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Der Blick vom Wartberg ist wieder möglich!

Die Windmühle im Blick von Südwesten
Die Windmühle im Blick von Südwesten
Pohlheim | Auf einem der höchsten Landschaftshügel im Gießener Südkreis, dem 280 Meter hohen Grüninger Wartberg und dem darauf erbauten Windmühlenturm kann man nun wieder ins weite Land blicken. Im Uhrzeigersinn vom Marburger Land im Norden über den Hoherodskopf, die Frankfurter Skyline, den Feldberg i. Ts. und den Westerwaldhöhen über denen die Sonne im Westen untergeht, bietet sich ein herrlicher Rundblick in einem Radius von über 50 km.

Viele Jahre hat der Mühlenturm dann Wind und Wetter getrotzt, und war für tausende Besucher ein willkommenes Ausflugsziel mit dem weitreichenden Ausblick.
Aber die Witterungseinflüsse, die seit Jahrzehnten auf das Bauwerk einwirkten, hatten ihre Spuren hinterlassen und erhebliche, auch verkehrsgefährdende Schäden an Mauerwerk, Stahlbetontreppe, Putz und Mauerabdeckung hervorgerufen. Aus Gründen der Sicherheit musste der Turm dann Anfang 2016 für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Schäden zwar bekannt, jedoch musste noch ein Sanierungsgutachten erstellt werden, bevor die Ausschreibung für das denkmalgeschützte Bauwerk gestartet werden konnte. Denn diese nun abgeschlossene Sanierung hatte das Ziel, den fortschreitenden Bauwerksverfall zu unterbinden und den Bestand des denkmalgeschützten Bauwerkes langfristig zu sichern.

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Denn vor über 300 Jahren wurde 1713 diese Windmühle von Graf Wilhelm Moritz von Solms-Greifenstein hier auf dem Grüninger Wartberg nach holländischem Muster erbaut. Darüber hinaus wird vermutet, dass sie auf dem Gelände der erstmals 1445 erwähnten „Warte“ steht. Diese wird dann auch 1476 im Zusammenhang mit der damaligen Solms`schen Landesgrenze ebenfalls erwähnt.

Da die Windmühle nur 70 Jahre in Betrieb war, ist sie dann im Laufe der nächsten 170 Jahre Stück für Stück zerfallen. Erst 1964 hat die damalige Gemeinde Grüningen eine erste große Sanierungsmaßnahme mit dem Einbau der Stahlbetontreppe, inklusive Aussichtsplattform vorgenommen. Unter Denkmalschutz stehen die Mauern des Mühlenturms bereits seit Anfang 1900.

Da die bauliche Unterhaltung des 11 Meter hohen und 9,40 Meter Durchmesser großen Turms nicht nur ein Anliegen der Stadt Pohlheim, sondern auch im Interesse der breiten Öffentlichkeit war, hat man nach verschiedenen Fördermöglichkeiten gesucht, um die Sanierung diese denkmalgeschützten Bauwerks zu finanzieren. Letztlich wurde die Maßnahme mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Gießen und dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden umgesetzt.

Oben lachte nicht nur die Sonne, sondern strahlten auch alle Anwesenden
Oben lachte nicht nur die Sonne, sondern strahlten auch alle Anwesenden
Nachdem die Planungen zur Sanierung des Turms abgeschlossen waren, hat die Bauverwaltung der Stadt Pohlheim das Ausschreibungsverfahren eingeleitet und die entsprechenden Arbeiten ausgeschrieben. Bis zur Submission am 21.03.2017 waren fünf verwertbare Angebote eingegangen. Nach wirtschaftlicher und rechnerischer Prüfung wurde die Firma Baukult Sanierungs- und Ingenieur GmbH & Co. KG aus Hatzfeld/Eder mit der Sanierung beauftragt.

In der achtwöchigen Bauzeit wurden die Mauerwerksfugen an der Fassadenaußenseite komplett ausgehoben und grundhaft aufgebaut. Fehlende und schadhafte Sandsteineinfassungen im Bereich der Fensteröffnungen wurden erneuert. Im Innenbereich der Warte wurden die beschädigten Fassadenbereiche überarbeitet und saniert. Es erfolgte eine komplette Betoninstandsetzung an der Treppenanlage im Innenbereich. Die Abdeckung der Mauerwerkskrone wurde neu befestigt und abgedichtet. Dank städtischer Eigenleistungen durch das Malerteam des Bauhofs, der Förderung von 18.000 € vom Land Hessen und 2.000 € von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Gießen kostet die Stadt Pohlheim diese Sanierung 115.000 €.

Bei der jetzt stattgefundenen Übergabe und offiziellen Freigabe waren anwesend: Udo Schöffmann (Bürgermeister), Ewald Seidler (1. Stadtrat), Daniel Schepp (Fachbereichsleiter), Dietmar Weber (Ortsvorsteher Grüningen), Reinhold Hahn und Elvira Muth (Heimatverein Grüningen), Charlotte Bairstow (Untere Denkmalschutzbehörde LK Gießen), Milan Begic und Heiko Nigmann (Fa. Baukult)

Der Windmühlenturm ist ab sofort rund um die Uhr geöffnet und wird nur in der Winterzeit aus Sicherheitsgründen geschlossen sein.

Die Windmühle im Blick von Südwesten
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Oben lachte nicht nur die Sonne, sondern strahlten auch alle Anwesenden
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Auch ohne Sonne gab es auf der Treppe nur gute Laune v.L. U. Schöffmann, D. Schepp, E. Seidler, E. Muth, C. Bairstow, M. Belic, H. Nigmann, R. Hahn und D. Weber
Auch ohne Sonne gab es... 
 
Weit ins Land kann der Blick nun wieder schweifen ...
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von:  Günther Dickel

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