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Das Pohlheimer Gewerbegebiet "Garbenteich Ost" und die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

Gesamtnetzplan Ausschnitt LKGI - Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH, URL "http://www.vgo.de/vgo/downloads.nsf/c/doc0461B488008B2C1EC1257F1D004B7189/$FILE/GesamtLNP_2018.pdf", 08.03.2018.
Gesamtnetzplan Ausschnitt LKGI - Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH, URL "http://www.vgo.de/vgo/downloads.nsf/c/doc0461B488008B2C1EC1257F1D004B7189/$FILE/GesamtLNP_2018.pdf", 08.03.2018.
Pohlheim | - (fw). In den vergangenen Wochen und Monaten wurde in Pohlheim, in Gießen, im Landkreis sowie über diesen hinaus, viel über die Erschließung und Entwicklung des Gewerbegebiets „Garbenteich Ost“ in der größten Kommune im Landkreis Gießen, der Stadt Pohlheim, gesprochen und diskutiert.

Da in verschiedenen Bereichen, die durch diese Gewerbeansiedlung in Pohlheim betroffen wären, belastbare Daten fehlen, gehen die Fantasien mit ihren begleitenden Emotionen bis in den irrationalen Bereich. So wird die Zunahme des Autoverkehrs in und um den Standort Pohlheim aus Sicht verschiedener Visionäre zur realen Bedrohung. Dabei wurde der Einbindung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der bisherigen Betrachtung wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Fakten zu diesem Thema findet man im Gesamtliniennetzplan der Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH (vgo) für den Landkreis Gießen.

Durch den Pohlheimer Stadtteil Garbenteich führen mehrere Buslinien und vor allem eine Bahnstrecke. Im Gewerbegebiet angesiedelte
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Unternehmen wären mit dem öffentlichen Personennahverkehrs während der täglichen Geschäftszeiten aus allen Himmelsrichtungen erreichbar. Ein neu zu errichtender Bahnhaltepunkt in der Nähe des Gewerbegebiets ließe sich realisieren und würde die Faktenlage in der Diskussion verändern. Denkbar ist auch der Bau eines Gleisanschlusses für den Transport von Waren. Würden alle zukünftigen Beschäftigten und Besucher zum Beispiel nur mit dem öffentlichen Nahverkehr an- und abreisen, könnte man den Einfluss durch den PKW Verkehr vernachlässigen.

Schaut man in den Fahrplan der Zugverbindungen von Gießen nach Garbenteich, fahren dort die Züge mindestens im benutzerfreundlichen Stundentakt. Das heißt die Zugverbindungen von und nach Garbenteich sind gut [siehe HLB Fahrplan Linie 46]. Über Gießen wäre Garbenteich aus allen vier Himmelsrichtungen erreichbar. Sollte die Nutzung des ÖPNV durch die Bundesregierung gefördert werden oder sogar kostenfrei gestellt werden, würde sich die Faktenlage noch deutlicher verändern. Zudem wird im Zuge der öffentlichen Diskussion das Umweltbewusstsein der Bevölkerung verändert und es könnte ein Trend „weg vom Auto mit Verbrennungsmotor, hin zum ÖPNV und mehr Elektromobilität“ schneller als erwartet kommen.

Unter Berücksichtigung solcher Möglichkeiten, relativieren sich manche starken Argumente in der öffentlichen Auseinandersetzung, um das zurzeit geplante Gewerbegebiet.

Gesamtnetzplan Ausschnitt LKGI - Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH, URL "http://www.vgo.de/vgo/downloads.nsf/c/doc0461B488008B2C1EC1257F1D004B7189/$FILE/GesamtLNP_2018.pdf", 08.03.2018.
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HLB Linie 46 Übersicht - Hessische Landesbahn GmbH "Linie 46", URL "http://www.hlb-online.de/fileadmin/hlb/dokumente/fahrplan/Bahn/Butzbach/Hessenbahn_Butzbach_Linie46.pdf", 08.03.2018.
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Kommentare zum Beitrag

