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Nostalgische Griechenlandreise: mit Schiff und Auto nach Kreta vom 18. Mai bis 9. Juni 1979. Teil 1: wie es begann

Mücke | Freitag 18. u. Samstag 19. Mai 1979
Im Frühsommer 1979 hatten wir bei TUI eine Reise gebucht: 7 Tage Griechenland – Türkei, dazu 2 Verlängerungswochen auf der Insel Kreta. Wir starteten am Freitag, dem 15. Mai um 9.10 Uhr mit unserem Scirocco, den wir mitnehmen konnten auf die MS Aphrodite, einem sogenannten Low-Fare-Kreuzfahrtschiff, das mittlerweile längst abgewrackt ist. Daten der Aphrodite: BRT 4.753, 468 Passagiere, 60 Autos, Aufenthaltsräume, Promenade, Liege- und Sonnendeck, Schwimmbecken, Bar und Speisesaal. Ganz ordentlich, aber kein Vergleich mit heutigen Kreuzfahrtschiffen.
Der Himmel war bedeckt und es war ziemlich kühl, ideales Reisewetter also. Aber es blieb nicht so, je weiter wir nach Süden kamen, um so mehr riss die Wolkendecke auf und umso wärmer wurde es. Ich schwitzte wie ein „Braten“ und mein Mann „transpirierte wie ein...“, ich weiß nicht was. Er weigert sich, wie ein Braten zu schwitzen, weil er den Vergleich unsinnig findet. Was soll’s, so oder so, es war jedenfalls ziemlich heiß und wir hatten damals natürlich noch keine Klimaanlage im Auto.
In Auer, Südtirol, fuhren wir von der Autobahn ab und übernachteten dort im Hotel Markushof, wo wir 1975 schon einmal Zwischenstation gemacht hatten.
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Am nächsten Morgen, blauer Himmel, Sonne satt und wieder sehr warm. Die Fahrt auf der italienischen Autostrada war, abgesehen von der Hitze sehr angenehm, da wenig Verkehr herrschte, möglicherweise weil Wochenende war, vielleicht auch wegen der doch ziemlich hohen Autobahngebühren. Wie auch immer, wir kamen gut voran, machten einmal auf einem der wenigen Parkplätze Rast, um etwas zu essen, später noch zwei kürzere Stops bei Tankstellen bzw. Raststätten. Gegen 17 Uhr kamen wir in Ancona, einer Hafenstadt an der adriatischen Küste, an und fuhren, nachdem wir eine Ehrenrunde im Zentrum gedreht hatten, zum Hafen. Die Abfertigung am Schalter der griechischen Reederei „Med. Sun Lines“ ging relativ schnell, doch bis zur endgültigen Einschiffung dauerte es noch etwa 2 Stunden.
Die Kabine auf der Aphrodite war OK: zwei separate Betten, ein kleiner Schrank, Tisch, Hocker, Stuhl und ein Kämmerchen mit Dusche und Toilette. Ein kleines Durcheinander gab’s beim Einziehen. Auf unserem Ticket stand Kabine „Samothraki“. Ich war gerade am Kofferauspacken als mein Mann mit einem Steward von der Rezeption kam und es plötzlich hieß: Umziehen in Kabine „Siros“. Warum, wussten allenfalls die griechischen Götter. Wir warfen alles kreuz und quer zurück in die Koffer und zu dritt schafften wir den ganzen Kram dann ruck-zuck 3 oder 4 Kabinen weiter.
Die abendliche Atzung fand um 20 Uhr statt. Wir saßen an einem runden Sechsertisch bei 2 Ehepaaren, eines aus Düsseldorf, das andere aus Braunschweig, die ebenfalls 2 Wochen auf Kreta bleiben, und genossen unser erstes 5-Gang-Dinner „on board“: Suppe, Vorspeise (überbackene, gefüllte Zucchini, Hauptgericht (Fleisch, Pommes, Auberginen), als Dessert Windbeutel und zum Schluss Obst. Viel zu viel, puh!
Bevor wir zu Bett gingen, mussten wir die Uhren noch 1 Stunde vorstellen. OEZ – osteuropäische Zeit. Ich konnte lange nicht einschlafen, bedingt durch das üppige Mahl und das Bier dazu, aber auch wegen der ungewohnten Geräusche, das ständige Dröhnen der Maschinen und das Rauschen der Klimaanlage.
Fortsetzung: http://www.giessener-zeitung.de/muecke/beitrag/67980/nostalgische-griechenlandreise-mit-schiff-und-auto-nach-kreta-vom-18-mai-bis-9-juni-1979-teil-2-an-bord/

 
 
 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
29.225
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.06.2012 um 19:31 Uhr
Bin schon gespannt wie es weitergeht, insbesondere wie das mit den Trinkgeldern an Bord war.
Ingrid Wittich
20.982
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 15.06.2012 um 22:24 Uhr
Also wie das damals mit dem Trinkgeld nun genau war, das weiß ich nicht mehr. Es ist aber so, dass bei Kreuzfahrten generell eine bestimmte Summe pro Tag und pro Person am Ende der Reise gezahlt wird. Was natürlich niemanden davon abhalten soll, der Kabinenstewardess oder dem Steward am Tisch etwas zwischendurch zu geben.
H. Peter Herold
29.225
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.06.2012 um 14:56 Uhr
So ist es, denn "kleine Geschenke erhalten die Freunschaft" und so hat man/frau schon während der Reise etwas davon.
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Ingrid Wittich
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