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Tagungsort war der Holzheimer Markwald

Revierförster Rainer Alberding (vorne rechts) führte die Tagungsteilnehmer zu sechs besonders markanten Abteilungen im Markwald.
Revierförster Rainer Alberding (vorne rechts) führte die Tagungsteilnehmer zu sechs besonders markanten Abteilungen im Markwald.
Pohlheim | Nicht an irgendeinem „Grünen Tisch“ in einem klimatisierten Bürogebäude, sondern vor Ort im Wald, unter „grünen Bäumen“ des Holzheimer Markwaldes fand das Jahrestreffen der mittelhessischen Markmeister und Privatwaldeigentümer statt. Dabei reichten die Themen von Umwelt- und Naturschutz, Wasserschutz, Klimawandel, Witterungsextreme wie Stürme und Trockenheit, Schädlingsbefall bis hin zur Holzwirtschaft, inklusive der FSC-Zertifizierung und besonders der Richtlinien von Kartellbehörden und Politik. Dass die umwelt- und forstpolitischen Sprecher der im hessischen Landtag vertretenen Fraktionen von CDU, Bündnis 90 die Grünen, SPD und FDP, sowie die MdB aus der Region die Anliegen der Privatwaldeigentümer und der mittelhessischen Mäkerschaften ernst nehmen, bekundeten diese mit ihrer Anwesenheit und in ihren Statements während der Tagung. Denn
die Vertreter des hessischen Waldbesitzerverbandes, Frau Sylvia Ruppel, Geschäftsführer Christian Raupach und Präsident des Waldbesitzerverbandes Freiherr von der Tann sowie Forstamtsleiter Harald Voll und Revierförster Rainer Alberding konfrontierten die politischen Vertreter
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mit ihren Besorgnissen um den Fortbestand der Waldwirtschaft. Trotz Umsetzung der Regelungen/Vorschriften nach der FSC-Zertifizierung ist man in Sorge, dass die Kartellbehörden und das Umweltministerium die Hinweise, Anregungen und Anliegen der Waldbauern und waldbesitzenden Kommunen nicht ausreichend berücksichtigt oder gar übergeht. Besonders Rainer Alberding verwies in seinen Ausführungen auf die tief verwurzelte Bindung zu unseren Wäldern und der engen Verbindung zur nachhaltigen, forstwirtschaftlichen Forschung und Lehre hin. Dies erkenne man besonders, dass in Hessen noch immer 42 % der Flächen mit Wald bedeckt sind, was nicht von ungefähr komme.

Nach politischem Meinungsaustausch unter den Bäumen an der Jagdhütte, unternahm die Delegierten unter der Leitung von Revierförster Alberding und Forstamtsleiter Voll einen Waldspaziergang zu sechs markanten Abteilungen des 83,2 Hektar großen Holzheimer Markwaldes. Hier vor Ort konnte unmittelbar und anschaulich in Kenntnis genommen werden wie Jungbäume in einer Neuanpflanzung ohne Einzäunung gedeihen, 200-jährige Eichenstämme für den Abtransport vorbereitet werden und eine von Windbruch getroffene Abteilung neu aufgeforstet wurde. Auf der 290 Meter höchsten Erhebung des
Revierförster Rainer Alberding (vorne rechts) führte die Tagungsteilnehmer zu sechs besonders markanten Abteilungen im Holzheimer Markwald.
Revierförster Rainer Alberding (vorne rechts) führte die Tagungsteilnehmer zu sechs besonders markanten Abteilungen im Holzheimer Markwald.
Markwaldes bewunderten die Delegierten eine reine Fichtenabteilung, die zum Glück von Schädlingsbefall bis dato verschont blieb. Aber auch Informationen zur Verwendung der unterschiedlichen Holzsorten bei der industriellen Verarbeitung, und die dabei erzielten Vermarktungspreise wurden erörtert. Dabei reicht der Preis pro Kubikmeter von 65 € bei der Buche über 100 € beim Eichenholz bis zu 600 € bei der seltenen und Deutschlands teuersten Holzsorte, der „Elsbeere“. Bis es jedoch zur wirtschaftlichen Vermarktung kommt, muss der Holzwirt/Märker viele Jahrzehnte „Hegen und Pflegen“. Dabei umspannt ihn noch das Netzwerk von Jägern, Behörden, Ämtern, Umwelteinflüssen und nicht zu vergessen die oft unbekümmerten Freizeitaktivisten vom gelassenen Wanderer bis hin zum querdüsenden Mountainbiker, die sein Kerngeschäft nicht immer beflügeln.
Nach dem fast dreistündigen, hochinformativen und kompetent geführten Jahrestreffen hatte die Holzheimer Markgemeinschaft die Teilnehmer zu einem Imbiss ins Gasthaus „Zur Linde“ eingeladen.

Revierförster Rainer Alberding (vorne rechts) führte die Tagungsteilnehmer zu sechs besonders markanten Abteilungen im Markwald.
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Sylvia Ruppel (re) bei ihrem Auftaktreferat vor der Jagdhütte,
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von:  Günther Dickel

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