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ADAC Limes Rallye - 19. Auflage der Traditionsveranstaltung

Rasante Fahrt bei der Limesrallye 2009
Rasante Fahrt bei der Limesrallye 2009
Pohlheim | Bereits 5 Tage vor der eigentlichen Veranstaltung wurden die Weichen für ein spannendes und publikumsreiches Motorsport Event gestellt.
Denn dort wurde als Weltpremiere das Vorausfahrzeug der diesjährigen Limes Rallye präsentiert. Ein Audi Sport Quattro S1E2. Ein Einzelstück aus dem Jahre 1986. (die GZ berichtete)
Und da ließen es sich schon am Freitag viele Zuschauer nicht entgehen, nach Hungen-Inheiden zu kommen, um dieses Auto aus der Nähe zu sehen. Traditionell findet am Abend vor der Rallye hier an der Mehrzweckhalle die freiwillige technische Abnahme der Fahrzeuge statt. Ein abwechslungsreiches Geschehen, dass jedem die Möglichkeit bot, Motorsport zum Anfassen zu erleben, interessante Leute zu treffen oder einfach nur die Atmosphäre zu genießen. Fachkundige Informationen bekamen die Anwesenden von Rolf Moll. Er ist als Streckensprecher bei vielen Rallyeveranstaltungen mit von der Partie. Er kennt Alle und Alle kennen Ihn, darum. sind seine Interviews mit den Fahrern auch immer sehr persönlich und die Aktiven geben gerne Auskunft.
Er war auch am Samstag an der Strecke und hielt die Fans mit Informationen zu den Fahrzeugen und dem aktuellen Geschehen auf dem Laufenden.
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Rallye (48)
Am Samstagmorgen wurde es dann für die Aktiven ernst. Bei schönem Sonnenschein hatten die Teams die Möglichkeit, die 3 auf Zeit zu fahrenden Wertungsprüfungen (WP) abzufahren. Hierbei erstellen die Teams das sogenannte „Gebetbuch“. Gemeint ist der Aufschrieb, aus dem der Beifahrer während der Rallye dem Pilot den Streckenverlauf vorliest.
Um 12:01 Uhr startete dann das erste Fahrzeug in Inheiden um sich auf den Weg zur WP1 nach Villingen zu machen. Die ersten Fahrzeuge, die vor dem eigentlichen Rallyefeld auf die Strecke gingen, waren die Fahrzeuge des Historic-Rallye-Cups. Diese 23 Fahrzeuge aus der jüngeren Vergangenheit des Rallyesports fuhren die Wertungsprüfungen nicht auf Bestzeit sondern im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Hierbei gilt es eine vorgegebene Sollzeit möglichst genau einzuhalten, was nicht bedeutet, dass langsam und unspektakulär gefahren wurde. Vom veranstaltenden AMC Hungen gingen in diesem Wettbewerb drei Autos an den Start. Eine gute Einstimmung für die vielen tausend Zuschauer die entlang der Strecke auf das Rallyefeld warteten.
Schon von weitem war dann eine Stunde später ein grollendes Geräusch zu hören. Denn Michael Gerber war mit dem S1 Quattro unterwegs an den Start zum Ortsrand von Villingen.
Die technische Abnahme
Die technische Abnahme
Und nicht nur für die Ohren gab es ein besonderes Erlebnis. Denn selbst erfahrenen Rallyezuschauern bot sich ein beeindruckendes Bild, als der ca.600 PS starke Bolide über das schmale Asphaltband geschossen kam.
Leider dauerte die Vorstellung nicht allzu lang. Denn auf der zweiten WP quittierte ein Teil der Hydraulik seinen Dienst. Zum Bedauern vieler Zuschauer und dem als Beifahrer eingeladenen Michael Heimrich (Chefredakteur des Rallye Magazins) war eine Weiterfahrt nicht möglich.
Für die vielen Fans boten die 88 auf Bestzeit fahrenden Teams dann anschließend packenden Motorsport. Alle Größen des nationalen und regionalen Rallyesports hatten für die Veranstaltung rund um Hungen gemeldet. Nachdem die Akteure die 2,5 km kurze Sprintprüfung von Villingen in Richtung Langd absolviert hatten, waren die ersten Plätze von den favorisierten Teams belegt. Dann ging es zum insgesamt 9,4km langen Rundkurs bei Ulfa. Die Gemarkungsbezeichnung „Im ungeheuern Grund“ passte hier perfekt. Denn ein schnelles Schotterstück verlangte hier den Piloten viel fahrerisches Können ab. Durch die angrenzenden Hügel, auf denen sich die Zuschauer zum Teil sogar mit selbstgebauten Tribünen
OHNE WORTE !
OHNE WORTE !
postiert hatten, entstand hier eine Art Naturstadion. Eine tolle Kulisse für die Teilnehmer. Dazu kam ein Abschnitt mit schnellen Kurvenkombinationen auf der Landstraße. Einsetzende Regenschauer machten die Bedingungen für die Akteure dann zusätzlich schwierig, so dass es auch zu einigen Ausfällen bereits in dieser frühen Phase der Veranstaltung kam.
Als dann die Fahrzeuge zum ersten Mal nach Rodheim kamen um hier um die Ecken zu jagen, hatte die Führung bereits zwei Mal gewechselt. Als Sieger der beiden letzten Jahre kämpfte Marco Koch vom AMC Hungen mit Martin Häring vom benachbarten Verein MSC Horlofftal um die Führung.
Die auch als Rundkurs konzipierte Strecke in Rodheim wurde in diesem Jahr geändert und führte teilweise durch den Ort. So konnte man die Akteure sogar aus dem Vorgarten beobachten. Ein Schotterstück das letztes Jahr für viel Aufsehen gesorgt hatte, war vom AMC im Vorfeld extra neu befestigt worden.
Die zweite Runde blieb weiterhin spannend. Marco Koch musste noch mit einem Defekt kämpfen, konnte diesen aber innerhalb der Sollzeit reparieren. Hinter dem Führenden wurde derweil um Sekunden gekämpft.
Als dann nach 34,6 km Wertungsprüfungen die Zielflagge gesenkt wurde, hatte sich der grüne Kadett von Koch mit ca.10 Sek. Vorsprung durchgesetzt. Ein lupenreiner Hattrick.
Viele Fans bewundern das legendäre Auto
Viele Fans bewundern das legendäre Auto
Letztendlich erreichten 59 Fahrzeuge das Ziel in Inheiden. Von den 15 gestarteten Teams des AMC Hungen kamen 5 leider nicht in die Wertung. Der AMSC Pohlheim war mit 6 Fahrzeugen auf die Startrampe gerollt, von denen 5 ins Ziel kamen .Der MSC Horlofftal war mit 7 Aktiven vertreten.
Leider kam es wegen eines bis heute schwebenden Protestverfahrens bezüglich technischer Spezifikationen der Autos in der Gruppe G zu einer Verzögerung im Ablauf. Das Ergebnis in dieser Gruppe ist darum vorläufig. Aber gegen 22:30 Uhr konnten dann im Rallyezentrum die Pokale verteilt werden. Umrahmt wurde die Siegerehrung von einer Tanzgruppe aus Hungen-Langd, die für die siegreichen Teams Spalier standen.
Zum Abschluss fand dann bis in die Morgenstunden noch die „WP7“ in der Mehrzweckhalle in Inheiden statt. Der Verein hatte hier mit Musik und deftigem Essen noch zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Rund um Rallyeleiter Gerhard Krause und den 1.Vorsitzenden Karlheinz Raab hat der 135 Mitglieder starke AMC Hungen wider eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt.
Freuen wir uns also auf das nächste Jahr, wenn die 20. Auflage der Limes Rallye stattfinden wird. Und sicherlich
Das "Rallyemonster" in Aktion
Das "Rallyemonster" in Aktion
wird der AMC Hungen auch dann etwas Besonderes organisieren um die Zuschauer an die Strecke zu locken; es muss ja nicht unbedingt eine Weltpremiere sein. Vielleicht kann der Verein ja die bekannte Villinger Musikgruppe „Amigos“ gewinnen, die sich diesmal schon als Sponsor auf dem gemieteten Subaru von Alex Papendorf dem Sport zugewandt zeigten.

