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Roland Fischer, Vorsitzender des Pohlheimer Seniorenbeirates, wartet auf einen, der - für alle Bürger Pohlheims - momentan kostenlosen Glasfaser Hausanschlüsse

von Ulrich Sannam 10.11.2019840 mal gelesen2 Kommentare
Roland Fischer, der neue Vorsitzende des Pohlheimer Seniorenbeirates,  wartet sehnsüchtig auf die für alle Bürger momentan kostenlose Glasfaser Hausanschlüsse
Roland Fischer, der neue Vorsitzende des Pohlheimer Seniorenbeirates, wartet sehnsüchtig auf die für alle Bürger momentan kostenlose Glasfaser Hausanschlüsse
Pohlheim | Der in Grüningen wohnende Roland Fischer wurde im vergangenen Monat, am 2. Oktober 2019, zum neuen Vorsitzenden des Pohlheimer Seniorenbeirates gewählt. Als Vorsitzender eines städtischen Gremiums, legt Fischer Wert auf eine gute Telefon und Internetverbindung.

Leider ist das zur Zeit nicht der Fall. Er wohnt am Ende der Sudetenstraße in Grüningen und damit ist das Kupferkabel für die Datenleitung zu seinem Haus lang und die Daten kommen nicht besonders schnell zu seinem Computer.

Er versuchte sich über die Arbeit der Stadtverordneten in den letzten Monaten zu informieren. Dafür nutzt er das Pohlheimer Informationssystem, um die Sitzungsprotokolle der Ausschüsse, der Stadtverordnetenversammlung und anderer Gremien auf dem Computerbildschirm zu lesen.

Unerfreulicher weise dauert es manchmal lange, bis er eine Seite lesen kann. Wenn viele seiner Nachbarn online sind, dann muss Fischer am Ende der langen Kupferleitung lange warten, bis die Daten durch die antiquierte Kupferleitung zu seinem Haus in den Computer gelangen.

Er ist daher dankbar, das Pohlheimer Stadtverordnete den Ausbau
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eines neuen Glasfasernetzes am 18. Dezember 2018 einstimmig beschlossen haben.
Er hat sich, wie am Schild in seinem Vorgarten zu sehen ist, gleich zu Beginn der Anmeldemöglichkeit einen der neuen und kostenlosen Glasfaser Hausanschlüsse bestellt.

Fischer freut sich, dass die Polheimer Kommunalpolitiker diese sozialverträgliche, kostenlose Installation eines Glasfaseranschlusses im Werte von circa 1500 Euro jedem der 9300 Haushalte in Pohlheim ermöglichen. Würden alle Haushalte mitmachen, entspräche das einem Gegenwert von ungefähr 14 Millionen Euro. Dieses Geldgeschenk bekämen aber nur diejenigen, die sich vor Installationsbeginn des Glasfasernetzes, anmelden würden.

Der Glasfaserausbau werde in den einzelnen Stadtteilen begonnen, wenn jeweils mindestens 40 Prozent der Haushalte in einem Stadtteil angemeldet wären. Fischer sagte, dass er dazu in Grüningen bei der Informationsveranstaltung, einen Vertrag über die Laufzeit von zwei Jahren, zu günstigen Konditionen abgeschlossen habe.

Im ersten Jahr bezahle er 24,99 Euro im Monat und im zweiten Jahr 44.99 Euro pro Monat. Die Summe der Gebühren belaufe sich auf knapp 840 Euro in zwei Jahren. Einen ähnlich hohen Betrag bezahle Fischer auch zur Zeit für seinen unmodernen Kupferkabelanschluss mit begrenzten und schwankenden Leistungen.

Auszug aus den Niederschriften: Einstimmiges Abstimmungsergebnis am 18.12.2018 im HFA
Auszug aus den Niederschriften: Einstimmiges Abstimmungsergebnis am 18.12.2018 im HFA
Unterm Strich bliebe ihm nach Installation seines bestellten Glasfaseranschlusses ein Gewinn oder Geschenk von circa 600 Euro und eine Wertsteigerung seines Hauses durch die moderne Glasfasertechnik.

Bedauerlicherweise hätten sich, aus für ihn kaum nachvollziehbaren Gründen, bisher deutlich zu wenige Haushalte für dieses kostenlose Angebot eines Glasfaserhausanschlusses entschieden.

Die gute Vorarbeit der Pohlheimer Kommunalpolitiker werde in der Bevölkerung offensichtlich nur gering geschätzt. In den Jahren vor diesem zukunftsweisenden, einstimmigen Beschluss, der im Stadtparlament vertretenen Fraktionen, wurden die Politiker jahrelang wegen der fehlenden modernen Kommunikationstechnik gescholten.

