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Mit dem Bus durch Dixieland, 5.10 – 26. 10. 1991, Folge 6, Teil 2: noch mehr New Orleans – Einkauf mit Gesangseinlage

Mücke | Donnerstag, 10. Oktober 1991
Zurück im Hotel nach dem morgendlichen Ausflug in den Garden District und in die Sümpfe, gönnten wir uns eine kleine Ruhepause und gingen danach los, New Orleans auf eigene Faust etwas zu erkunden. Leider musste ich den Superdome aus dem Programm streichen. Der hätte uns zu viel Zeit gekostet. Schade, ich hätte zu gerne diese riesige Arena, die über 80 000 Zuschauer fasst, gesehen. 2005 kam die Sportstätte in die Schlagzeilen, weil während des Hurrikans Katrina unzählige Menschen dort unter schrecklichsten Bedingungen eine Notunterkunft fanden. Das Dach wurde abgedeckt, die Toiletten funktionierten nicht und die Verpflegung wurde knapp. Inzwischen ist der Dome renoviert und es finden wieder regelmäßige Veranstaltungen statt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_Superdome
Wir liefen nun etwas gezielter als gestern durch die Bourbon Street, die ihren Namen nach den französischen Bourbonen hat, nicht nach dem amerikanischen Whisky, weiter durch die Royal Street und die anderen Straßen des French
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Quarter, schauten uns die Häuser, die Menschen an und fotografierten und filmten. Wir orientierten uns, wo Lokale lagen, die für’s Abendessen in Frage kamen, hörten Straßenmusikanten auf dem Jackson Square zu, gingen in etliche Geschäfte des French Market und tranken Kaffee im seit 1862 bestehenden „Café du Monde“, einem der berühmtesten Cafés der Stadt, und bestäubten uns dabei von Kopf bis Fuß mit dem Puderzucker der warmen Beignets, die es als einziges dort zu essen gab. Fast an jedem Tisch wurde eine andere Sprache gesprochen, ein bisschen zu viel deutsch vielleicht. Die USA waren 1991 beliebt wegen des relativ niedrigen Dollarkurses.
Im Einkaufszentrum in der alten Brewery fand ich endlich die lange gesuchten kleinen Flaggen und schlug richtig zu. Ich kaufte die, die mir noch fehlten z.B. South Dakota (am Mount Rushmore, vor 3 Jahren, war sie ausverkauft gewesen) und die der Staaten, in die wir in den nächsten Tagen noch kommen. Super! In einem anderen Shop kaufte ich mir eine kleine Voodoo-Puppe. Ohne Zauberkräfte allerdings, denn als ich sie Jahre später zu Hause testete, geschah überhaupt nichts. Die Dame, die mich verärgert hatte, steht nach wie vor putzmunter auf der Matte bar aller ihr von mir angewünschten Gebrechen. Macht man ja auch nicht, jemandem etwas Böses wünschen.
Die Suche in einem Plattenladen nach einer ganz bestimmten Musik, von der wir den Text nicht kannten und dem jungen Verkäufer mehr schlecht als recht den Refrain „Hooray, Hooray“ vorsangen, blieb ohne Erfolg. Außer viel Gelächter auf beiden Seiten.
Gesucht wurde: http://www.youtube.com/watch?v=-1IQkhia3jM Inzwischen haben wir es!
Es wurde langsam Zeit für die Abend-Atzung. Für „Paul’s Louisiana Kitchen“ hätte man eine Weile anstehen bzw. ansitzen müssen und die Preise dort waren außerdem sehr eindrucksvoll. Das „Steak & Lobster House“ fanden wir leider nicht. Wir landeten dann schließlich im „Gumbo Shop“, wo lt. Reiseführer die Cajun-Küche gut und die Preise normal sein sollten. So war es auch. Wir konnten in einem romantischen Innenhof im Freien speisen und tranken dazu Dixie Beer, das ein bisschen wie Weizen schmeckte.
Es war inzwischen dunkel geworden. Langsam gingen wir zurück zu unserem Hotel. Vorüber an langen Menschenschlangen vor der Preservation Hall, einem Mekka für Jazzliebhaber, und vor der Bar „Pat O’Brians“, die bekannt ist für einen Drink der sich – nomen est omen - „Hurricane“ nennt.
Alles schon sehr eindrucksvoll, aber: Rüdesheim lässt grüßen, hier nicht mit Wein, Weib und Gesang, sondern mit Whisky, Dollars und Dixie. Nicht so ganz unser Ding, aber gesehen muss man es mal haben „The Big Easy“, wie sich New Orleans selbst nennt.
Fortsetzung folgt

eine deutsche Flagge auf dem Balkon
"Oktoberfest" ?
Straßen-Jazz
3
am Mississippi
New Orleans-Taxi
Voodoo Doll - ohne Zauberkräfte
3

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
20.096
Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.02.2012 um 18:02 Uhr
Wie immer sehr schön beschrieben und bebildert
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Ingrid Wittich

von:  Ingrid Wittich

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Ingrid Wittich
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