Oliver Schöffmann
46
Oliver Schöffmann aus Pohlheim schrieb am 10.03.2018 um 12:08 Uhr
Einfach nur realitätsfremd und unrealistisch. Wer so denkt, lebt in einer anderen Welt.
Man kann und darf die direkt betroffenen Bürger nicht für dumm verkaufen.
Karl-Ludwig Büttel
3.517
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.03.2018 um 14:50 Uhr
Heute war in sehr Interessanter Satz im Interview des Gießener Anzeiger zur Unterschriften Sammlung der BI zu lesen.
" Mir hat ein befreundeter Familienvater erzählt, dass die Älteren im Haushalt alle unterzeichnet haben, aber der 18 jährige Sohn sich weigert." Für Smarly (einer der Vertrauenspersonen für das Bürgerbegehren) ist damit der Auftrag für die Pohlheimer Politik klar umrissen: Gerade die Alt eingesessenen sind dagegen sprecht doch mal mit denen ."
Ähnliches haben wir in England erlebt bei der Abstimmung die Alten haben für den Brexit gestimmt und den Jungen die Zukunft genommen. Jetzt werden sie langsam wach.
Einer Erkenntnis ist klar für die Politik wenn die jungen Menschen für das Projekt sind dann muss die Politik dies Unterstützen es geht nämlich um deren Zukunft und nicht um nostalgische älterer Anwohner. Die Zukunft gehört den Jungen und dies gilt es zu Unterstützen.
Oliver Schöffmann
46
Oliver Schöffmann aus Pohlheim schrieb am 10.03.2018 um 15:31 Uhr
Sehr schön formuliert. Leider bezieht sich ihr Kommentar nicht auf meinen kommentierten Artikel.... Aber selbstverständlich respektiere ich Ihren Gesamteindruck zum Thema...
Christoph Schäfer
697
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 11.03.2018 um 16:57 Uhr
Wenn man Ihren Ansatz weiter spinnt Herr Büttel, müsste gerade auch im Hinblick auf dem demografischen Wandel das Wahlrecht auf ein Höchstalter limitiert werden! ;-)

But serious folks!

Fakt ist doch, dass wir uns mit diesen boomenden Neubau- und Gewerbegebieten immer mehr Flächen versiegeln! Und gerade die heute Jungen könnten angesichts dessen schon in nicht allzu ferner Zukunft ganz schön alt aussehen!
Karl-Ludwig Büttel
3.517
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 11.03.2018 um 18:37 Uhr
Das ist unbestritten Herr Schäfer. Junge Menschen haben aber andere Zukunftsinteressen was zum Beispiel ihr Einkaufverhalten betrifft. Hier geht es ja nicht darum dieses Gewerbegebiet zu verhindern sondern lediglich um den Outlet Store. Bebaut wird es werden die Frage ist nur mit was. Aus diesem Grund ist mir die Meinung der jungen Leute bei solchen Dingen wichtig. Ich persönlich halte auch nichts von ständigen versiegeln von Flächen das Problem ist doch aber doch gerade in vielen Regionen , dass es ganz schlecht bestellt ist um die Zukunft von Kommunen weil Gewerbe somit Arbeitsplätze folglich Bevölkerung fehlt. Ich sage auch nicht das man eine Altersbegrenzung einführen sollte, sondern , dass man bei Zukunftsfragen mehr auf die hören sollte die die Zukunft auch betrifft.
Christoph Schäfer
697
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 12.03.2018 um 11:21 Uhr
Ein Höchstalter für Politiker wäre hier sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Was uns diese Greise einbrocken, werden die Jungen auslöffeln.

Beim Brexit sehe ich das etwas anders, hier haben sich die Jungen selbst "ins Knie geschossen", indem sie nicht an der Abstimmung teilgenommen haben.

Die Tatsache, dass Arbeitsplätze in der Fläche fehlen liegt schlichtweg daran, dass die großen Konzerne permanent Standortkonsolidierungen betreiben (siehe z.B.
Siemens). Alles ballt sich immer mehr in die Ballungszentren und die Allgemeinheit darf die Infrastruktur (z.B. Ausbau öffentlicher Nahverkehr) bezahlen!
Hier geht für mich die vielbeschworene "unternehmerische Freiheit" zu weit, welche die Mitsprache von Betriebsräten und Gewerkschaften aushebelt. Hier ist der Gesetzgeber gefragt etwas zu ändern.
Christoph Schäfer
697
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 12.03.2018 um 11:21 Uhr
Ein Höchstalter für Politiker wäre hier sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Was uns diese Greise einbrocken, werden die Jungen auslöffeln.

Beim Brexit sehe ich das etwas anders, hier haben sich die Jungen selbst "ins Knie geschossen", indem sie nicht an der Abstimmung teilgenommen haben.

Die Tatsache, dass Arbeitsplätze in der Fläche fehlen liegt schlichtweg daran, dass die großen Konzerne permanent Standortkonsolidierungen betreiben (siehe z.B.
Siemens). Alles ballt sich immer mehr in die Ballungszentren und die Allgemeinheit darf die Infrastruktur (z.B. Ausbau öffentlicher Nahverkehr) bezahlen!
Hier geht für mich die vielbeschworene "unternehmerische Freiheit" zu weit, welche die Mitsprache von Betriebsräten und Gewerkschaften aushebelt. Hier ist der Gesetzgeber gefragt etwas zu ändern.
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