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GV Victoria Garbenteich verlebt zehn tolle Tage in der Toskana

von Carmen Gätham 14.10.20091283 mal gelesen2 Kommentare
Blick in die Zukunft, Teilnehmer der Toskana Reise
Blick in die Zukunft, Teilnehmer der Toskana Reise
Pohlheim | Am Sonntag 20.09.09 trafen sich die 47 Mitfahrer vor dem Singstundenlokal „Zum grünen Baum“ in Garbenteich. Pünktlich kam man per Flug um 13.30Uhr in Mailand an. Von da fuhr man 3,5 Stunden bis zum dem Ziel das „Piccadilly Hotel“ am Lido die Camaiore, in der Nähe den bekannten Ferienortes Viareggio. Unsere Leiseleiterin vor Ort Martina traf zu uns und begrüßte uns. Auch Salvatore der Busfahrer der jetzt für 10 Tage uns begleitete, wurde von Martina vorgestellt. Klaus Rafalzik der Inhaber der Reiseagentur aus Dutenhofen, der das ganze organisierte, richtete auch einige Worte an die Gäste. Auch wurde eine Gedenkminute die kürzlich verstorbenen Hans Grafenstadt eingelegt. Er war über 40 Jahre im Verein bzw. als Vereinsvorsitzender tätig. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die Fahrt durchgeführt werden konnte. Es wurde festgestellt, dass die 46 Mitfahrer in 8 Gesangvereine aktiv sind. Nach dem sehr guten Abendessen, konnte man noch einen schönen Spaziergang an der tollen Strandpromenade genießen. Gleich am nächsten Tag ging es nach Siena, wo uns Paola durch die Stadt führte und einiges über ihre Stadt erzählte.
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Toskana (15)
Vor allem der Piazza del Campo, der berühmte Hauptplatz mit seinem muschelförmigen Grundriss bleibt in Erinnerung. Am Nachmittag wurde noch die Metzgerei Falorni in Creve im Chiantigebiet angefahren. Wir wurden von Stefano Bencista empfangen, einem der Brüder, die Falorni leiten. Er trug seine Metzgerschürze, was sehr authentisch wirkte. Aber man merkte gleich, dass er diese nicht nur für unsere Gruppe angezogen hatte. Wir wurden mit 3 verschieden Salamiarten und auch mit und Rotwein verwöhnt. Auch erfuhr man von ihm einiges über die Herstellung der Salamis. Ganz lecker war u. a. auch die Wildschweinsalami. Gegen 19.30Uhr ging es zurück zum Abendessen ins Hotel. Am Dienstag ging es nach dem Frühstück nach San Gimignano, dort erwartete uns schon Valentina. Sie berichtete, dass diese perfekt mittelalterlich erhaltene Stadt zur Zeit 7100 Einwohner hat und bekannt wurde durch die vielen berühmten Geschlechtertürmen. Früher hatte jemand der was auf sich hielt einen Turm gebaut. Es gab 72 in der Stadt. Heute gibt es noch 15 erhaltene. Nach einer kleinen Stärkung, ging es weiter nach Volterra, wo der Deutsche Reiseleiter Franz uns sehr gekonnt durch die Gässchen führte. Volterra hat 11200 Einwohner und ist eine der geschichtsträchtigsten
Der schiefe Turm von Pisa
Der schiefe Turm von Pisa
Städte der Toskana. Schon von 2500 Jahren war es eines der wichtigsten Zentren der Etrusker. Das heutige Stadtbild mit den dunklen Häusern und engen Gassen ist geprägt vom Mittelalter. Auch findet man noch Reste der römischen Zeit. Was noch erwähnenswert ist das hohe Alabastervorkommen. Zum Ausklang des Tages ging es zur Weinprobe mit Abendessen zu dem landwirtschaftlichen Betrieb Santa Barbara. Dieser Betrieb liegt im geschichtsträchtigen Ort Vinci, dem Geburtsort von Leonardo da Vinci. Die Kellerei von Giancarlo Bernardi wird als Familienbetrieb geführt mit heute 12 ha Weinbergen, 3 ha Olivenhainen sowie mit einem Agriturismo und einem Verkostungsraum. Zusammen mit seiner Frau Giulietta pflegt Giancarlo seine Weinberge und seinen Hof seit über 50 Jahren mit viel Liebe und Leidenschaft. Seit einiger Zeit werden die Inhaber von Stefania Tielli und Roberto Neri unterstützt, die sich um das angeschlossen Agriturismo und um den Verkauf kümmern. Neben dem bekannten Chianti Montalbano und dem exzellenten Valinardi produziert die Kellerei auch eigenes Olivenöl, Vinsanto und Grappa. Man wurde sehr gut verköstigt und als Dank wurden einige Trinklieder gesungen. Auf den nach Hause weg gab Walter Häuser als Solokünstler im Bus seine Singkunst jedem zu Gehör.
