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Friedparkanlagen auch auf den Friedhöfen in Pohlheim möglich

Pohlheim | Auf Antrag der CDU Pohlheim wurden am 8. Juli die Friedparkanlagen auf den Friedhöfen in Krofdorf und Wißmar in Augenschein genommen. Ein gutes Dutzend Parlamentarier um den 1. Stadtrat Herrn Reinhard Peter (CDU) und Bedienstete der Stadtverwaltung waren der Einladung von Herrn Bürgermeister Gerhard Schmidt gefolgt um sich vor Ort zu informieren. Bürgermeister Schmidt nahm sich viel Zeit und erläuterte den Anwesenden die verschiedenen möglichen neuen Bestattungsformen. Er wies darauf hin, dass unter der fachlichen Beratung der Arbeitsgemeinschaft "Friedhof und Denkmal" aus Kassel die ersten Friedparkanlagen in Mittelhessen auf öffentlichen Friedhöfen in Wettenberg realisiert werden konnten und diese Bestattungsform inzwischen etabliert ist.
Bei einer Friedparkanlage handelt es sich um eine naturnahe Bestattungsform in der Nähe von gepflanzten Bäumen oder Sträuchern. In Wettenberg hat man sich für Ahornbäume entschieden. Zu jedem Baum gehört ein Gedenkstein, an dem bis zu acht Urnen abgelegt werden können. An den Gedenksteinen werden Tafeln angebracht, auf denen die persönlichen Daten des Verstorbenen mit Symbolen angebracht werden können. Daneben ist auf einem zentralen Platz noch ein Andachtsstein vorgesehen.
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Die landschaftsgärtnerische Gestaltung ist vielfältig und muss den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Die Parlamentarier konnten sich auch die Urnenflachgräber als zusätzliche Alternative zu den Urnenwänden ansehen. Dabei handelt es sich um Urnengrabstätten, die lediglich mit einer bodenebenen Gedenkplatte versehen werden, so dass nur geringe Folgekosten für die Pflege der Anlage entstehen.
Stadtrat Peter bedankte sich nach über zwei Stunden bei Bürgermeister Schmidt für seine kompetente Führung.
Die zahlreich anwesenden CDU-Vertreter nahmen die Erkenntnis mit auf den Heimweg, dass vieles was in Wettenberg realisiert wurde auch für die bestehenden Pohlheimer Friedhöfe in Frage kommt und dass Veränderungen in der Bestattungskultur von weiten Teilen der Bevölkerung gewünscht werden. Neue Entwicklungen müssen aufgegriffen und besprochen werden. Ob dabei auch ein von den Freien Wählern gewünschter Friedwald realistisch ist, wird bei den weiteren Beratungen in den Fachausschüssen zu diskutieren sein. In Wettenberg hat man sich jedenfalls aus guten Gründen dagegen entschieden.

Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.433
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.07.2009 um 14:27 Uhr
Kein Vergleich mit einem Begräbnis in einem "Friedwald". Für mich erweckt man hier einen falschen Eindruck.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Michael Wagner

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Interessensgebiet: Pohlheim
Michael Wagner
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