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Ein Jackpot für die Stadt Pohlheim

Der Bahnanschluss zusammen mit einer Ortsdurchfahrt freien Autobahnanbindung würden die Grundlage eines regionalen Premium-Standort für Gewerbeansiedlung bilden, meinen Engin Eroglu, Bettina Jost, Björn Feuerbach und Ulrich Sann (von links)
Der Bahnanschluss zusammen mit einer Ortsdurchfahrt freien Autobahnanbindung würden die Grundlage eines regionalen Premium-Standort für Gewerbeansiedlung bilden, meinen Engin Eroglu, Bettina Jost, Björn Feuerbach und Ulrich Sann (von links)
Pohlheim | - (fw). Am Freitag Nachmittag trafen der Fraktionsvorsitzende der Pohlheimer Freien Wähler (FW), Ulrich Sann zusammen mit seinen Fraktionsmitgliedern Bettina Jost und Björn Feuerbach den Landesvorsitzenden der „FREIE WÄHLER“, Engin Eroglu, zu einem informierenden Gespräch über das Gewerbegebiet „Garbenteich Ost“. Zuerst besichtigte die Gruppe den Standort des geplanten Gewerbegebietes. Eroglu, der als selbständiger Makler und Projektentwickler aus beruflicher Erfahrung den Immobiliensektor gut kenne, sagte nach Besichtigung des Geländes „Garbenteich Ost“: „Das ist ein Jackpot für die Stadt Pohlheim.“

Die Stadt Pohlheim dürfe sich freuen, betonte Eroglu, dass sich Unternehmen für diesen Standort interessiere und Millionen Euro in wohnortnahe Arbeitsplätze investieren wolle. Bei dem stark wachsenden Internethandel, der dem stationären Handel in größer werdendem Maße die Kunden wegnehme, sei es mutig, überhaupt noch Geld in Verkaufsstätten zu investieren. Kunden ließen sich gerne alles an die Haustüre liefern, ohne das Haus verlassen zu müssen. So sei das „Gaststätten Sterben“ eine Folge des bequemen Lieferservice, der Speisen und Getränke ins Haus der Kunden liefere.

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Ähnliches entwickle sich im Einzelhandel. Es sei für Kaufleute verlockend, den Inhaber geführten Laden, mit hohen Miet- und Personalkosten aufzugeben. Stattdessen könne ein kostengünstiges Lager im ländlichen Raum gemietet werden und mit geringem personellen Aufwand ein lukrativer Internethandel weiter betrieben werden. So beobachten Fachleute den Internethandel als einzige, deutliche und aggressive Konkurrenz zum Innenstadthandel mit inhabergeführten Läden. Die Konkurrenz zwischen stationärem Handel sei, wie Beispiele zeigten, vernachlässigbar.

Neue Handelsunternehmen mit hoher Kundenfrequenz und großem Erlebnis Potenzial in der Region, wirkten sich in der Fläche positiv aus und brächten auch in Nachbarstädten in Folge des hohen Kundenaufkommens zusätzliche Kundschaft. Diese Kombination aus neuem, modernen „Erlebnishandel“ mit nahem traditionellem urbanen Einzelhandel sei eine probate Methode, den Internethandel nicht ausufern zu lassen. Der Kunde suche im Handel ein neues Angebotskonzept, das durch sinnliche Bereicherung mittels Erlebniswerten gekennzeichnet sei. Den potenziellen Käufern sollen emotionale Erlebnisse vermittelt werden, die in deren Gefühls- und Erfahrungswelt verankert seien und für die es sich lohne, die eigene Wohnung zu verlassen und nicht alles per Smartphone vom Logistikunternehmen in die eigenen vier Wände bringen zu lassen.

Mit modernen Fahrzeugen bedient die Hessische Landesbahn (HLB) im Stundentakt die Strecke von Gießen über Garbenteich nach Gelnhausen
Mit modernen Fahrzeugen bedient die Hessische Landesbahn (HLB) im Stundentakt die Strecke von Gießen über Garbenteich nach Gelnhausen
Deshalb wäre eine Kooperation des Gießener innerstädtischen Handels mit dem Unternehmen Neinver sinnvoll, um Synergien für den stationären Einzelhandel zu nutzen. Schade wäre es am Ende, würden durch Missverständnisse Konflikte erzeugt, aus denen der Internethandel als Gewinner hervorginge und der regionale Handel, nicht nur in Gießen, Verluste verbuchen müsste.

