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Hygienekonzept ermöglicht tolles Kirchenkonzert!

Das Ensemble II Giratempo v.L. Max Volbers (Cembalo), Magnus Mehl (Saxophon), Laila Salome Fischer (Sopran), Teodoro Baú (Viola da Gamba) und Vanessa Heinisch (Theorbe).
Das Ensemble II Giratempo v.L. Max Volbers (Cembalo), Magnus Mehl (Saxophon), Laila Salome Fischer (Sopran), Teodoro Baú (Viola da Gamba) und Vanessa Heinisch (Theorbe).
Pohlheim | „Ausverkauftes Haus“ beim ersten öffentlichen Konzert nach dem Lockdown in Pohlheim. In der Watzenborn-Steinberger Christuskirche, wo im Normalfall 500 Besucher Platz haben, standen dieses Mal nur 60 Plätze zur Verfügung. Dank kluger Vorbereitung mit Anmeldung, Einlasskontrolle, Desinfektion, Platzanweisung, Abstände, Mundschutz, Lüftung und großem Abstand zum Musikensemble im Altarraum, hatten die Verantwortlichen vom Kirchenvorstand mit Kantorin Cordula Scobel eine solide und sichere Gesamtbasis geschaffen.
Denn auch für die fünf MusikerInnen vom Ensemble „II Giratempo“ war dies wieder ihr erstes Konzert seit Anfang März, auf das sie sich bestens vorbereitet hatten, was auch ihrer Freude und Engagement bis zum letzten Ton anzumerken war.

Mit der Konzertüberschrift „Talkin` about Barbara“ entführten die Künstler ihr gespannt lauschendes Publikum in die Zeit des Barock, in der die italienische Komponistin und Sängerin Barbara Strozzi die Musikwelt mutig in eine neue Ära bewegte. Und genau diese „Kompositionsschätze“ haben „II Giratempo“ inspiriert, mit dieser Musik das „Hier“ und „Jetzt“ ein wenig „aufzumischen“!
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Auch deshalb hat die Gitarristin Vanessa Heinisch 2017 dieses Ensemble gegründet, um mit diesen, ihren MusikerInnen all die Herzensprojekte realisieren zu können, über die man als Orchestermusiker sonst nur sehnsüchtig beim Kaffee spricht. „Man müsste mal…“

So vorab informiert und eingestimmt, erlebten die Konzertbesucher ein einstündiges Sommerkonzert mit Melodien und Geschichten aus der Barock- und Gründerzeit der Oper. Mit den Instrumenten Cembalo, Blockflöte, Viola da Gamba, Theorbe und Barockgitarre war der Barock Sound zwar bestens besetzt, bekam aber immer wieder von Magnus Mehl mit seinem Saxophon einen kernigen „Jazz-Groove“ verpasst. Dass hierzu die Mezzosopranistin Laila Salome Fischer, immer wieder ergreifend und faszinierend die Liedgeschichten zum Ausdruck brachte, war tief beeindruckend. Mal dem Jazz- oder Barocksound entrückend und dann wieder vordergründig den Mut und die Dominanz der geehrten „Barbara Strozzi“ erstrahlen zu lassen, fesselte und begeisterte die Zuhörer immer wieder.

Während Max Volbers mit dem „Cembalo“, Teodoro Baú mit der „Viola da Gamba“ und Vanessa Heinisch mal mit „Theorbe“ und mal mit der „Barockgitarre“ immer wieder den barocken Klangteppich erzeugten, harmonierten diese
Von links: Vanessa Heinisch (Theorbe), Laila Salome Fischer (Sopran), Magnus Mehl (Saxophon), Max Volbers (Cembalo) und Teodoro Baú (Viola da Gamba).
Von links: Vanessa Heinisch (Theorbe), Laila Salome Fischer (Sopran), Magnus Mehl (Saxophon), Max Volbers (Cembalo) und Teodoro Baú (Viola da Gamba).
doch erstaunlich mit dem Jazz Sound von Saxophon und Blockflöte. Ein wahrhaft zeitübergreifendes „Klangspektakel“, das die Mezzosopranistin Laila Salome Fischer je nach Stimmungsinhalt professionell gekonnt ergänzte oder auch vordergründig dominierte.

Die zu Ehren von Barbara Strozzi erklungenen Titel lauteten: „E`Eraclito amoroso“, „Amor dormiglione“, É pazzo il mio core“, und „Lagrime mie“. Beeindrucken ebenfalls die italienischen Kompositionen „Illustratevi, o cieli“, Amarilli, mia bella“, Al fonte, al prato“, „Anchor che col partire“, „Veni creato spiritus und „Ciaccona“.

Dass am Ende des einstündigen Sommerkonzertes das Publikum seine geforderte Zugabe erhielt, verwunderte nicht. Dass jedoch auch danach die Standing Ovation noch dreimal das Ensemble in den Altarraum forderten, unterstrich noch einmal die hohe Klasse der hier gebotenen Musik. Es war aber auch gewürzt von der Erfüllung und Freude, mal wieder ein Konzert live erleben zu dürfen.

Mit dem nötigen Sachverstand, Kreativität, Regelverantwortung, Mut und Umsetzungstüchtigkeit können auch in komplizierten Zeiten wunderschöne Lebensmomente erzeugt werden, die Publikum und Künstler gleichermaßen erfreuen.

Eine Veranstaltung die Mut macht und deren Akteure großes Lob verdienen!


Weitere Infos unter: http://www.christuskirche-pohlheim.de

Das Ensemble II Giratempo v.L. Max Volbers (Cembalo), Magnus Mehl (Saxophon), Laila Salome Fischer (Sopran), Teodoro Baú (Viola da Gamba) und Vanessa Heinisch (Theorbe).
Das Ensemble II... 
Von links: Vanessa Heinisch (Theorbe), Laila Salome Fischer (Sopran), Magnus Mehl (Saxophon), Max Volbers (Cembalo) und Teodoro Baú (Viola da Gamba).
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Laila Salome Fischer (Sopran)
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von:  Günther Dickel

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Günther Dickel
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