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Der Tod eines großen Kochs: Die Freunde der mittelhessischen Kochkunst trauern um Horst Wetterau

Horst Wetterau
Horst Wetterau
Pohlheim | Pohlheim - Marburg

Mit Bestürzung hat die Welt der heimischen Köche und auch die nationale Köchezunft erfahren müssen, dass ein großer verdienter Vertreter aus den eigenen Reihen am 22. Juli 2009 im Alter von 56 Jahren verstorben ist.

Horst Wetterau war ein ganz Großer seiner Zunft und wirkte zuletzt als Leiter der Uni-Klinikumsküche Marburg/Gießen.
Der sympathische und bodenständig gebliebene gebürtige Lohraer kochte mit Jahrhundertköchen wie Paul Bocuse und organisierte Empfänge, wie beispielsweise für die Deutsche Botschaft in Paris oder für den Stand des Landes Hessen auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Sein herausragendes ehrenamtliches Engagement im Berufsverband der Köche VKD und sein Einsatz für die Nachwuchsförderung und Ausbildung brachten ihm im Jahre 2007 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ein.

Neben zahlreichen Wettbewerben gewann er 2006 die Goldmedaille im hoch angesehenen Branchenwettkampf um den GV-Award. Noch im vergangenen Monat wurde der Küchenmeister zum GV-Manager des Jahres, dem Oscar der Großverpflegungsbranche, gekürt und durfte so noch einmal die Früchte seines langen Schaffens ernten.

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Als Präsident des Zweigvereins der Köche von Marburg schaffte er es immer wieder durch seine großartigen Konzepte, sein unermüdliches Engagement und seine motivierende Art, den kleinen Verein über alle Landegrenzen bekannt und hochgeschätzt zu machen.

Es war ihm immer sehr wichtig, jungen Menschen die Freude an Kochberuf zu vermitteln, sein Wissen weiterzugeben und dadurch seinen Beitrag zum Erhalt hoher Qualität in seinem Berufsstand zu leisten. Dies wurde nicht zuletzt durch seine jahrelange Mitarbeit im Prüfungsausschuss für Köche der IHK Kassel und zahllose Juryaufgaben deutlich.

Kochen war sein Leben und sein Leben war kochen. Liebe und Hingabe zum Beruf, Humor und der freundliche Umgang mit Menschen waren für ihn kennzeichnend.

Wetterau war ein begnadeter Visionär. Einer, der fortwärend fantastische Bilder in die Köpfe seiner Partner streute. Ein unruhiger Geist, der beseelt und getrieben war von dem Gedanken, etwas wunderbares Neues entstehen zu lassen. So war es auch seine Idee, das Köche-Hessenteam Marburg zu gründen und zu fördern, sodass das Hessenteam 2004 die Bronzemedaille an der Olympiade der Köche in Erfurt errang.

Durch sein Fehlen wird in den Reihen der Köche und seiner vielen Freunde eine nicht mehr zu schließende Lücke bleiben.

Horst Wetterau erlag nach langer schwerer Krankheit und großem Kampf seinem dritten Krebsleiden. Er hinterlässt in dritter Ehe drei Kinder.

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