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„Hallo Steinzeit, wir kommen!“

von Ulrich Sannam 18.11.20191287 mal gelesen4 Kommentare
Pohlheim | Es ist eine groteske Situation in Pohlheim. Da beschließen Kommunalpolitiker, die Lebenssituation aller Einwohner zu verbessern, aber nur wenige Menschen akzeptieren diese Verbesserung.

Die Bevölkerung ist sehr traurig, wenn eine Arztpraxis im Dorf schließt, wenn der Metzger und die gemütliche Gastwirtschaft schließen, dazu der letzte Bäcker zusammen mit dem Einzelhändler ihre Läden aufgeben.

Es gibt kein Gesetz, welches die weitere Existenz dieser Angebote im ländlichen Raum zwingend vorschreibt. Alle Bewohner einer Kommune würden sich freuen, wenn ihre gewählten Kommunalpolitiker für den Fortbestand dieser Serviceleistungen kämpfen würden und das schöne Angebot aufrecht erhalten werden könnte.

In der Regel klappt es nicht und die Versorgungssituation im ländlichen Raum wird kontinuierlich schlechter!

Ausweg bietet, wie vor zehntausend Jahren, Selbstversorgung und dazu, ohne Krankheit gesund Leben .

Ähnlich sieht es im Bereich der Versorgung mit Telefon und Internet aus. Dort gibt es einen Laden, in dem die Leute über ein antiquiertes Kupferkabel ihre Telefon und Internet Dienstleistung kaufen können. Wer diese Leistung nicht braucht, weil er weder telefoniert noch das Internet benutzt, den interessiert dieses Angebot nicht.

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Wer aber einen Anschluss besitzt, sollte sich überlegen, wie lange dieses Angebot, von dem zur Zeit einzigen Händler in der Stadt, noch bestehen bleibt.

Ich las heute bei „teltarif.de“ im Internet folgenden Text:

“Telekom kündigt ISDN: Ein Tal (fast) ohne Telefon & Mobilfunk - Aufre­gung im Jäger­thal entlang der B37 in Rhein­land-Pfalz. Die Telekom hat die ISDN-Anschlüsse gekün­digt. Mobil­funk gibt es auch nicht - Rück­fall in die Steinzeit?“

In Pohlheim darf zur Zeit jeder Haushalt einen zweiten und dazu noch kostenlosen Glasfaser Hausanschluss von einem neuen Anbieter buchen. Damit bekämen die Menschen in den Stadtteilen deutlich mehr Sicherheit, auch zukünftig mindestens einen Telefonanschluss nutzen zu dürfen. Niemand kann den jetzigen, privaten Händler zwingen, seine Kupferkabel auf Dauer weiter zu betreiben.

Im Stadtteil Dorf-Güll haben es die Menschen kapiert, wie schlecht es sich lebt, wenn die Grundversorgung mit Lebensmitteln fehlt oder wenn kein Arzt im Dorf praktiziert und die Leistung der Telefonleitung unbefriedigend ist. Dort haben sich deshalb ausreichend viele Menschen für einen kostenlosen Glasfaser Hausanschluss entschieden und werden ihn bekommen.

In den anderen Stadtteilen wollen oder können sich die Menschen offensichtlich nicht entscheiden. Jeder Pohlheimer Haushalt könnte ein Geschenk im Wert von 1500 Euro erhalten, wenn er mitmachen würde. Nächste Woche am Montag, 25.11.2019, endet dieses Angebot.

Wenn es bis dahin mit den Anmeldungen nicht klappt, bleibt einem als Trost die weit verbreitete Meinung: „Früher war alles besser!“ oder „Hallo Steinzeit, wir kommen!“