Piazza del Campo in Siena
Piazza del Campo in Siena
Am nächsten Tag stand Erholung auf dem Plan. Jeder nutzte für sich den Tag. Vielen gingen am Strand entlang zu dem Hafen nach Viareggio und am Nachmittag in Meer zum Baden. Nach der Erholung ging es am nächsten Tag zum Ganztagesausflug nach Florenz. Dort empfang uns Reiseleiterin Helga. Zügig wurden wir durch die größte Stadt der Toskana (352.000 Einwohner) geführt.
Die Geschichte von Florenz reicht bis in die römische Zeit. Wir erreichten das Stadtzentrum über die wunderschöne Brücke "Ponte Vecchio", die den Arno überspannt. Die gut erhaltene historische Altstadt ist voller grandioser historischer Baudenkmäler und wertvoller Kunstschätze, die vom Reichtum der Stadt im Mittelalter und der führenden ökonomische, politischen und kulturellen Stellung künden, die Florenz im 15. Jh. unter den Medici erlangte. Wir haben das Flair dieser Stadt sehr genossen. Leider erlaubte uns unser Zeitlimit nur ein paar wenige, ausgewählte Sehenswürdigkeiten ausführlicher zu betrachten. Die Ponte Vecchio ist ein großartigen Beispiel mittelalterlichen Brückenbaus. Die Brücke hatte verschiedene Vorgänger, die jedoch Opfer von Überschwemmungen wurden. Die gegenwärtige, mit 3 Bögen wurde 1345 erbaut. Auf der Brücke befinden sich
Blick auf Florenz vom Piazzalle Michelangelo
Blick auf Florenz vom Piazzalle Michelangelo
zahlreiche kleine Häuser, in denen sich Juweliere niedergelassen haben. Es ist eine gute Adresse für Liebhaber von kunstvoll gearbeitetem Goldschmuck und ist schwer, der Versuchung zu widerstehen. 1565 wurde über den Geschäften eine Passage errichtet, die den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti verbindet und der fürstlichen Familie erlaubte, ungesehen zwischen beiden Palästen zu verkehren. Nach der 2,5 stündigen Führung fuhr unser sehr zuverlässiger und immer freundlicher Busfahrer Salvatore noch an den Aussichtspunkt Piazzale Michelangelo. Von diesem Punkt aus hat man einen superschönen Ausblick auf ganz Florenz. Kurz zuvor hatte sich Klaus Rafalzik verabschiedet. Er flog wieder zurück nach Frankfurt. Er hatte noch eine weitere Reisegruppe in Deutschland zu betreuen. Petra Burkert übernahm nun die weitere Durchführung der Fahrt. Auch verließt uns am Abend Martina, die ebenfalls für ihr Studium eine wichtige Prüfung in Budapest absolvieren musste.
Am nächsten Morgen ging es nach Lucca. Fremdenverkehrsführerin Sabine erklärte uns, dass Lucca noch bis heute eine hervorragende erhaltene Altstadt hat, was vor allem an dem großen Stadtwall liegt. Dieser Wall hielt im Mittelalter vielen Angreifern stand und wurde nicht von der Familie Medici eingenommen.
Blick von de Fähre auf Portoferraio in Elba
Blick von de Fähre auf Portoferraio in Elba
Am Nachmittag trafen wir den Reiseführer Franz wieder. Mit ihm in bekannt, gekonnter Weise wurden wir in Pisa eingewiesen. Natürlich wurde ein Fotostopp am schiefen Turm eingelegt, auch wurde der Dom besichtigt. Als Abschluss ging es zum Friedhof Camposanto. Im Inneren befinden sich mehre Sarkophage in den adlige bestattet worden sind. Die Wände des Camposanto waren vor dem zweiten Weltkrieg mit außerordentlichen Fresken bemalt. Diese wurde leider zum größten Teil zerstört. Am Abend hieß es dann zum letzten Mal ins Meer und Koffer packen.
An der Ablegestelle in Richtung Elba hat uns gleich unsere weitere Reiseleiterin für Elba Heidi empfangen. Sie führte uns sicher auf die Fähre und auch sicher zum Hotel Riva del Sol in Marina de Campo. Da wir sehr früh im Hotel ankamen, ging es für die meisten nach einer kleinen Stärkung ins Meer zum Baden. Man hatte nur 15m zum Strand und konnte dann gleich ins Wasser. Herrlich!