Nun zögerten die Bürger, obwohl es kaum möglich erscheine, dass ein zweites mal solch günstige Konditionen mit kostenlosem Glasfaserhausanschluss für alle Haushalte in allen Stadtteilen angeboten werden. Die Verweigerungshaltung der Bürger werde Pohlheim auf ungewisse Zeit von der modernen Kommunikationstechnik abkoppeln. Den Kommunalpolitikern dürfe man dann aber keine Vorwürfe mehr machen.

Lediglich in Dorf-Güll seien die vierzig Prozent bisher erreicht worden. Dort werde in jedem Fall ein modernes Glasfasernetz installiert.

Traurigerweise sehe es in Grüningen, Fischers Wohnort, mit der Anschlusswilligkeit der Haushalte schlecht aus. Würden die vierzig Prozent der notwendigen Anmeldungen in Grüningen nicht erreicht, müsse er weiterhin viel Geld, für eine im Vergleich mit Glasfasertechnik, veralteten Anschluss mit schwankender Leistung bezahlen.

Roland Fischer, der neue Vorsitzende des Pohlheimer Seniorenbeirates,  wartet sehnsüchtig auf die für alle Bürger momentan kostenlose Glasfaser Hausanschlüsse
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Auszug aus den Niederschriften: Einstimmiges Abstimmungsergebnis am 18.12.2018 im HFA
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Gießener Allgemeine 19.12.2018
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Gießener Anzeiger 21. Dezember 2018
Gießener Anzeiger 21.... 
Auszug Originaltext Glasfaser Hausanschluss
Auszug Originaltext... 

Kommentare zum Beitrag

Günther Dickel
3.168
Günther Dickel aus Pohlheim schrieb am 13.11.2019 um 14:31 Uhr
Vielen Dank für diesen so wichtigen Aufruf an die Bevölkerung! Vielleicht kommen ja noch 40% in die Gänge.

Da bekommen die Bürger jetzt in der Startphase die Anschlüsse sogar kostenlos angeboten und nur geringe Regung ist erkennbar. Ich vermute, dass viele das Ganze nicht verstehen aber darüber hinaus auch nicht willens sind sich zu informieren. Dass der Opa als Hausbesitzer aber ohne PC kein Glasfaser benötigt verstehe ich. Dass aber die "Junge Generation" ihre "Noch-Hausbesitzer-Generation" nicht aufklärt und ermutigt/auffordert die Glasfaserverträge jetzt abzuschließen, ist mir ein weiteres Rätsel.
Ulrich Sann
742
Ulrich Sann aus Pohlheim schrieb am 14.11.2019 um 09:33 Uhr
Hallo Günther,

du kommentierst den Sachverhalt völlig korrekt. Nach jahrelangem „nölen“ aus verschiedenen Kreisen der fast zwanzig tausend Einwohner Pohlheims, haben alle Parteien im Pohlheimer Parlament einem Vertrag zum Ausbau eines Glasfasernetzes zugestimmt. „Einstimmig“ wurde der Beschluss gefasst, wie jeder im Protokoll lesen kann.

Damit niemand groß nachdenken muss, gibt es den Glasfaser Hausanschluss im Wert von ungefähr 1500 Euro kostenlos! Jeder bekäme zu seinem nicht mehr zeitgemäßen Kupferkabel Hausanschluss einen zweiten, modernen Glasfaseranschluss kostenlos.

Ich war davon überzeugt, dass endlich einmal die Bevölkerung ihren gewählten politischen Vertretern „Danke“ sagt und bei dieser Aktion zu 100 Prozent mitmacht. Schließlich würde die ausführende Firma 14 Millionen Euro in Pohlheim investieren.

Würden wir als Stadt den Ausbau selber durchführen, müssten die Steuern kräftig erhöht werden und das Geschrei aus der Bevölkerung wäre dann schnell wieder riesengroß.

Beim Straßenausbau wird von den Bürgern kostenloser Ausbau gefordert. Bei den Kindergärten werden kostenlose Leistungen gefordert. Dafür habe ich Verständnis.

Nun wird den Bürgern in Pohlheim die Installation einer zukunftsweisende Technik kostenlos angeboten.

Es müssen ja nicht mal !00 Prozent mitmachen, vierzig Prozent reichen ja schon aus!

Wenigstens in Dorf-Güll wohnen ausreichend viele Mitbürger, die mitmachen und über die ich mich freue.

Es ist auch der Ausdruck von Solidarität, gegenüber denjenigen, die einen schnellen Glasfaserhausanschluss dringend benötigen und schon seit Jahren vergebens darauf warten.

Das schlechteste Argument, derjenigen, die sich verweigern und nicht mitmachen, ist: „Ich brauche den Glasfaseranschluss nicht.“

Ähnlich ist es, auf der Autobahn die Rettungsgasse zu blockieren und zu behaupten, „ich brauche den Krankenwagen nicht!“
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ulrich Sann

von:  Ulrich Sann

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Ulrich Sann
742
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