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„Betriebliche Arbeitsplätze sind die inklusivste Form der beruflichen Bildung“ – CDU-Spitzenkandidat Dr. Helge Braun besucht Kompetenzzentrum für berufliche Bildung der Lebenshilfe Gießen

Bild: Dr. Helge Braun (Mitte) mit den Teilnehmern Lisa Marita Groß, Lisa Stöhr (2.+3. v.l.),  Sarah Kühn und Fabian Augustin (1. 2. v.r.) gemeinsam mit Simone Schuster, Mitarbeiterin  Berufsbildungsbereich, sowie Jahrespraktikantin Cara Moll
Bild: Dr. Helge Braun (Mitte) mit den Teilnehmern Lisa Marita Groß, Lisa Stöhr (2.+3. v.l.), Sarah Kühn und Fabian Augustin (1. 2. v.r.) gemeinsam mit Simone Schuster, Mitarbeiterin Berufsbildungsbereich, sowie Jahrespraktikantin Cara Moll
Pohlheim | Pohlheim (pm). „Die Arbeit der Lebenshilfe Gießen ist mir sehr wichtig“ – Helge
Braun, „Staatsminister bei der Bundeskanzlerin“ und Spitzenkandidat der CDU
Hessen bei der nahenden Bundestagswahl, war in der Vergangenheit bereits häufiger
zu Gast bei der Lebenshilfe Gießen. Nun folgte er einer erneuten Einladung der
Aufsichtsratsvorsitzenden Maren Müller-Erichsen, erstmals ins Kompetenzzentrum
berufliche Bildung (KobBi).

„Wir schaffen Arbeit für Menschen mit Behinderung, indem wir den für sie passenden
Arbeitsplatz finden“, erläutert Thomas Bauer, Bereichsleiter Berufliche Rehabilitation,
das Konzept der Lebenshilfe Gießen.

Seit 2010 versteht sich die Einrichtung in der Gießener Siemensstraße als
Einstiegstor für Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt:
In gut zwei Jahren durchlaufen die Teilnehmer ein von der Agentur für Arbeit
anerkanntes Verfahren, das ihrer beruflichen Orientierung und Qualifizierung auf
ihrem Weg zu dem für sie geeigneten Arbeitsplatz dient. Darunter befinden sich etwa
zwei Drittel chronisch psychisch erkrankte Menschen und ein Drittel Menschen mit
geistiger Behinderung.

Im Gespräch mit Teilnehmern mit psychischer Erkrankung, die sich aktuell im
Kompetenzzentrum mit Unterstützung ihren Weg in ihren Arbeitsbereich ebnen, stellt
sich der CDU-Spitzenkandidat den vielen Fragen rund um seine politische
Zielsetzung: Mit Blick auf die berufliche und finanzielle Situation von Menschen mit
Behinderung, macht er deutlich, dass nur eine stabile Wirtschaft die nötige soziale
Absicherung gewährleisten könne. Darüber hinaus müssten diese Menschen auch
mehr finanzielle Unterstützung hinsichtlich ihrer Einkommens- und Lebenssituation
erhalten. „An dieser Stelle gibt es sicherlich noch Nachbesserungsbedarf am
Bundesteilhabegesetz“, räumt Braun ein. Dieses wurde 2016 verabschiedet und setzt
immer noch ein „Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit“ für Leistungen
zur Teilhabe am Arbeitsleben voraus.

Das Konzept beruflicher Bildung der Lebenshilfe Gießen hat einen anderen Ansatz:
Es richtet sich nach dem Bedarf der Menschen mit Behinderung. „Nicht: Ja, aber…!“,
sondern, „Warum eigentlich nicht?“ lautet einer der Leitsätze der Lebenshilfe Gießen.
„Wir machen möglich, was nötig ist. Das geht aber nur mit politischer Unterstützung
und der Bereitschaft möglichst vieler Betriebe in und um Gießen, betriebsintegrierte
Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anzubieten“, ergänzt Müller-Erichsen.


Häufig handelt es sich dabei um sogenannte „Nischenarbeitsplätze“, die wesentlich
zur Entlastung betrieblicher Fachkräfte beitragen können.

„Betriebliche Arbeitsplätze sind die inklusivste Form der beruflichen Bildung“, stimmt
Helge Braun zu. Viele Teilnehmer finden jedoch nach der Durchgangsphase im
Kompetenzzentrum den für sie geeigneten Beschäftigungsplatz auch in einer der
sechs Werkstätten der Lebenshilfe Gießen. Dort werden vielfältige Arbeitsbereiche
wie Schreinerei, Metallbearbeitung/Mechanik, Bürodienstleistung, Lilo-
Küchenbetriebe, Werbetechnik u.v.m. angeboten.

Abschließend verweist der CDU-Spitzenkandidat Braun darauf, dass die Themen
Gesundheit und Forschung für die CDU eine sehr wichtige Rolle spielen: Die
Erforschung psychischer Erkrankungen stehe dabei „ganz oben auf der Agenda –
handelt es sich dabei doch um einen Bereich, der bisher im Großen und Ganzen bei
der Vergabe von Forschungsgeldern zu gering unterstützt wurde.“

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