Am Sonntag ging es um 9Uhr zum Halbtagesausflug Elba Ost. Wir fuhren zu dem schönen Urlaubsort Porto Azurro. Überragt wird Porto Azzurro von den hohen Mauern der im 17. Jahrhundert errichteten Festungen Fort Focardo im Süden und der Festung San Giacomo von Porto Longone auf der anderen Seite der Bucht.
Stadtführung San Gimigano
Stadtführung San Gimigano
Während der spanischen Besetzung wurde die Festung, in der noch heute eine Strafanstalt untergebracht ist, 1603 erbaut. Nach kurzem Aufenthalt ging die Fahrt weiter nach Portoferraio. Dieser Ort ist das geschäftige Zentrum Elbas und nicht nur Hauptstadt der Insel, sondern des gesamten toskanischen Archipels. Im weiten, natürlichen Hafen legen die Fähren vom Festland und mit ihnen die meisten Urlauber an. Die schöne Altstadt mit ihren Treppengassen und mittelalterlichen Festungsanlagen liegt erhaben auf einer auf felsiger Landzunge. Seit Jahrhunderten ist Portoferraio der wichtigste Hafen der Insel. Der einstige Eisenhafen (it. Porto del Ferro) entwickelte sich im Laufe der Jahre zum bedeutenden touristischen Knotenpunkt mit attraktiver Hafenpromenade, wehrhaften Mauern und Toren, lebhaften Plätzen, zahlreichen Geschäften und Serviceeinrichtungen. Viele markante Bauwerke der Stadt gehen auf die Herrscherfamilie Medici zurück. Etwa die drei strategischen günstig gelegenen Festungen, die im 16. Jahrhundert zur Verteidigung gegen Piraten erbaut wurden. Noch immer prägen sie das Bild der Hafenstadt. Das Forte del Falcone bildet die Grenze des historischen Ortskerns zur heutigen Neustadt. Von den Festungsanlagen aus genießt
Blick von Poggio auf Maricana Marina, Elba
Blick von Poggio auf Maricana Marina, Elba
man wunderschöne Ausblicke über Altstadt und Küste. Wir erkundeten auch in der Oberstadt die einstige medicische Villa dei Mulini an den verbannten Kaiser. Napoleon ließ den kleinen Palast zu seinem Stadthaus ausbauen und residierte hier während seiner zehnmonatigen Exilzeit 1814 bis 1815. Heute kann man einige Möbel von damals und eine Bibliothek besichtigen. Danach ging es zurück zum Hotel. Am Nachmittag war dann wieder schwimmen dran oder in den kleinen Ort bummeln gehen dran. Was auch interessant war, ist dass ein Ironman bzw. Elbamanlauf statt fand. Dies ist eine Sportart die aus 3800m Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2 km Laufen besteht.
Den ganzen Tag konnte man diesen Sportler zuschauen. Interessante Sache.
Am nächsten Morgen ging es wieder um 9.00Uhr los in Richtung Elba West.
In Marciana Marina haben wir die erste Pause eingelegt. Dieser Ort befindet sich einer der Geschütztesten und am besten ausgestatteten Touristikhäfen der Insel. Ein Spaziergang entlang der Hafenpromenade vom Cotone (antiker natürlicher Bootshafen), bis zum Sarazenenturm, erbaut im 12. Jh. von den Pisanern zur Ausspähen von Piraten, konnte man machen. Auch konnte man dort das typische Einkaufen. Wie z.B. Gewürze, Olivenöl u. a. Dann ging es weiter
in das kleine Bergdorf Poggio. Es ist ein ruhiger, historischer Gebirgsort, von Kastanien umgeben. Schön der Ortsplatz mit Panoramablick auf M. Marina und einen Teil der Insel. Die typischen Gassen sind mit Granit gepflastert und führen um die Kirche S. Niccolò, dort legten wir spontan ein kleines Ständchen ein. Die Kirche ist gelegen am höchsten Punkt des Ortes, herum. Bekannt ist auch die Napoleonquelle wegen seines guten Trinkwassers. Der letzte Stopp wurde in Chiessi eingelegt. Ein kleiner Ort im ruhigen Nordwesten. Abschließend verabschiedete sich Heidi von der Gruppe und gab letzte Tipps. Man kam wieder mittags zurück und konnte zum letzten Mal das kühle Nass genießen. Dienstag war um 9.30Uhr Abfahrt zur Fähre. Pünktlich um 11.40Uhr fuhr diese ab nach Piombino. Dann wurde ein letztes Mal mit Salvatore im Bus gefahren. Es ging nach Rom. Von dort flog man dann um 18.25Uhr nach Frankfurt. Um 22.00Uhr war man wieder glücklich und sehr zufrieden in Garbenteich gelandet.

