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Die Pohlheimer Galloways starten in die neue Landesliga-Saison

Pohlheim | Es ist wie immer nach der Sommerpause: Die Pohlheimer Kufencracks sind heiß auf Puck und Eis, sie können es kaum erwarten, wieder um Meisterschaftspunkte zu kämpfen. Am Sonntag, dem 19. Oktober, geht es endlich los. Die Puckjäger des ERC, die sich auch „Galloways“ nennen, starten um 19.30 Uhr in der Eishalle von Diez, wo sie ihre „Heimspiele“ austragen, in die neue Saison der Eishockey-Landesliga. Auftaktgegner ist der alte Rivale EC Wallernhausen.

„Stimmung und Ehrgeiz passen“, sagt ERC-Vorsitzender Thorsten Becker. Der Optimismus kommt nicht von ungefähr. Nicht nur, dass der ERC seine Mannschaft umstrukturiert hat, indem er sich noch mehr als bisher auf regionale Hobbyspieler und Eigengewächse stützt. Mit Sven Ludwig, Martin Hensel und dem Jugendspieler Martin Hensel wechselten gleich drei Spieler des Ligarivalen EG Diez-Limburg zu den Mittelhessen.Weiterhin zum ERC zurückgekehrt sind Spieler, die ihre sportliche Laufbahn bei den Galloways begonnen hatten: Christian Katzer (letzte Saison Bad Nauheim), Christian Mayer (vorübergehend bei den Eisteufeln Frankfurt) und Mike Protzel (nach einer beruflich
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bedingten Pause). Ein „Ur-Galloway“ – so Coach Wasserfuhr – will nach längerer Abwesenheit auch wieder antreten: Björn Haberland. Seit Anfang September fahren die Pohlheimer zweimal pro Woche zu schweißtreibendem Training aufs Eis, angeleitet von den beiden Spielertrainern Tobias Bartl und Stephan Wasserfuhr (der letztjährige Trainer Marco Hedtrich hat mit dem Vorstand aus privaten Gründen ein Ruhen seiner Tätigkeit für drei Monate vereinbar).Und nicht zuletzt: Sie absolvierten Mitte September wieder im 600 Kilometer entfernten Pisek, einem Städtchen südlich von Prag, ein knapp einwöchiges Trainingscamp. Ein erfahrener tschechischer Coach brachte sie in Sachen Spieltechnik, und Taktik und Kondition auf Vordermann. Schon zum 16 Mal bereitete sich der ERC Pohlheim so auf den Spielbetrieb vor. Die Mittelhessen sind in dem malerischen Städtchen an der Otava längst gern gesehene Gäste. Und mit der in Tschechien aufgetankten Power gehen die Galloways jetzt in der Landesliga in die Treffen mit dem EC Wallernhausen, der EG Diez-Limburg und der zweiten Mannschaft des Regionalligavereins RSC Darmstadt. Das Team der TSG Darmstadt wurde kurzfristig aus dem Ligabetrieb zurückgezogen. Nach einer Doppelrunde geht es im Januar mit den Teams der Gruppe B um die Meisterschaft der Landesliga.

Damit nimmt der ERC nimmt schon seine 17. Spielzeit in Angriff – durchaus nicht selbstverständlich angesichts der Bedingungen, unter denen die rund 20 Aktiven ihrem Sport nachgehen. An zwei Abenden, dienstags und donnerstags, fahren sie zum Training ins 70 Kilometer entfernte Diez, dann, an Sonn- oder Samstagen, zu den Meisterschaftsspielen. Für die Ausrüstung hat jeder Crack um die 1 000 Euro aufgebracht, Benzinkosten, die Miete für die Halle sowie Geld für Schiedsrichter und Sanitäter kommen hinzu. Doch der Spaß beim schnellsten Mannschaftsspiel ist den Galloways dies alles wert.

Auf einem Dorfteich begann das Pohlheimer Eishockey. Ein paar Freunde rückten Anfang der Neunziger auf dem Eis eines Tümpels zwischen Hausen und Steinbach mit Schlittschuhen, Schlägern und einer kleinen Hartgummischeibe an – just for fun. Doch schon bald wurde aus dem lockeren Feierabend- oder Wochenendspaß der etwas ernstere Trainings- und Spielbetrieb, inklusive Trainer (oder zumindest Spielertrainer). Am 16. April 1992 wurde der Eis- und Rollsportclub Pohlheim gegründet. Zu den Erfolgen zählen inzwischen vor allem eine Landesliga-Meisterschaft und eine Spielzeit in der Regionalliga. Und der Name „Galloways“? Er war eine Anleihe bei den aus Schottland stammenden Rindern, die der größte Förderer des ERC züchtete – widerstandfähige Kawenzmänner, die sich als Symbolfiguren der Eishockeycracks geradezu anboten.

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