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Dr. Joachim Sann: "Elektrifizierung von Automobilen ist gut möglich!"

Dr. Joachim Sann
Dr. Joachim Sann
Pohlheim | Pohlheims Erster Stadtrat Ewald Seidler, zuständiger Dezernent für Umwelt, Energie und Klima im Dezernat zwei der Stadt Pohlheim, hatte den Wissenschaftler Dr. Joachim Sann zu einem Vortrag als Fachreferenten mit dem Thema „Akkumulatoren, Stand der Technik und zukünftige Möglichkeiten der Technik mit Akkumulatoren“ in das Bürgerhaus im Stadtteil Hausen eingeladen.

Sann forscht in der Arbeitsgruppe um Professor Dr. Jürgen Janek am Physikalisch-Chemischen Institut der Justus-Liebig Universität. Die Arbeitsgruppe ist eine der größten Batterieforschungsgruppen in Deutschland und koordiniert unter anderem ein nationales Forschungsnetzwerk zu Feststoffbatterien.

Alleine in Gießen arbeiten über 50 Mitarbeiter intensiv in der Batterieforschung und so konnte Sann bei der Vorbereitung seine Vortrages viel Wissen seiner Kollegen mit einfließen lassen. Sann ging in seinem Vortrag detailliert auf die Akkutechnik ein und erläuterte in Vergleichen sowohl die Vorteile als auch Nachteile verschiedener Systeme.

In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte Sann dabei die Lithiumbatterie und fragte: „Was müssen Lithiumbatterien
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können?“ In seinen vergleichenden Ausführungen ging er auf Preis, Gewicht, Volumen, Leistung, Ladezeit, Lebensdauer, Kälte/Hitze Verhalten, Umweltverträglichkeit und die Sicherheit von Batterien, insbesondere der Lithiumbatterien ein, die heute in Elektroautos verbaut werden.

Mittlerweile sei die Energiedichte der Lithiumbatterien im Laufe der letzten 25 Jahre um das vierfache gesteigert worden und die Elektrifizierung von Automobilen dadurch gut möglich. Parallel dazu seien die Rohstoffpreise in jüngster Zeit wieder gesunken. Kobalt koste zum Beispiel nur noch ein Drittel des Preises wie vor zwei Jahren. Damit ließen sich gut größere Batterien kostengünstig in Fahrzeugen verwenden.

Mit größeren Akkus würden PKW Reichweiten von 500 Kilometern pro Ladung erreichen. Die Haltbarkeit der Batterien fließe mit in die Rechnung ein. Größere Batterien könnten so genutzt werden, dass sie in der Regel nicht vollständig geladen und ebenso wenig vollständig entladen würden. Hierbei werde die Haltbarkeit wesentlich gesteigert. Infolge seien Laufzeiten von über einer Million Kilometer mit einer Batterie in einem Auto möglich und die CO zwei Bilanz falle dann deutlich positiv aus.

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von:  Ulrich Sann

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