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Mit dem Bus durch Dixieland, 5.10 – 26. 10. 1991, Folge 10: von Charleston, South Carolina nach Savannah, Georgia, Teil 1

malerisches Charleston
malerisches Charleston
Mücke | Mittwoch, 16. Oktober 1991
Nach dem Frühstück im Riverview-Hotel begannen die Besichtigungen. Die meisten der Mitreisenden hatten den Fakultativausflug „Historisches Charleston und Fort Sumter“ gebucht. Eine nette Dame führte uns durch den Historic District und wusste viel zu erzählen. Die Stadt wurde 1670 auf der Halbinsel zwischen Cooper und Ashley River von englischen Siedlern gegründet, die sie nach ihrem König Charles II. „Charlestown“ nannten. Später wurde daraus „Charleston“. Die Siedler legten Reisfelder und Indigo-Plantagen an, die tausende schwarzafrikanische Sklaven bewirtschafteten und die Quelle von Ansehen und Wohlstand waren. Die „Charlestonians“ von heute – nur Leute deren Familien seit mehr als 100 Jahre in der Stadt leben - sind stolz auf ihre gut 550 historischen Gebäude aus der Zeit von 1690 bis 1940. Die prachtvollen Villen, die eleganten Stadthäuser und die vielen Kirchen aller Glaubensrichtungen wirken fast wie ein Freilichtmuseum. Die Dame erzählte über die Straßen, die noch teilweise gepflastert sind, und über die „Rows“, malerische von Häusern umgebene Nebengassen, deren berühmteste die
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Cabbage Row ist, bekannt als „Catfish Row“ in Gershwins Oper „Porgy und Bess“. Und sie berichtete von Hurrikan „Hugo“, der im September 1989 von der Karibik kommend zeitweise mit Stärke 5 über das Land fegte und enorme Schäden anrichtete. Vieles war 1991 schon wieder repariert, allerdings fehlte noch immer die Spitze auf dem Turm der St. Michael’s Episcopal Church. Leider hatten wir viel zu wenig Zeit für die geschichtsträchtige Stadt, denn schon bald mussten wir in eine Fähre steigen und zu der Insel mit den Resten von Fort Sumter fahren.
Viel ist nicht mehr erhalten von dem Fort, mit dessen Bau 1829 begonnen wurde. Benannt ist es nach Thomas Sumter, einem General des Unabhängigkeitskrieges. 1860 trat South Carolina aus der Union aus und als die Konföderierten die von Nordstaatlern bemannte und von der Versorgung abgeschnittene Festung am 12. April um 04:30 Uhr unter Beschuss nahmen, begann der Bürgerkrieg.
Die Ruinen sind heute ein „National Monument“ mit Museum und Ausstellung. Im Souvenirladen gab es ein Büchlein, in dem wir endlich den Text fanden zu dem Song, nach dem wir in New Orleans vergeblich gesucht hatten: „I wish I was in Dixie“. Wir kauften eine Cassette mit Liedern, die der Norden und Süden im Krieg sang, aber dieses war nun ausgerechnet nicht drauf. Pech!
Um 12 Uhr mittags fuhr der Bus weiter ….
Fortsetzung folgt

malerisches Charleston
"Heyward Washington House" = das Haus von Th. Heyward, Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung ; 1791 wohnte George Washington für 1 Woche hier
Edmonton Alston House - von einem Balkon aus soll General P.T. Beauregard am 12. April 1861 den Angriff auf Ford Sumter beobachtet haben
Row Houses
die "Charlestonian" und unser Guide Peter
Hurrikan "Hugo" zerstörte die Spitze des Kirchturms
St. Michael's Episcopal Church
Ford Sumter
Fort Sumter
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
14.700
Peter Herold aus Gießen schrieb am 04.04.2012 um 19:20 Uhr
Ingrid Wittich
12.203
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 04.04.2012 um 19:38 Uhr
Danke! Peter, Du ahnst nicht, wie oft ich mir das in den letzten Wochen angehört habe. Beim Aufarbeiter der Südstaatenreise, erlebe ich sie fast noch einmal.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

online
Interessensgebiet: Mücke
Ingrid Wittich
12.203
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