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Was Amerikaner so kaufen: die London Bridge in Lake Havasu City, Arizona

London Bridge - gescanntes Dia aus dem Jahr 1986
London Bridge - gescanntes Dia aus dem Jahr 1986
Mücke | Unsere erste USA-Reise, eine 22-Tage-Mietwagentour durch den Westen im Jahr 1986, führte auf der Strecke von Los Angeles zum Grand Canyon durch das kleine Städtchen Lake Havasu City, wo wir eine Übernachtung hatten. Lake Havasu City liegt am Ufer des vom Parker Dam gestauten Colorado, der hier den Lake Havasu bildet. Eine Oase mitten in der Wüste im westlichen Arizona. Als in London in den 1960er Jahren eine Themse-Brücke, die London Bridge, wegen statischer Probleme im Fluss zu versinken drohte und abgerissen werden sollte, beschlossen die Engländer, das Bauwerk zu versteigern. Robert McCulloch, ein schwerreicher Unternehmer, bekannt als Hersteller von Kettensägen, bekam den Zuschlag. 2,46 Millionen US-Dollar gingen nach London. Gerüchten zufolge soll der Mann geglaubt haben, dass er für die „Tower Bridge“ bietet. Das wird zwar inzwischen vehement bestritten, doch wer weiß?
Die ersteigerte Brücke wurde abgebaut und jeder Stein nummeriert. Auf dem Seeweg gelangte sie nach Long Beach in Kalifornien, dann auf LKWs nach Lake Havasu City. McCulloch hatte eine Stahlbetonbrücke errichten lassen, die nun sorgfältig mit den Steinen aus England verkleidet wurde. Transport und Wiederaufbau verschlangen weitere 7 Millionen Dollar. Einweihung der neuen „alten“ London Bridge war am 10. Oktober 1971, an der auch der Bürgermeister von London teilnahm. Später errichtete man noch ein kleines, englisches Village mit Shops, Pub, Museum, Heckenlabyrinthen, rotem Briefkasten und mehr. Das Dörfchen zieht heute keine Touristen mehr an und ist im Niedergang begriffen. Die Brücke steht noch und verbindet Lake Havasu City mit dem Lake Havasu State Park, einem Naherholungsgebiet. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die London Bridge ins Guinness Buch der Rekorde gelangte als größte Antiquität, die je versteigert wurde.

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
11.082
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.05.2012 um 18:52 Uhr
Danke für den Bericht Ingrid. Da war ich 1997 auch schon mal. In USA gibt es eben nichts, was es nicht gibt. ;-)
Ingrid Wittich
20.399
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 08.05.2012 um 19:28 Uhr
Das ist wahr, Christian.
Bernd Zeun
10.713
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 08.05.2012 um 21:55 Uhr
Crazy !
Christian Momberger
11.082
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.05.2012 um 22:06 Uhr
In der Tat. Aber so sind eben manche Amis.
Jutta Skroch
13.084
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 08.05.2012 um 22:21 Uhr
> Aber so sind eben manche Amis. <

Manche??? Ich könnte mir schon vorstellen, dass er geglaubt hat, auf die "Tower Bridge" zu bieten. Deren Wissen über Europa hält sich stark in Grenzen.
Ingrid Wittich
20.399
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 09.05.2012 um 09:48 Uhr
Jutta, so denke ich auch.
H. Peter Herold
26.920
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.05.2012 um 10:11 Uhr
Money, money ;-(
H. Peter Herold
26.920
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.05.2012 um 10:56 Uhr
makes much funny ...
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von:  Ingrid Wittich

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