lebt, reist seit etwa vier Jahren durch Hessen, um die Hesselbachs in Lesungen lebendig werden zu lassen. Die Geschichte „Der Kriminalfall“ stammt aus dem Buch „Babba“, das Wolf Schmidt zusammen mit einem zweiten Band, „Mamma“, in kleiner Auflage veröffentlicht hat. Jo van Nelsen liest die Geschichte mit Begeisterung. Er erzählt mit viel Mimik und Gestik, seine Charaktere werden bei ihm lebendig, jeder mit eigener Stimme und Ausdrucksweise. Während van Nelsen den Text zwischen den Dialogen in Hochdeutsch vorgelesen hat, verfiel er in den Dialogen in einen hessischen Dialekt, der zum Glück aber auch für Nicht-Hessen verständlich war. Die Lesung erinnerte manchmal mehr an ein Theaterstück, als an ein vorgelesenes Buch. Dieser Eindruck wurde durch die liebevolle Dekoration der Bühne mit Tisch, Sessel, Radio und Telefon aus den 60er Jahren noch verstärkt. Van Nelsen hat seine Karriere als Channsonnier begonnen und später unter anderem als Schauspieler und Sprecher beim Theater, Radio und Fernsehen gearbeitet. Diese Erfahrung ist es vermutlich, die eine reine Lesung in eine dynamische Vorführung verwandelt hat.
Wer von den Hesselbachs und von Jo van Nelsen nicht genug bekommen hat, kann am Sonntag, 25. April, in Bad Homburg die Episode „Der röhrende Hirsch“ anhören. Die nächste Veranstaltung der Gesellschaft „Kultur in Mittelhessen“, die van Nelsen nach Pohlheim geholt hat, findet am Samstag, 19. Juni statt, es ist die Lesung „Sommernachtstraum“ mit Rufus Beck.

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