Wir danken allen für die Planung und Durchführung der Reise. Es war perfekt organisiert und machte allen viel Spaß. Es wird eine Nachlese mit Bilderschau im Vereinslokal „Zum Grünen Baum“ in Garbenteich geben.

Gez. C. Gäth

Blick in die Zukunft, Teilnehmer der Toskana Reise
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Der schiefe Turm von Pisa
Der schiefe Turm von Pisa 
Piazza del Campo in Siena
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Blick auf Florenz vom Piazzalle Michelangelo
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Blick von de Fähre auf Portoferraio in Elba
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Stadtführung San Gimigano
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Blick von Poggio auf Maricana Marina, Elba
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Kommentare zum Beitrag

Ilse Dern
7
Ilse Dern aus Pohlheim schrieb am 18.10.2009 um 20:08 Uhr
Eine wunderschöne Reise, die allen Mitfahrern sehr viel Freude bereitet hat, wie man aus den begeisterten Kommentaren hören konnte. Leider konnte ich dieses Mal nicht dabei sein. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, im Besonderen an Klaus Rafalzik, für die perfekte Vorbereitung und Organisation dieser Reise. Aber auch ein tolles Lob an die ganze Gruppe, die für einen sehr harmonischen Verlauf der Reise sorgte. Nicht zuletzt spielte auch der Wettergott mit und ließ die Sonne scheinen. Diese Reise bleibt als weiteres Highlight in der Vereinsgeschichte des Gesangvereins Victoria Garbenteich sicher in ewiger Erinnerung.

gez. Ilse Dern
Carmen Gäth
372
Carmen Gäth aus Langgöns schrieb am 19.10.2009 um 16:07 Uhr
Hallo Ilse,
danke für deinen Kommentar. Ja es war wirklich alles perfekt organisiert und hatten allen viel Spaß gemacht ... Bis dann liebe Grüße Carmen
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Carmen Gäth

von:  Carmen Gäth

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Interessensgebiet: Langgöns
Carmen Gäth
372
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