Gesamtergebnis 19. Limes Rallye 2009:
1. Marco Koch/Stefan Assmann Opel Kadett C
2. Martin Häring/Stefan Schork Opel Manta B
3. Jörg Schuhej/Steffe Reith Mitsubishi Lancer Evo
4. Daniel Rexhausen/Stefan Clemens Mitsubishi Lancer Evo
5. Michael Rausch/ Thomas Schäfer Opel Ascona B
6. Markus+ Thomas Schmidtmeister BMW 320is
7. Udo Schiffmann/Heiko Steinacker BMW M3 E30
8. Uwe Kiehm/Heiko Ziebuhr Opel Kadett C
9. Andreas+ Herbert Schrinner VW Golf
10.Dirk Klemund/Nico Eichenauer Subaru Impreza STI

Gesamtergebnis Historic Rallye Cup:
1. Jochen Möckl/Markus Wilde Opel Ascona B
2. Björn Weiß/Heiner Brandes Mitsubishi Lancer
3. Klaus Weyrauch/Dennis Schlosser Opel Kadett C

Weiter Ergebnisse unter: http://www.amc-hungen.de/home/index.php?option=com_content&view=article&id=26&Itemid=19

Rasante Fahrt bei der Limesrallye 2009
Die technische Abnahme
OHNE WORTE !
Viele Fans bewundern das legendäre Auto
Das "Rallyemonster" in Aktion
Viele Zuschauer auf der WP in Villingen
Das Team Stadelmann vom AMSC Pohlheim
Staubig und Spektakulär
Ausfall am schnellen Schotterstück
Der Subaru mit Villinger Besatzung
Manchmal reicht die Strecke nicht aus !
Das Team Kröll/Schrade vor toller Fankulisse
Der Gesamtsieger auf dem Rundkurs in Rodheim
Spektakuläre Drifts
Haupttribüne Vorgarten in Rodheim
Die Siegerehrung
Streckensprecher Rolf Moll

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von:  Alexander Wissgott

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Alexander Wissgott
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