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Wanderweg zum Kap Arkona - Erlebnis mit Radfahrern (1)

Mücke | Wer Rügen besucht, muss auch Kap Arkona gesehen haben, die nördlichste Spitze Deutschlands, sozusagen Deutschlands Nordkap. Mit dem Auto kommt man nur bis Putgarten. Vom gebührenpflichtigen Großparkplatz dann weiter zu Fuß etwa 2,5 km, mit Pferdekutsche oder mit der Arkonabahn bis zu den Aussichtstürmen. Danach führt der Wander- und Radweg an den Marinebunkeranlagen vorbei zur Steilküste. Unter dem Verkehrszeichen "Gehweg/Radweg" ist ein Zusatzschild angebracht: "Radfahrer absteigen". Warum? Nun, nicht weil der Weg zu schmal, zu steil oder sonst irgendwie gefährlich wäre für Radfahrer, sondern - das denke ich - weil der Weg sehr stark frequentiert ist von Fußgängern aller Altersklassen. Also mächtig viel los auf der Gass'. Dass sich viele Radfahrer nicht an diese Weisung halten, kann man sich vorstellen. OK, Rentner und Pensionäre stehen ohnehin auf der Abschussliste, das weiß man nicht erst seit es bei der Gießener Zeitung eine Gruppe " Bürgerwehr gegen bösartige Banden alter Damen und Herren" gibt. Rüstige ältere Herrschaften können sich aber mit einem beherzten Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Was aber
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ist mit den vielen kleinen Kindern und den Hunden? Sagt man etwas zu den uneinsichtigen Radfahrern, ist "Ja, Ja" und etwas wie "lass mich in Ruhe"-Gemurmeltes noch das Harmloseste, was die Leute von sich geben. Andererseits wären die Damen - meist sind es Frauen, die diese Bemerkungen machen - sicher nicht erfreut, wenn ihr Kind mit einem Radfahrer in den Clinch ginge und dann weinend auf dem Boden liegt.
Zum Zusatzschild "Radfahrer absteigen", habe ich einen interessanten Beitrag im Netz gefunden:
http://bernd.sluka.de/Radfahren/absteigen.html#Zivilrecht
Der letzte Absatz ist dabei besonders zu beachten:
"Das Zusatzzeichen1012-32 soll häufig andeuten, dass eine Behörde nicht möchte, dass Radfahrer hier fahren. Möglicherweise wird damit versucht, die Amtshaftung nach einem Unfall an einer besonderen Gefahrstelle, die die Behörde erkannt, aber nicht beseitigt hat, auf die dort fahrenden Radfahrer abzuwälzen. Denn die Behörde kann in solch einem Fall darauf verweisen, dass sie ja angeordnet hätte, dass Radfahrer dort absteigen sollen. Dieser Vorhalt könnte Ihnen nach einem Unfall an einer durch Zusatzzeichen1012-32 gekennzeichneten Stelle gemacht werden und auch Ihren Schuldanteil als Radfahrer bestimmen."
Wäre ich Radfahrer, ich ginge runter vom Rad. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

 
viele Fußgänger, viele Radfahrer
viele Fußgänger, viele... 
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der Weg ist nicht gefährlich für Radfahrer und eigentlich auch breit genug, aber meist nicht so leer wie auf meinem Foto
der Weg ist nicht... 
Blick von Kap Arkona auf die Ostsee 4
Blick von Kap Arkona auf... 

Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
26.306
Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.07.2013 um 22:13 Uhr
Wir fuhren von Breege nach Cap Arkona mit den Fahrrädern, war eine schöne Tour bei der ich schwer gestürzt bin mir aber nichts getan habe.
Bernd Zeun
10.372
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 02.07.2013 um 11:58 Uhr
Schöner Link, muss ein Rad fahrender Anwalt sein.
Jutta Skroch
12.674
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 07.05.2014 um 12:43 Uhr
Ich denke, dass ein Radfahrer immer haftet, wenn er schuldhaft einen Unfall verursacht, genau so wie ein Fußgänger. Ein besonderes Gefahrenpotential sehe ich dann, wenn ein Weg stark frequentiert wird, wie es hier ja wohl oft der Fall zu sein scheint. Ich würde dann auch vorziehen, abzusteigen, aber es kommt immer auf die jeweilige Situation an.
Peter Herold
26.306
Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.05.2014 um 15:16 Uhr
Ich bin nicht auf dem gesperrten Wegstück gestürzt, kann mich auch nicht an ein Zusatzschild erinnern. Es war 1998! Eventuell gab es da das Schild noch nicht
Ingrid Wittich
19.934
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 07.05.2014 um 15:50 Uhr
Wahrscheinlich nicht. Die Fotos habe ich 2013 gemacht. In 15 Jahren ändert sich vieles.
Peter Herold
26.306
Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.05.2014 um 16:16 Uhr
Es war auch nicht an der Steilküste, mehr Richtung dem ältesten Gasthaus.
Hallo Lieber Leser
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von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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