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"Plattsänger" eröffnen Heimatabend im Advent

Die Soloakteure vom achten Heimatabend auf der kleinen Kunstbühne im Grünen Baum. Von links: Dieter Schäfer, Hannelore Schmandt, Christa Magel, Karl-Heinz Theiß, Rita Mattern und Günther Dickel (sitzend)
Die Soloakteure vom achten Heimatabend auf der kleinen Kunstbühne im Grünen Baum. Von links: Dieter Schäfer, Hannelore Schmandt, Christa Magel, Karl-Heinz Theiß, Rita Mattern und Günther Dickel (sitzend)
Pohlheim | Mal heiter, mal nachdenklich und mal ergreifend schön, waren die Lieder und Geschichten aus gar nicht allzu alter Zeit, beim achten Heimatabend des Gesangverein Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg e.V., als es wieder hieß: „Immer (mal) wieder sonntags“. Dieses Mal gestalteten gleich sechs Akteure und ein Chorensemble das fast dreistündige Programm im Saal vom Gasthaus „Grüner Baum“ in Watzenborn-Steinberg. Musikalisch eröffnet wurde der sonntägliche Reigen vom Eintracht-Chor „Die Plattsänger“ mit Eintracht Chorleiter Dieter Schäfer und dem bekannten Männerchorsong „Aus der Jugendzeit“. Damit war charmant die Tür in die Vergangenheit geöffnet und mit dem anschließend heiteren Chorsatz „Asch trenk jetz koan Schnaps mie“ (Ich trinke jetzt keinen Schnaps mehr), nach der Melodie des österreichischen Komponisten Gertl Komposch und dem oberhessischen Mundarttext von Dieter Schäfer war der Bühnenvorhang geöffnet für die weiteren Akteure des Abends.
Aus Burg-Gemünden (Felda) erfreute Karl-Heinz Theiß die Gäste mit Geschichten, Anekdoten und Versen aus noch nicht lange vergangener Zeiten. Ob dabei „de Foadder med em
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Bubche en die Wirtschaft geng“ (der Vater mit dem Bübchen in die Wirtschaft ging), er vom Stammtisch berichtete oder eine Werbung vom „Aberadebau-Rab aus Rabertshause“ vortrug, erfreute er die gespannt lauschend Zuhörer. Wenn Rita Mattern aus Busek-Beuern mit ihrer Gitarre auf der kleinen Kunstbühne Platz nahm, dauerte es nicht lange, bis der ganze Saal die Refrain Passagen mit summte. Gestützt durch die angenehmen Melodien verstanden gar anwesende „Nicht-Platzschwätzer“ die charmant im Text eingebundenen Geschehnisse, Verhaltensweisen und Geschichten, in denen man sich gar selbst im Spiegel ertappten konnte. Ob der Titel dabei lautete: „Ei, guden Tach, mer hu sich joa loang net geseh“ (Ei guten Tag, wir haben uns ja lange nicht gesehen) oder sie das sentimentale unter die Haut gehende Stück vom „Dank an die Oma“ sang, verwunderte es keinen mehr, dass es kaum eine oberhessische Mundartbühne ohne Rita Mattern gibt.
Welch musikalisches Multitalent der Eintracht Dirigent Dieter Schäfer ist, erlebten erstmals auch einige seiner Chorsänger, die in bis dato nur als Chordirigent, Klavierspieler und Gitarrist kannten. Denn was er mit seinen selbst getexteten und vertonten Mundartgeschichten vom „Kadoffenstrasche“ (Kartoffelreihen aufhäufeln mit dem Pflug) oder mit den Aneinanderreihung von Lebensgleichungen beim Refrain Lied „Ei, reun“ (ei, tatsächlich) mit Gesang und Gitarrenspiel zum besten gab, erheiterte und erstaunte so manch einen „Eingeborenen“.
Rita Mattern
Rita Mattern
Die kleinen Adventkerzen auf dem Moderationspult von Günther Dickel erinnerten zwar an den zweiten Adventsonntag aber die Geschichten und Duett Gesänge von Christa Magel und Hannelore Schmandt verstärkten diesen Kerzenduft um ein Vielfaches. Einfühlsam, nachdenklich und dankbar, verstärkten sie mit ihren Geschichten „Wenn die Tage kürzer werden“, „Es ist Advent“ oder „Was man sich früher zu Weihnachten schenkte“ die Adventstimmung. Was die beiden „Seniorinnen“ jedoch mit ihrem zweistimmigen, feinen Duett- Gesang präsentierten, erstaunte nicht nur die verdutzt lauschenden Chorsänger der Eintracht, sondern alle im Saal Anwesenden, inklusive des Servicepersonals. Mit den Duetten „Nimm dir Zeit“, „Es wird schon gleich dunkel“ und „Guten Abend, gute Nacht“, klang ein wunderschöner Adventabend aus.

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von:  Günther Dickel

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Günther Dickel
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