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Kreidezähne bei Kindern

Pohlheim | Immer mehr Zahnärzte warnen vor einer Erkrankung der menschlichen Zähne. Insbesondere Kinder erkranken immer häufiger an "Kreidezähnen". Auf was müssen Eltern achten und wo kommt das so plötzlich her? Ist das wie Karies?

Die erkrankten Zähne sehen sehr ungesund aus: gelb-braun, manchmal sogar schwarz, der Zahnschmelz ist weich - wie bei Karies. Jedoch sind Kreidezähne bei Kindern viel schlimmer. Die Zähne sind so unstabil, dass sogar einfach ein paar Stücke vom Zahn beim Kauen abbrechen. Abgesehen davon, dass das Kind beim Kauen erhebliche Schmerzen hat, können Hitze und Kälte, bzw. andere chemischen Reitze auch starke Schmerzen beim Kind verursachen.


Schmerzen bekämpfen

Das schlimmste sind jedoch nicht die Schmerzen die das Kind jeden Tag ertragen muss, sondern das Zähneputzen nicht wirklich was bringt. Denn die erkrankten Zähne wachsen so meist schon aus dem Kiefer raus und es gibt keine Möglichkeit es vorher festzustellen.

Immer mehr Kinder erkranken an "Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation", mittlerweile ist jeder dritte Zwölfjährige betroffen und leidet an den Folgen. Die
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Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnmedizin sagt, insgesamt sei jedes zehnte Kind betroffen - Tendenz steigend. Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- imd Kieferheilkunde präsentierten sie die Ergebnisse ihrer neusten Forschung gerade in Berlin.

Ursachenforschung

Wir würden viel zu wenig über die genauen Ursachen dieser Erkrankung wissen, sagte Professor Norbert Krämer von der Universität in Gießen. Ihm würde diese Entwicklung viele Sorgen bereiten, denn in aufwendigen Tierversuchen mit Ratten, konnte nachgewiesen werden, dass Weichmacher im Plastik die Ursache für Kreidezähne sind. "In fast jeden Lebensmitteln sind heutzutage Weichmacher vorhanden. Auch wenn es nur in Plastik eingeschweißt ist, nimmt unser Körper einen kleinen Teil mit auf.", sagt der Professor.

Vermutet wird, dass Kinder und Säuglinge, welche viel Kontakt mit Weichmachern haben, wahrscheinlich an Kreidezähnen erkranken. Denn die Studienergebnisse zeigen, dass Weichmacher dem Zahnschmelz schaden, und die Entwicklung der Zähne stören können. Herr Krämer nennt dies aber nur die Spitze des Eisbergs: "Es können viele Dinge die Schmelzbildung beeinflussen!"


Was tun?

Laut Herrn Krämer gibt es keine generelle Heilung für Kreidezähne. Man kann nur helfen, das Ausmaß der Erkrankung in Grenzen zu halten: Zahnärzte füllen zum Beispiel die betroffenen Kinderzähne mit Keramik oder Kunsstoff auf. Dadurch werden die Schmerzen des Kindes gelindert, und sie können wieder kräftig zubeißen.

Dies hilft dem Kind, in dem es wieder normal Essen und Trinken kann, ohne Schmerzen zu empfinden. Ansonsten sind Zahnpasten mit Fluorid zu empfehlen, sagt Professor Krämer. Sie stärken den Zahnschmelz und können zum Schutz des Zahnes beitragen.

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
9.142
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 03.01.2018 um 07:01 Uhr
herzlich willkommen
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Manfred Brunner

von:  Manfred Brunner

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Manfred Brunner
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