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"Vo Busebonn bis Watzebonn" un driwwer enaus!

v.L. Jochen Rudolph, Esperanza Thomas, Ralf Flagmeier und Günther Dickel
v.L. Jochen Rudolph, Esperanza Thomas, Ralf Flagmeier und Günther Dickel
Pohlheim | Beim zweiten Heimatabend „Hey haut dehoam“ des GV-Eintracht lautete das Motto „Vo Busebonn bis Watzebonn un driwwer enaus“ (und darüber hinaus). Dass sich dabei der literarisch-, oberhessische Bogen vom hohen Vogelsberg bis nach Watzenborn-Steinberg spinnen und spannen konnte, war dem „fidele Owwerhesse“ Jochen Rudolph zu verdanken.
Faszinierte er doch mit seiner Gitarre, aus der oberhessischen Gitarrenbauerwerkstatt „Lakewood“ in Gießen-Rödgen und seinem Gesang ebenso die Besucher, wie mit seinen vorgetragenen Gedichten und Kurzgeschichten aus den Heimatbüchern von Karl Brodhäcker. Dabei drehte sich alles um das Thema Heimat und die damit verbundenen Fragen: „Wu dehoam“? (wo zuhause) bzw. „Wu kimmt der dann her“? (wo kommt der den her). Um dem Programmmotto gleich zu Beginn den richtigen Impuls zu geben, versetzte er die gespannt lauschenden Zuhörer in eine Aufnahmeprüfung anno 1907. Im Schulhaus von Volkartshain im Vogelsberg spielt sich das "Landexamen" ab. Ein Zwiegespräch in dem ein Bewerber aus Frankfurt damals beweisen musste, ob er überhaupt nach Volkartshain in den Vogelsberg ziehen durfte. Darin
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fragte der alte Schulrat den Bewerber auf seine erlernten Sprachkenntnisse ab und stellte fest; "Der hot aach die Ärwet net e´fonne" (der hat auch die Arbeit nicht erfunden). Wer bereits hierbei die Augen schloss und dem Vokalsound und den Inhalten lauschte, glaubte sich in die Jahrhundertwende in den alten Schulsaal von Volkartshain versetzt, in dem der alte Schulrat mit dem Bewerber aus Frankfurter "zackerte".
Ob Rudolph dabei die "Geschichten" oder "Storys" erzählte oder sang war unerheblich. Er verstand es gekonnt mit den unterschiedlichsten Themen die anwesenden „Plattversteher“ zu begeistern. Bei den heiteren Geschichten ging es um eine verschluckte „Nohle“ (Nadel), dem „Dappes“ sein Bau, um einen nie fertig werdenden Hühnerstall oder vom Hannes, der en die Dennerheck gefan woar (der in die Dornenhecke gefallen war).

Dass in dem Wort „Heimat“ fiel mehr steckt als „hey haut dehoam“ wurde beim Auftakt des zweiten Teils durch Esperanza Thomas alias „Espi“ deutlich. Denn die gebürtige Mexikanerin die bereits seit elf Jahren mit ihrer Altstimme die „Chorifeen“ der Watzenborn-Steinberger Eintracht verstärkt, war dieses Mal für den internetionalen Heimatteil zuständig. Mit der Gitarre begleitet von Ralf Flagmeier sang sie die
Jochen Rudolph, der „fidele Owwerhesse“
Jochen Rudolph, der „fidele Owwerhesse“
drei mexikanischen Heimatslieder „Deja que salga la Luna“, “Odiame“ und „Que nadie sepa mi Sufrir“ und entführte mit ihrer klassischen Altstimme und ihrem mexikanischen Folkloreoutfit die staunenden Gäste in ihre Geburts-Heimat Mexiko. Denn ihre neue Heimat („hey haut dehoam“) hat sie längst in unserem oberhessischen Städtchen Lich gefunden.

Der Abschluss mit Finale des zweiten Heimatabends war dann wieder dem „Special-Guest“ des Abends, dem „fiedele Owwerhesse“ vorbehalten. Mal nachdenklich aber schnell wieder heiter, begeisterte er die oft fesselnd lauschenden Zuhörer. Denn, „der will ja schließlich die Pointe verstieh“. Mit dem herzerfrischenden Strophenlied „Ein Maiausflug in Ulrichstein“ machte er seinem Namen alle Ehre und im begeistert applaudierenden Publikum rollte manch Einem bei den Lachsalven eine Träne über die Wangen.

Zum Abschluss des zweiten Heimatabends sangen alle Gäste auf Anstimmung des Moderators Günther Dickel, noch den anwesenden Geburtstagskindern (Bdros Ilja, Jochen Rudolph und Stefan Zillich) das sprachkombinierte Geburtstagsständchen „Zum Geburtstag… / happy birthday“...

Als Folgeveranstaltung steht an:
16. Juli „Mc` Baumanns Pub“ (50 Jahre Revival), ein Discoabend, an dem die einstigen „DJs“ Walter M., Detlef S., Andreas G. und Matz S. Noch mal auflegen werden.
Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen im „Grünen Baum“ Gießener Straße 38, 35415 Pohlheim Tel.: 06403-61810 (3 € Sitzplatz und 2 € Stehplatz)

Nähere Infos unter: www.eintracht-steinberg.de und 01701850594.

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Moderator Günther Dickel
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