Fraktionsvorsitzender Ulrich Sann sieht in „Garbenteich Ost“ einen „regionalen Premium-Standort“ für Gewerbeansiedlung, der Anforderungen der „Nachhaltigkeit unter Beachtung ökologischer Grundsätze“ erfülle. Zu diesem Ergebnis komme man, wenn man die Prämissen zugrunde lege, die die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald in ihrem Leitfaden „Nachhaltige Gewerbe- und Industriegebiete der Zukunft“ im Jahr 2015 veröffentlichte. Die richtige Standortwahl ermögliche nachhaltige Lösungen der Energie und Verkehrsfragen. Zum Beispiel eine Ortsdurchfahrt freie Autobahnanbindung und eine sehr gute ÖPNV Anbindung. Letztere sei vorhanden, während die Autobahnanbindung vom Unternehmer gebaut würde.

„Garbenteich Ost“ liege direkt neben der Autobahn A5, eine der Landesentwicklungsachsen in Hessen und erfülle damit ein weiteres Kriterium für eine nachvollziehbare und bewertbare Standortentscheidung. Die IHK Nordschwarzwald nenne dabei als weitere wichtige Faktoren die Größe und den Zuschnitt der Gewerbefläche. Viele Anforderungen an Infrastruktur und zusätzlichen Service seien nur in größeren Einheiten wirtschaftlich. Durch Bündelung von Kräften, könne Infrastruktur nicht nur in höherer Qualität, sondern auch günstiger erstellt und betrieben werden. Dabei sollten die Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen und den „Umweltverbund“ in geeigneter Weise nutzen. Neben dem ÖPNV sind ein zentrales Parkhaus mit Lade- und Serviceeinrichtungen für e-Mobilität und überbetrieblichem „Carsharing“ vorstellbar.

Björn Feuerbach verwies auf interessante Hinweise in der Broschüre „Nachhaltige Gewerbegebiete“ der Leuphana Universität Lüneburg. Dort stehe, dass Mithilfe von Infrastruktur und Leitelementen innerhalb oder am Rand eines Gewerbegebietes wertvolle „Trittsteinbiotope“ (kleine, in der Fläche verteilte Biotope) eingerichtet werden könnten. Mit einem extensiv gepflegten Lärmschutzwall und begrünten Lärmschutzmauern würden nützliche Nahrungs- und Lebensräume geschaffen. Dort entstünden Kleinstlebensräume für Insekten und Nahrungsplätze für Vögel. Nist- und Brutangebote für Insekten, Vögel oder Fledermäuse könnten integriert werden. Als fließende Übergänge würden sie dem Gebiet ein naturnahes Erscheinungsbild verleihen und es in die umgebende Landschaft einbinden. So würden Anwohnerinnen und Anwohner geschützt und gleichzeitig ein Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geliefert, schreiben Autoren der Leuphana Universität Lüneburg in ihrer Veröffentlichung.

Der Bahnanschluss zusammen mit einer Ortsdurchfahrt freien Autobahnanbindung würden die Grundlage eines regionalen Premium-Standort für Gewerbeansiedlung bilden, meinen Engin Eroglu, Bettina Jost, Björn Feuerbach und Ulrich Sann (von links)
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Kommentare zum Beitrag

Oliver Schöffmann
46
Oliver Schöffmann aus Pohlheim schrieb am 18.04.2018 um 22:09 Uhr
Einfach nur realitätsfremd und ziemlich daneben ist dieser Bericht. Ich hoffe nur, das die direkt betroffenen Menschen das richtig einordnen können und sich darüber ihr Urteil bilden werden. Aber es ist wiederum legitim, jeden Strohhalm zu nutzen um Wahlkampf zu betreiben. Keine schlechte Idee (eigentlich). Aber um jeden Preis? Zweifelhaft...
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von:  FREIE WÄHLER Pohlheim

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