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Nach der Bustour noch 1 Woche „Only for Fun“ in Orlando, Florida. Teil 1: Universal Studios und ein heftiger Schnupfen

Mücke | Freitag, 18. Oktober 1991
So, nun hat mich die Erkältung, unter der fast alle Reiseteilnehmer litten, auch erwischt. Mit brennenden Augen und laufender Nase tappte ich durch den Universal Film Park, für den wir uns ja gestern schon die Tickets gekauft hatten. Sch …. !!!
Und weil ich nicht so richtig fit war, vergaßen wir, uns am Eingang ein Entertainment Schedule zu holen, einen Zeitplan der Shows. So kam es, dass wir die Wild West Stunt Show verpassten: einmal kamen wir zu früh, das andere Mal zu spät. Bei Disney in den nächsten Tagen darf uns das nicht passieren.
Zuerst standen wir an, lange, sehr lange, bei „Back to the Future“, wo uns Doc Browns Wunderauto von der Vergangenheit mit Dinos in die Zukunft zu den Sternen brachte. Wir saßen festgeschnallt in beweglichen Sitzen vor einem 3-D-Rundumfilm, wurden kräftig durchgeschüttelt und man hatte tatsächlich das Gefühl in das weit geöffnete Maul eines Dinosauriers zu fliegen. Ein kleines Mädchen in der Reihe hinter mit jammerte laut: „Daddy, is it over?“ War wirklich toll, aber von außen sah man der Menschenschlange nicht an, wie lange sie tatsächlich war. Im
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Inneren des Gebäudes gab es noch jede Menge kleinere Laufschnecken, wo sich die Menschen drängten und auf die Tafeln mit den Wartezeiten hatte ich verschnupfter Depp auch nicht geachtet. Bei der nächsten Attraktion „Kongfrontation“ passten wir besser auf. Als wir zum ersten Mal vorbeikamen, hieß es noch: „Wartezeit 90 (!) Minuten“. Irgendwann viel später: „3 Minuten“. Nun aber nix wie rein zu King Kong, dem Riesenaffen, der uns auch wieder durchrüttelte, dazu brüllte, Feuer entfachte und uns schreckliche Angst einjagen sollte. Dieser „Ride“ wie es im Parkjargon heißt wurde inzwischen ersetzt durch „Revenge oft the Mummy = Die Rache der Mumie“. Es müssen sich hier ja immer die neuesten Filme präsentieren.
Wir besuchten die „Ghostbusters Show“ mit vielen Ton- und Lichteffekten, die meinem kleinen Patensohn sicher besser gefallen hätte als uns, aber man konnte wenigsten für eine Weile bequem sitzen. Danach gingen wir zur „Horror Make Up Show“, wo neben anderen Monstern die eklige „Fliege“ auftrat und danach „Hitchcock’s Art of Making Movies“ mit 3-D-Effekten. Die „Vögel“ schienen tatsächlich im Angriffsflug zu sein. Zum Schluss gingen wir dann endlich auch noch zur „Animal Actors Show“, zur Show der schauspielernden Tiere mit Lassie,
nur Kulissen
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Mr. Ed und Benji. Nach dieser Darbietung kann man die Hollywood-Weisheit verstehen, die Schauspielern sagt, dass sie sich vor Filmaufnahmen mit Tieren oder Kindern hüten sollen, da diese den Großen in jedem Fall die Schau stehlen. Das „E.T.-Adventure“ wäre bestimmt nett gewesen, aber dafür waren uns die Wartezeiten einfach zu lang. Wir verzichteten.
Das finale Dynamit-Spektakel „Dynamite Nights Stunt Spectacular“, eine Live-Stunt-Show unter dem Motto „Miami Vice“ auf der Lagune in der Mitte des Parks ließen wir uns nicht entgehen. Schon lange vor Beginn suchten wir uns einen Platz, um gut sehen, hören, filmen und fotografieren zu können. Es war wie erwartet: laut, grandios und mit viel Feuer. „It’s a bang-up way, to end the day“, so kommentierte eine Lautsprecherstimme die Vorstellung.
Um 20 Uhr wurden wir zusammen mit einem norwegischen Paar, das aber ganz und gar nicht skandinavisch aussah, vom Bus der Bethany Transport Gesellschaft wieder abgeholt. Wir kauften uns noch etwas Essbares in einem Deli-Markt und dann wollte ich nur noch ab ins Bett.
Samstag, 19. Oktober 1991
Schlecht geschlafen, weil ich mir zu viele Gedanken gemacht habe über das Autoabholen am Flughafen, wie es überhaupt klappt mit dem Dorthinkommen und dass ich nun schon wieder mit Schniefnase durch Florida trabe genau wie im Dezember 1988 usw. usw. Aber alles Grübeln half nichts. Nach Hause konnte ich nicht und im Bett liegen bleiben ging schließlich auch nicht.
hier will wohl keiner wohnen - Bates Motel
hier will wohl keiner wohnen - Bates Motel
Also raus aus den Federn, duschen, anziehen, alles schön langsam, vernünftig frühstücken, mal nur mit Tee und Toast und um 9 Uhr mit dem Shuttlebus des Hotels (eine simple Sache!) zum Airport fahren. 2 deutsche Ehepaare aus unserer Gruppe fuhren mit. Das eine Paar wollte nach New Orleans fliegen und dort noch 1 Woche bleiben, das andere flog nach Miami und startete da zu einer weiteren Bustour quer durch Florida. Noch mal jeden Tag Bus, oh nein! Allerdings werden sie nicht wieder 4000 Kilometer fahren wie bei der Grand South Tour.
Das Autoabholen war überhaupt kein Problem. Warum bin ich nur immer so nervös? Wir bekamen einen grauen, chicen Dynasty und nachdem mein Mann sich mit ihm vertraut gemacht hatte, fuhren wir zur Florida Mall, aßen in einer Cafeteria eine Kleinigkeit und schauten uns dann die vielen, vielen Geschäfte an. Ich könnte mallsüchtig werden! Ich kaufte aber nur blaue Stoffschuhe, damit ich morgen ohne Strümpfe und im Rock losmarschieren kann. Für Jeans ist es einfach zu warm. Gegen 15 Uhr waren wir zurück im Hotel. Leider war das Zimmer nicht geputzt, weil wir das „Bitte-nicht-stören-Schild“ draußen hängen gelassen hatte. Ich telefonierte, eine junge Frau brachte frische Handtücher, mehr wollten wir nicht. Dann kroch ins Bett und schlief. Ich hatte es bitter nötig. Morgen muss es mir wieder besser gehen. Es MUSS!
Fortsetzung folgt

 
nur Kulissen
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hier will wohl keiner wohnen - Bates Motel 1
hier will wohl keiner... 
Horror Make Up Show - gleich kommt "Die Fliege"
Horror Make Up Show -... 
Animal Actors Show
Animal Actors Show 
alle standen bereit für die Feuer-Show
alle standen bereit für... 
„Dynamite Nights Stunt Spectacular“
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
14.249
Peter Herold aus Gießen schrieb am 20.04.2012 um 18:06 Uhr
That the way of american life. Is'nt it?
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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