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Wilfried Höchst ist RV-Meister nach einer langen Flugsaison

Wenn die Rollos hochgehen, get die Post ab!
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Pohlheim | Eine spannende Flugsaison ist beendet und mit der jetzt begonnenen Herbstzeit sind die Brieftaubenzüchter mit ihren Tauben in die Ruhe- und Regenerationsphase eingetaucht. Die Sieger und platzierten Züchter stehen fest, der Reisekabinen-Express-LKW ruht in der Garage und die Tauben befinden sich zum Teil in der „Mauser“ (Federkleidwechsel).

In der sehr intensiven Reisesaison von April bis September waren Züchter, Vorstandsteam, Transportfahrer, Flugleiter und die Tauben im Dauereinsatz.
Denn bevor die Tauben an den jeweiligen Auflassorten im Südwesten Deutschlands und Frankreichs an den Flugwochenenden aufgelassen werden konnten, wurden diese in den Einsatzstellen Langgöns, Wölfersheim und Limburg einzeln digital erfasst und in den Spezialtransporter verladen. Mit 2.000 bis 3.000 Brieftauben an Bord ging es dann zu den Auflassorten. Dass die Tiere auf diesen Reisen mit Futter, Wasser, tiergerechter Lüftung und Ruhepausen versorgt wurden war Voraussetzung für einen sicheren und wettbewerbsorientierten Rückflug.

Der Heimflug:
Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 80 km/h, bei Rückenwind sogar
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über 100 km/h, trafen die Tauben weit vor ihrem Transportfahrer Walter Wingender zu Hause ein. Im weiteren Verlauf der Reisesaison wurden schrittweise die Entfernungen erhöht. Mit 640 Kilometern Luftlinie stand in 2015 der längste Flug von Lyon (Frankreich) auf dem Reiseplan. Die ein- und mehrjährigen Alttauben absolvieren insgesamt 12 Preisflüge. Ab August gingen anschließend die Jungtauben auf die Reise. Als „Anfänger“ absolvieren diese an vier Wochenenden Flüge von jeweils 80 bis 350 Kilometern.

Die RV-Meisterschaft 2015:
Die diesjährige Meisterschaft der „Reisevereinigung Hüttenberg“ in der Fluchgemeinschaft Gießen Süd e.V. ging eindeutig an den Züchter Wilfried Höchst aus Kirchgöns. Denn er wurde nicht nur RV Meister bei den Alttauben, sondern auch bei den Jungtauben. Das Gesamtergebnis im Überblick: 1. Wilfried Höchst (RV Meister) 2. Erich Litke 3. Roland Schuster 4. Edwin Weil 5. Harry Hermann Weibchenmeisterschaft: 1. Roland Schuster, 2. Harry Hermann, 3. Klaus Wagner, 4. Edwin Weil und 5. Josef Weinmann Jährigenmeisterschaft: 1. Wilfried Höchst, 2. Erich Litke, 3. Roland Schuster, 4. Josef Weinmann und 5. Edwin Weil. Taubeneinzelmeisterschaften: Alte Vögel: 1. bis 3 Platz Wilfried Höchst. Alte Weibchen: 1. Harry Hermann,
RV-Sieger Wilfried Höchst
RV-Sieger Wilfried Höchst
2. und 3. Roland Schuster. Jährige Vögel: 1. Wilfried Höchst, 2. und 3. Erich Litke. Jährige Weibchen: 1. Hans Horn 2. Roland Schuster und 3. Klaus Wagner. Vom saarländischen Völklingen mit 190 km bis zum französischen Gien mit einer Entfernung von 542 km wetteiferten 15 Züchter mit insgesamt 4538 Tauben. Bei der RV-Meisterschaft der Jungtauben erreichten diese beim vierten und entscheidenden Flug aus dem 250 km (Luftlinie) entfernten Nomeny in Frankreich eine beachtliche Fluggeschwindigkeit von 86 km/h. Dabei kam die Tauben von Roland Schuster (Oppershofen) Erich Litke (Rockenberg), Rüdiger Wernicke (Butzbach Ostheim) und Wilfried Höchst (Kirchgöns) auf die vorderen Plätze. Mit diesem letzten Flug war auch die RV Meisterschaft der Jungtauben wie folgt entschieden: 1. Platz Wilfried Höchst, Kirchgöns (20 Preise), 2. Platz Erich Litke, Rockenberg (20 Preise), 3. Platz Roland Schuster, Oppershofen (18 Preise), 4. Platz Egon Antmannsky, Münzenberg (15 Preise) und 5. Platz Klaus Wagner, Niederkleen (elf Preise). In der RV Jungweibchenmeisterschaft gewannen die Züchter Erich Litke und Wilfried Höchst je eine Bronzemedaille des Deutschen Brieftaubenverbandes. Bei genauerem hinschauen ist festzustellen, dass Höchst nicht nur die Gesamtmeisterschaft errungen hat, sondern auch in den Kategorien Altvogel, Jungvogel, Vogelmeister, Jährigenmeister, beste Jungtaube sowie RV-Meister Alttauben und RV Meister Jungtauben jeweils die ersten Plätze belegte.
"Nur die Harten sind im Garten" die Weibchen in der Hochvoliere bei W. Höchst
"Nur die Harten sind im Garten" die Weibchen in der Hochvoliere bei W. Höchst

Dem RV Meister über die Schulter geschaut!
Dass eine RV-Meisterschaft nicht "vom Himmel fällt", erkennt man, wenn man sich in der Schlaganlage von W. Höchst mal genauer umschaut. Klug durchdacht, aufbauend auf jahrelange Erfahrung und der Zugrundelegung der Tierschutzrichtlinien, hat Höchst seine Volieren und Zuchtschläge eingerichtet. Dass dabei auch sein individueller Gesundheitsschutz beachtet und gewährleistet wird, dafür sorgt eine 4.500 W starke Staubsaugeranlage, mit denen er seine Schläge staubfrei hält. Beeindruckend ist auch die große Freiluftvoliere, in der er seine Zuchtweibchen hält. Denn auf die Reise gehen bei Hoechst nur die männlichen Tiere, also die "Vögel/Täuber". Diese sind während der Flugsaison in den Zuchtschlägen zu Hause, da dort auch die "EDV-Tipes-Anlage" installiert ist, mit der die heimkommenden Reisetauben digital erfasst werden. Der heute 77-jährige Wilfried Höchst hat bereits 1968 mit der Brieftaubenzucht begonnen. Neben seiner aktiven Taubenzucht war er 44 Jahre 1. Vorsitzender seines Ortsvereins und viele Jahre RV-Vorsitzender inklusive Einsatzstellenleiter. Bei einem weiterer Blick in sein "Taubenbüro", entdeckt man neben einer Reihe unzähliger Pokale, Medaillen, Wimpeln und Diplomen auch seine akkurate Buchführung mit der er seinen Zucht- und Reisebetrieb mit ca. 170 Tauben verwaltet und steuert. Aber auch zum Fachsimpeln mit Gleichgesinnten ist ein nettes Eckchen hergerichtet.

Die Ruhe vor dem Neustart:
Die aktiven Taubenzüchter jedenfalls nutzen momentan die Herbsttage, zur Gesundheitspflege und Aufbaufütterung ihrer Tiere. Denn diese müssen gute durch die „Mauser“ kommen und Kräfte sammeln, damit sie zur Paarungszeit im Januar/Februar für die anstehende Aufzucht fit sind.

Nähere Infos: Tel: 06403-61521

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RV-Sieger Wilfried Höchst
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von:  Günther Dickel

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