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Nostalgische Griechenlandreise: mit Schiff und Auto nach Kreta vom 18. Mai bis 9. Juni 1979. Teil 6: Knossos und eine Höhle

Mücke | Samstag, 25. Mai 1979
Für heute hatten wir uns Knossos vorgenommen. Da wir beide einen leichten Sonnenbrand hatten, zogen wir es vor, wieder etwas zu besichtigen, statt am Strand in der Sonne zu schmoren, was ohnehin nicht unser Ding ist. Knossos liegt ca. 5 km südlich von Heraklion und war die Hauptstadt des legendären Königs Minos. Um 1900 begann der Engländer Arthur John Evans mit jahrzehntelangen Ausgrabungen des mehrstöckigen, ausgedehnten Palastes. Dieser hatte von ca. 2000 – 1400 v.Chr. bestanden, war mehrfach zerstört und immer wieder erneuert worden. Die weitläufige Anlage mit wohl 1300 bis 1400 Räumen, mit unzähligen Gängen und Säulenhallen, legt die Vermutung nahe, dass es sich um das im Altertum bekannte Labyrinth handeln könnte, in dem der Sage nach Theseus den Minotaurus tötete.
Für die Besichtigung der archäologischen Stätte hatte ich die Holzschuhe in den Schrank verbannt, kletterte, hier noch mit Erfolg, in meinen festen Schuhen über die Trümmer und bewunderte die phantasievollen, heute jedoch äußerst umstrittenen Rekonstruktionen von Ausgräber Evans. Auch seine Benennungen der verschiedenen Räume, wie Thronsaal, Badezimmer, Ankleidezimmer und Ähnliches muss man dem Geiste seiner Zeit zuschreiben. Die farbigen Fresken sind Kopien der Originale, die wir gestern im Museum in Heraklion gesehen hatten.
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Nach drei Stunden suchten wir uns müde und erhitzt eine Taverne, aßen Souvlaki, leckere, gegrillte Fleischspieße, mit Salat und tranken Limonade. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher zu der 1 km abseits liegenden Eileithya-Höhle. Es soll mehr als 5000 Höhlen auf der Insel geben. Diese wurde anfangs als Begräbnisstätte genutzt, später war sie einer der wichtigsten Kultorte Kretas. Drinnen soll man Stalagmiten sehen können. Die Grotte war durch ein Gitter verschlossen, das aber von „bösen Buben“ soweit beiseite geschoben war, dass man (ich) hinein kriechen konnte. Da meine Taschenlampe ungenügend war und auch Angst eine Rolle spielte, verzichteten wir auf eine weitere Erkundung des dunklen Loches. War sicher besser so, schließlich sind wir keine Höhlenforscher. Aber ich kam noch zu einer Höhlentour. Doch für heute war es genug. Wir fuhren zum Hotel zurück, badeten im Meer, saßen noch etwas in der Sonne, gingen zum Abendessen und genehmigten uns danach noch einen Kaffe bzw. einen Ouzo in der Hotelbar.
Fortsetzung http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/69059/nostalgische-griechenlandreise-mit-schiff-und-auto-nach-kreta-vom-18-mai-bis-9-juni-1979-teil-7-malia-lassithi-und-noch-eine-hoehle/

Kopien der Fresken
Thronsaal
"gute" Schuhe
nix wie raus aus dem Loch

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
26.291
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.07.2012 um 19:46 Uhr
Interesante Etappe
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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