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Regenbogenschüler besuchten ihren Bürgermeister

Pohlheim | Im Rahmen ihres Themenprojektes „Mein Wohnort“ waren 56 Schülerinnen und Schüler von der Regenbogenschule Holzheim mit ihren Klassenlehrerinnen Marita Kolmer-Schmandt (Klasse 3 a), Michaele Lieberich (Klasse 3 b) und Carola Rauch (Klasse 3 c) nach Watzenborn-Steinberg zu Bürgermeister Udo Schöffmann gewandert. Ziel war es, vom Staatsoberhaupt persönlich zu erfahren, wie er Pohlheim mit seinen sechs Stadtteilen steuert und verwaltet.
Da die Neugierde der Zehnjährigen recht groß war, verwundert es nicht, das Schöffmann sie nach kurzer Begrüßung am Brunnen vor der Volkshalle, mit in sein Amtszimmer nahm. Hierbei platze die gute Stube des Rathauschefs fast aus allen Nähten. Denn 59 Personen (Schüler und Lehrerinnen) in diesem Raum war zudem Rekord. Umso putziger waren dabei die von den Kindern gestellten Fragen wie: wurden Sie schon einmal bedroht, was ist denn das für ein Krug im Regal, wohin führt denn diese Treppe hin, was ist denn das für ein Wappen an der Wand, wofür brauchen sie so einen großen Schreibtisch … die Schöffmann den kleinen in netter Form erklärte.
Auf die Frage von Bürgermeister an die Drittklässler;
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kennt jemand den Mann auf dem Bild neben meinem Schreibtisch? Rief ein Junge spontan: "ist das dein Opa", ein Anderer: „oder dein Schwager". Der Hinweis einer Pädagogin: "also, Frau Merkel ist es doch nicht, wer kann es dann vielleicht sein". Mit spontanem Zwischenruf eines Schülers: "ist es Putin“? - Dann löste Schöffmann das Rätsel: „Kinder, das ist unser Bundespräsident Joachim Gauck“ und erläuterte kindgerecht dessen Aufgaben.

Nach einem großen Gruppenbild vor dem Amtssitz des Bürgermeisters und einem zweiten vor der Volkshall, lud der er in den kleinen Saal der Volkshalle zu einem herzhaften Frühstück mit Erfrischungsgetränken und anschließender Fragerunde ein.

Hier war nun die Zeit gekommen, bei der die Schülerinnen und Schüler die im Unterricht vorbereiten Themen mit den unterschiedlichsten Fragestellungen und das Stadtoberhaupt richten konnten. Die Fragen waren so vielschichtig, herzhaft und ehrlich, wie sie nur der „Kindermund“ formulieren kann. Sie wollten wissen: was hast du für Hobbys/Lieblingstiere/Lieblingsfarbe, spenden sie Blut, wie viel Stunden arbeiten sie am Tag, welche Sprachen sprechen Sie, welchen Beruf wolltest Du als Kind erlernen, haben Sie Kinder, bist Du Fußballfan, schaust Du Fußball, welche Musik lieben sie, was ist ihr Lieblingsbuch, haben sie Bodyguards, hast Du einen Chauffeur, wieviel Geld verdienen Sie als Bürgermeister …

Aber auch konkrete Fragen den Bürgermeisterjob betreffend wurden gestellt wie: wann bekommen wir mehr Spielgeräte auf unseren Spielplatz, wann kommt der Radweg Dorf-Güll/Garbenteich, wie schwer ist es Bürgermeister zu sein, wie oft müssen sie noch gewählt werden, wann kommt die Soccerhalle in Grüningen, von wie vielen Leuten sind Sie der Chef, wie oft treffen sie sich mit ihren Stadträten, wie viel Geld gibt die Stadt Pohlheim aus, haben sie auch einen Kerker, haben sie auch Bürgermeisterfreunde in anderen Dörfern, was haben Sie vorher gearbeitet, wie viel hat der neue Funkmast in Holzheim gekostet …

Selbst sicherheitsrelevante Fragen, Hinweise bzw. Bitten richteten die Kinder an den Rathauschef wie; „Mach uns einen Zebrastreifen über die Taunusstraße an der Einmündung der Sudetenstraße, am Ortsausgang Grüningen Richtung Holzheim, denn da rasen die Autofahrer so schnell, dass wir nicht über die Straße kommen“. Warum dürfen wir Kinder nicht alleine auf die Sportplätze, …

Ein großes Bündel an Fragen was Kinder in der Klasse-3 bewegt und auf die der Rathauschef zu antworten
wusste. Ob im Amtszimmer oder im kleinen Saal der Volkshalle, mal in der Plenumsrunde oder reihum an den Tischen im Vieraugengespräch. Fast überrannt von seinen kleinen Mitbürgern wurde Schöffmann noch mit einer spontanen Autogrammaktion, bei der sie sich das Bürgermeisterautogramm in ihre kleinen Notizbüchlein schreiben ließen, in das sie zuvor ihre Fragen und die erhaltenen Antworten eingetragen hatten. Mit gegenseitigen Dankesworten endete der eineinhalbstündige Klassenbesuch.
Beim nächsten „Wohnortprojekt“ der Drittklässler, sollen die individuellen Stadtteile besucht werden. Hierbei werden dann die Klassenverbände aufgelöst und die SchülerInnen in „Stadtteilklassen“ nach Wohnort zusammengefast. Vor Ort werden ihnen dann die geschichtlichen und aktuellen Besonderheiten der Stadtteile von „Lokalexperten“ nahegebracht und bestimmt wieder interessante Fragen gestellt. Diese „Lokalexperten“ sind in Grüningen Werner Bender, in Holzheim Walter Müller und in Dorf-Güll Klaus Haas. Mit einem Besuch der Kreisstadt Gießen wird das „Wohnortprojekt“ (nicht Heimatprojekt) noch vor den Sommerferien abgerundet, bevor im 4. Schuljahr das Thema „Hessen“ auf dem Lehrplan steht.

 
 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.529
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.06.2015 um 14:26 Uhr
Kurz zu:

(...) "Beim nächsten „Wohnortprojekt“ der Drittklässler, sollen die individuellen Stadtteile besucht werden. Hierbei werden dann die Klassenverbände aufgelöst und die SchülerInnen in „Stadtteilklassen“ nach Wohnort zusammengefasst. Vor Ort werden ihnen dann die geschichtlichen und aktuellen Besonderheiten der Stadtteile von „Lokalexperten“ nahegebracht und bestimmt wieder interessante Fragen gestellt. (...)"

Interessanter Ansatz - davon habe ich noch Nichts gehört. Vielleicht kann der Artikeleinsteller dann auch davon einen interessanten Artikel hier reinbringen?

(....) "Mit einem Besuch der Kreisstadt Gießen wird das „Wohnortprojekt“ (nicht Heimatprojekt) noch vor den Sommerferien abgerundet, bevor im 4. Schuljahr das Thema „Hessen“ auf dem Lehrplan steht." (...)

Spricht sicher Nichts dagegen, aber bitte nach dem 28.6. denn eventuell ist an diesem Tag die "2. Runde" in der OB-Direktwahl in Giessen und die momentane Amtsinhaberin nutzt wirklich jede Chance im Moment in die Presse zu kommen. Ich denke Holzheim sollte sich da neutral verhalten.
Hallo Lieber Leser
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Herzlichst, Ihr(e) Günther Dickel

von:  Günther Dickel

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Günther Dickel
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