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1 Mill. Euro für Berufsorientierung der Schüler

Strahlende Gesichter bei der Projektpräsentation mit 1 Million € Förderzuschuss. Vorn rechts Landrätin Anita Schneider und Eckart Schäfer Direktor der Arbeitsagentur Gießen.
Strahlende Gesichter bei der Projektpräsentation mit 1 Million € Förderzuschuss. Vorn rechts Landrätin Anita Schneider und Eckart Schäfer Direktor der Arbeitsagentur Gießen.
Pohlheim | Wenn einmal wieder fast 1 Million € in die berufliche Förderung von jungen Menschen investiert werden, ist dies ein Grund zur Freude, zum Innehalten und zur Präsentation. So geschehen dieser Tage in der Pohlheimer Adolf Reichwein Schule (ARS) wo Landrätin Anita Schneider und Agenturdirektor Eckart Schäfer persönlich die Förderbescheide an fünf Schulvertreter und den Bildungsträger ZAUG GmbH und IBS e.V. überreichten. Gastgeberin und Rektorin der (ARS) äußerte sich in ihrer Begrüßungsrede hoch erfreut, dass die bereits seit sechs Jahren geförderten Berufsorientierungsmaßnahmen inklusiv der darin beschäftigten Coaches nun weitere drei Jahre fortgeführt werden können.

Auch Landrätin Anita Schneider hob in ihrem Grußwort hervor, dass mit der Mittelbewilligung von fast 1 Million € den immer noch zu vielen Schülergruppen ohne Bildung- und Beschäftigungsperspektive ein wichtiger Stützpfeiler geboten werde. Dabei galt er Dank aber auch den Vertretern der Schulen, dass sie ihre Türen für dieses zusätzliche, aber sehr wichtige Berufsorientierungsprojekt öffnen und mit den Coaches Hand in Hand zusammenarbeiten.

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Dem schloss sich auch Eckart Schäfer, Direktor der Arbeitsagentur Gießen an und begründete die Verpflichtung seiner Agentur hier in die Partnerschaft einzusteigen. Es sei wichtig, dass bereits die Schüler in den Klassen 8-10 mit der Ausbildungs- und Arbeitswelt in Kontakt kämen und ihre Befähigungen und Berufswünsche erproben und finden können. Da parallel die Entwicklung und Veränderung des Arbeitsmarktes in rasantem Tempo voranschreitet, sollten die „noch Schüler“ und künftigen Fachkräfte zeitnah dies verstehen, wissen und sich entsprechend qualifizieren. Betriebliche Praktika und ganz besonders die kompetente Beratung der in diesem Projekt tätigen Bildungscoaches sein hierbei von unschätzbarem Wert.

Die Projektüberschrift „Keiner geht verloren“ ist auch zugleich Aufruf für alle Beteiligten vom Lehrpersonal, den Jobcoaches der Bildungsträger ZAUG GmbH und IBS e.V. bis hin zu den Praktikums- und Ausbildungsbetrieben und nicht zu vergessen den Schülern/Klienten in den Vorab- und Abgangsklassen. Damit soll aber auch die duale Ausbildung als attraktiver Weg in ein erfolgreiches Berufsleben hervorgehoben und gestärkt werden. Mit der Förderlaufzeit bis 2022, bedeutet dies auch für die beteiligten Schulen ein hohes Maß an Kontinuität und Planungssicherheit.

Der begleitende Prozess der Berufsorientierung soll Schülerinnen und Schüler systematisch darin unterstützen, ihre Stärken und Interessen zu erkennen und weiterzuentwickeln, praxisnahe Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt zu erhalten sowie Anschlussmöglichkeiten zielgerichtet in den Blick nehmen. Mit diesem frühzeitigen beruflichen Impuls sollen bereits während der Schulzeit die richtigen Weichen für den nachfolgenden Schritt auf dem Weg in eine berufliche Perspektive gestellt werden, damit unnötige Warteschleifen erst gar nicht entstehen.
Wie wichtig und erfolgreich diese Jugendförderung bereits ist, konnte man aus den Praxisberichten der Berufsorientierungscoaches Sabine Schippers, Paul Römer und Marius Wend erfahren.

Das weitere hierbei mit 287.500 € integrierte Förderprojekt „Jobagent“ ist ein rechtskreisoffenes Angebot für Menschen bis zum 35. Lebensjahr, die noch Hilfe rund um die berufliche Erst- und Neuorientierung benötigen. Auch hat die Beratung und das Coaching das Ziel, zu verhindern, dass die Jugendlichen wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen und sich wieder destabilisieren.

Das mit 25.000 € auf den ersten Blick spektakulärste Förderprojekt „E-Design“ soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, in Gruppenarbeiten Grundlagen aus den Bereichen Sensorik und Robotik kennen zu lernen, 3D-Objekte (3D-Imaging) zu erstellen und sich mit dem 3D-Druck und weiteren digitalen Werkzeugen zu beschäftigen.
Durch dieses praxisorientierte Arbeiten sollen Primärkompetenzen wie „Problemanalyse, Problemlösungen", „Informationsbeschaffung" und „der Umgang mit Misserfolgen" vermittelt werden.
Ein erster Testdurchlauf erfolgt derzeit bereits an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich.

Seit dem 1. August 2019 werden die hier beschriebenen Berufsorientierungsmaßnahmen an folgenden Schulen im Kreis Gießen umgesetzt:
Reichwein Schule Pohlheim, Clemens-Brentano-Europa-Schule Lollar, Integrierte Gesamtschule Busecker Tal und Gesamtschule Gleiberger Land sowie Dietrich-Bonhoeffer-Schule Lich.

• 950.000 € Gesamtzuschuss
o 636.600 € aus Mitteln des Landes Hessen und der Agentur für Arbeit
o 287.500 € aus Mitteln des Projekts Jobagent
o 25.000 € aus Mitteln des Landkreises Gießen für das Projekt E-Design
o Durchführende Bildungsträger „ZAUG GmbH“ und „IBS e.V.“


Weitere Informationen unter: http://www.ars-pohlheim.net

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von:  Günther Dickel

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