Kommentare zum Beitrag

Christel Hölscher
804
Christel Hölscher aus Pohlheim schrieb am 18.11.2019 um 12:49 Uhr
Schade , dass das Thema Glasfaser viele Pohlheimer Bewohner nicht interessiert. Diese Chance für einen kostenlosen Anschluss kommt nie wieder. Die ältere Generation, die keinen PC besitzt sollte sich trotzdem mal Gedanken darüber machen . Die eigene Immobilie gewinnt dadurch an Mehrwert und die Erben freuen sich wenn Glasfaser im Haus liegt . Und das alles für „ geschenkt , kostenlos , umsonst , gratis .
Klaus Viehmann
1.323
Klaus Viehmann aus Hüttenberg schrieb am 18.11.2019 um 14:10 Uhr
„Hallo Steinzeit, wir kommen!“
Da haben sie recht, Herr Sann, wenn Pohlheim nicht aufwacht, dann gute Nacht!
Frau Hölscher hat recht, wir in Hüttenberg haben auch lange gebraucht und gekämpft. Nicht nur an sich selbst denken, der Anschluss kostet nichts, die monatlichen Kosten sind auch nicht viel mehr und wir machen etwas was unsere Nachkommen uns später danken. Wir haben es geschafft und in einem Ortsteil wird schon Glasfaser verlegt.
Ulrich Sann
736
Ulrich Sann aus Pohlheim schrieb am 18.11.2019 um 15:53 Uhr
Vielen Dank für die unterstützenden Kommentare.

In den letzten Tagen habe ich immer wieder Menschen in Pohlheim auf das momentane Angebot der kostenlosen Glasfaser Hausanschlüsse angesprochen.

Manch Angesprochene wussten tatsächlich noch nichts vom kostenlosen Glasfaser Hausanschluss oder hatten sich bisher einfach noch nicht darum gekümmert.

Sie waren sehr dankbar für den „lukrativen“ Hinweis und wollen sich beeilen, noch einen, der bis zum 25. November 2019, kostenlosen Glasfaser Hausanschlüsse zu bestellen.

Andere reagierten gereizt und verärgert. Ohne Argumente wurde mir im akustisch so empfundenen 120 Dezibel Bereich mitgeteilt. „Mir reicht´s!!!!“ (gemeint war die Leistung der Telefonanlage)

Nachdem sich anschließend, mein im Gehörgang nervös schepperndes Trommelfell, wieder beruhigt hatte, stellte ich mir die Zukunft vor, die mich erwartet, wenn sich diese „Mir reicht´s“ Meinung durchsetzt.

Ich werde im Dinosaurierweg eine Höhle mit moderner digitaler Rauchzeichentechnik und analoger Alphorn Telelefonanlage in direkter Kopplung mit einem modernen Notfalltrommler mieten.

Ich kann mich dann über die unabhängig voneinander funktionierenden Telekommunikationsanlagen freuen. Wenigstens die Alphornanlage mit kombiniertem Notfalltrommler funktioniert auch bei Regen und sonstigen Schlechtwetterlagen.
Ulrich Sann
736
Ulrich Sann aus Pohlheim schrieb am 20.11.2019 um 10:49 Uhr
Neuste Nachrichten

Es gibt schlechte, aber auch gute Nachrichten für die Höhlenmieter im Dinosaurierweg.

Die schlechten Nachrichten zuerst.


Weder die Rauchzeichenanlage noch die Alphorntelefonanlage mit gekoppeltem Trommelnotfallmelder dürfen weiterhin benutzt werden.

Das Bundesimmissionschutzgesetz mit seinen Luftreinhalteplänen und den Lärmaktionsplänen verbieten solche Umwelt verschmutzenden Anlagen.

Ähnlich wird es sich mit den antiquierten und störanfälligen Kupferleitungen in den Telefonanlagen entwickeln.

Der Abbau und die Veredlung von Kupfer gelten als als besonders dreckig, giftig und gefährlich.

Das belastet zwar nur die Menschen in fernen Ländern, aber die Erde ist klein.

Kupferleitungen können durch Glasfaserleitungen ersetzt werden.

Den Rohstoff für Glasfaserleitungen gibt es in Münzenberg, in der Sandgrube – Quarzsand.

Die neuen Glasfaserleitungen, hergestellt aus einheimischen Sand, könnten bei uns zur Zeit verlegt werden und der Anschluss an diese Fernmeldetechnik würde jedem sogar geschenkt.

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von:  Ulrich Sann

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Ulrich Sann
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